14.01.2017

Nachholbedarf: Deadpool

Feiertagzeit war in diesem - bzw. im letzten Jahr;-) - vor allem Kinofilm Nachhol Zeit, von daher müssen wir in den nächsten Wochen so einige Rezis durchnudeln, die da noch aufgelaufen sind.
Das Problem mit Filmen - man konsumiert sie viel schneller als ein Buch oder gar ein Spiel, aber der Blogeintrag dauert genauso lange...;-)

Um mal reinzufinden, fangen wir doch mit was lustigem an: Deadpool oder auch - der Film, über den so viele Leute so viele böse Dinge gesagt haben, dass ich am Ende etwas entäuscht war.;-)

Nein, mal im Ernst, es hieß überall "haltet Kinder fern", "exessive Gewaltdarstellung", "ständiges, übelstes Gefluche", "unerträgliche Brutalität", blablabla...und dann habe ich diesen Film gesehen und die ganze Zeit quasi nur darauf gewartet, dass jetzt aber doch gleich irgendwann irgendwas passieren muss, dass diese ganzen "Warning Offensive!" Reaktionen irgendwie rechtfertigt. Und es passiert...öhm naja nichts eigentlich.

Ok, geflucht wird viel, aber fuck und shit waren jetzt so das schlimmste und selbst das kommt nicht annährend an In Bruge ran. Und die Gewaltdarstellung? Die Anfangsszene ist wohl eher over the top slapsticky gedacht und danach wird irgendwann mal ein Böser mit dem abgetrennten Kopf eines anderen Bösen abgeschossen - an schlimmere "Exzesse" erinnere ich mich jetzt nicht und Tarantino würde da nur müde lächeln.
Bleibt also festzuhalten: Ja, der Film ist nicht passend für Menschen, die einen Saubermann-Marvel-Superheldenfilm erwartet haben. Was auch schon auf dem Etikett steht. Wer lesen kann ist klar im Vorteil, dann muss man sich nicht so offended aufführen.;-)

Ansonsten mag ich (manchmal) Protagonisten, die mit der 4. Wand spielen und der Film macht das eigentlich sehr charmant. Ich ziehe nur einen ganz subjektiven Punkt dafür ab, dass Ryan Reynolds auch nach seiner furchtbaren "Entstellung" irgendwie ziemlich normal aussieht - Help, he is slightly unattractive, ruuuuunnnn!! war schon beim Phantom der OperFilm irgendwie albern und wird hier nicht besser dadurch, dass eine leichte Skin Condition in meiner Welt in keinster Weise rechtfertigt, die angebliche Liebe seines Lebens JAHRElang glauben zu lassen er hätte sie verlassen und wäre gestorben. Damit diese Geschichte funktioniert, muss man seinen Partner eigentlich für ziemlich oberflächlich halten und/oder ein massives Selbstwertproblem haben. Beim Phantom ist das so. Bei Deadpool...hmmm lernen wir dazu nichts, also erklärt es sich nicht. Großes Nope.

Bleiben aber immerhin noch 4 von 5 Kugeln übrig, also genug für mindestens 12 Schergen.;-)

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