2014-02-17

WWZ. Oder: Zombies zum Valentinstag

Ja, ich weiß, was kommt als nächstes? Erst Explosionen, dann Zwerge, jetzt schon Zombies...aber hey, man muss die "Feste" feiern, wie sie nunmal fallen und ein Film mit Brad Pitt qualifiziert doch sicher als Frauenfilm...oder?...doch ich denke schon!;-)


Ich muss ganz zuerst mal vorweg schicken, dass ich mir von diesem Film - vielleicht naiverweise - etwas zuviel versprochen hatte, weil sich die Vorlage sehr gut anhört. Man möge also alle folgenden Aussagen vor diesem Hintergrund bedenken - außerdem gibt es bestimmt wieder für irgendwen irgendwo einen Spoiler, ich glaube das brauche ich inzwischen schon fast nicht mehr erwähnen, oder? Dann ist ja gut!

Also was passiert mit Brad Pitt und Zombies? Zuerst mal fahren wir mit der Kamera durch Glasgow und behaupten das wäre Philadelphia - an sich nur eine kleine Randnotiz im "Hollowood belügt uns" Schema, aber für uns witzig, weil die Dreharbeiten noch liefen, als wir 2011 in Glasgow waren - aber live gesehen haben wir davon leider nichts, was mir bei den großen Massenszenen fast leid tut...und wegen Brad Pitt natürlich!;-)

Also große und teilweise großartige Bilder kann man dem Film nicht absprechen - visuell funktioniert das über die gesamten 2 Stunden einwandfrei, egal ob in "Philadelphia", Jerusalem (vermutlich Downtown Detroit, oder so^^), oder Wales (sah tatäschlich nach Wales aus). Nur mit der Logik der Handlung hatte ich teilweise meine Probleme...
1. Die Dauer des Films verhält sich exponential zur Anzahl der Nebendarsteller - heißt Brad Pitt ist bad news für alle Soldaten und andere Menschen in seinem Umfeld, denn die dezimieren sich meist innnerhalb von 2 Minuten auf 0 - immer wieder.
2. Die Gattung Zombies auf die wir hier treffen, ist eine der schnellen Zombies, die gruselig aussehen und klingen wie die Raptoren aus Jurassic Park, aber leider noch dümmer sind, als das Wort schon vermuten lässt - ich nenne sie liebevoll Lemming-Zombies;-) - und scheinbar ausschließlich Gehörgepohlt. Wenn also die Geräuschquelle auf die wir zulaufen ein Helikopter ist, schmeißen wir uns voller Elan über die Dachkante und warten dann, bis am Boden genug zermatschte Zombies aufgelaufen sind, als das der Rest überleben kann...Ob das Schwarmtechnisch Sinn macht, weiß ich jetzt nicht, aber es führt dazu, dass die Hautpfiguren des Films versuchen Geräuschfrei durch Zombiehorden zu pirschen, bis irgendwer wieder was umwirft, ein Handy klingelt, oder sonstwas schief geht - immer wieder. Was dann übrigend zu Punkt 1 führt!;-)
3. Von Wissenschaftlern hält der Film nicht viel - es gibt genau einen, der sowas wie einen Plan hat und der fällt schon nach 5 Minuten Punkt 1 zum Opfer. Man könnte also sagen, der Film dauert nur deswegen 2 Stunden, weil Brad Pitt kein genialer Wissenschaftler ist und für die Lösung des Problems leider etwas länger braucht - aber macht ja nichts, ich bin sicher 2% der Weltbevölkerung konnten trotzdem noch gerettet werden. In Nova Scotia übrigens - da kann es ja auch keine Zombies geben, wer soll denn da wen anstecken und wer soll da Lärm machen? Ob es Zombie-Bigfoots gibt...?
4. Geräuschfixierte, dumme Zombies können sich unauffällig in Flugzeugen verstecken und trotz einer Inkuabtionszeit von gerade mal 10Sekunden kann man Menschen noch den gebissenen Arm abhacken (gut, kann man sowieso, aber "funktioniert" auch noch;-). Zombieblut zu schlucken ist außerdem nicht ansteckend, nur gebissen werden - allen Menschen die Zähne ziehen schützt also vor Verbreitung von Zombies. Wie das geht? Tjaaa... Da fragen sie doch mal die Leute in Jerusalem, die eine Mauer bauern, aber sie nicht bewachen, können und die von 2. Verteidigungslinien auch noch nie gehört haben.

Von der wissenschaftlichen Haltbarkeit des "Heilmittels" möchte ich mal nicht reden, denn a) ist es bestimmt auch nicht unlogischer als der Rest und b) ist man an dem Punkt des Films eigentlich froh, dass überhaupt mal wieder was passiert!;-)

Das klingt jetzt alles sehr negativ, was aber, wie eingangs gesagt, vor allem an meinen höheren Erwartungen lag - was die Bilder, Action etc. angeht kann man den Film durchaus spaßig finden, auch wenn so einem Uno-Investigator der letzte coole-Sau-Schliff fehlt, den Bruce Willis normalerweise hat. Aber sein Hirn sollte man nicht über Gebühr dabei anstrengend, das führt zu nichts!;-)

Ich habe das Buch auf meinem Weihnachtsstapel liegen und bin sehr gespannt - das Making Off der DVD hat uns ja zumindest noch verraten, dass außer der Idee "globaler Zombiekriege" eigentlich nichts aus der Vorlage übernommen wurde, das lässt ja hoffen. Der Autor war auch am Set, ihn hat das Drehbuch scheinbar nicht gestört, was soll man sagen?
Das Film vs. Vorlage kann man sich unter der Prämisse aber schon fast schenken.;-)

Zusammenfassend vergebe ich mal 3 von 5 Blauhelmen, weil einige der Bilder wirklich gut waren. Für einen Popcorn-Abend vermutlich völlig ausreichend!

Kommentare:

Robert Kosten hat gesagt…

Die Vorlage ist großartig, nachdem ich ich Details zum film gehört hatte habe ich ihn mir spontan nicht angesehen ;-)

Ela Sonntag hat gesagt…

Ich hatte mir sowas schon gedacht, deswegen wollte ich den Film unbedingt sehen, BEVOR ich das Buch lese - andersrum wär's wohl fatal gewesen!!;-)

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