20.09.2013

Ungewöhnliche Frauen

Ich denke es ist mal wieder Zeit für ein wenig Alltag an der Blog-Front - man kann ja nicht jede Woche ein 3-Jahres-Projekt abschließen;-) - daher habe ich diese Woche mal wieder ein Buch und ein Hörbuch zu besprechen. Das Hörbuch war allerdings aus gleich mehreren Gründen eine ambivalente und teils schmerzhafte Erfahrung, daher muss ich da noch ein wenig darüber nachdenken, wie ich das am besten erkläre...also fange ich mal einfach an mit meinem momentanen 2.-Buch:



Dass ich ein 2.-Buch schneller auslese, ist an sich ungewöhnlich - in diesem Fall liegt das wohl daran, dass mein Verhältnis zu meinem neuen 1.-Buch The Long Earth noch etwas gespannt ist und wir uns noch nicht so ganz auf einen modus vivendi geeinigt haben, aber dazu dann im nächsten Buch-Post.;-)
Trotzdem ist diese Aufsatzsammlung kein typisches Trittbrett-Buch, das man mal eben so zwischen schieben kann/sollte, sondern tatsächlich eine wissenschaftliche Aufsatzsammlung - das macht sich schon aus an den (leider;-) sparsamen Abbildungen und dem umso längeren Verweis- und Anmerkungsverzeichnis.

Ich erinnere mich, dass dieses Buch irgendwann mal ein Geburtstagsgeschenk von Freunden war, denen folgerichtig aufgefallen ist, dass ich gerne Historische Frauen "kennenlerne". Insofern war das Geschenk also ein voller Erfolg - ich mag zwar auch ein wenig "entspanntere" Sachbücher in meiner Freizeit, aber ab und zu mal was "wissenschaftlicheres" geht doch auch als Bettlektüre noch durch!;-)

Ein wenig Trittbrett bleibt natürlich trotzdem - eine vollwertige Biographie lässt sich auch mit wissenschaftlicherem Anspruch nicht auf 30Seiten umsetzen - aber wer sich für Bildungs- und Emanzipationsgeschichte interessiert, oder gerne mal ein paar Autrotinnen und Künsterlinnen kennenlernen möchte, die schon "in Kunst gemacht" haben, bevor es cool war, wird hier sicher fündig werden.

Ich muss sagen, dass ich den Titel etwas hölzern finde - auch leider so ein Trademark der wissenschaftlichen Veröffentlichung^^ - aber ich gebe dafür mal keinen Abzug, da man ja immer nicht weiß auf wessen Mist das jetzt gewachsen ist und ob irgendwer namentlich genanntes da überhaupt ein Mitspracherecht hatte. Aaaber ich ziehe einen kleinen Punkt ab, weil mir an manchen Stellen ein wenig die "Beziehungs-Geschichte" fehlte - man muss ja nicht gleich in Küchenpsychologische Spekulation abdriften, um zu sagen "aus Brief XY schließen wir, dass die Beziehung zum Vater-Mentor soundso war" oder auch von mir aus "wir haben keinerlei Einblick in die Familiären Zusammenhänge aus Grund ABC". Ein wenig mehr soziales Gefüge und human interest hätte an manchen Stellen zu meinem Amüsement beigetragen!;-)

Bleiben also unterm Strich 4 von 5 Malerpaletten für ein wenig historisches Zwischenspiel.

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