2011-09-03

The Amateur Historian's Guide to Medieval and Tudor London

Zunächst einmal: Ja, ich kann verstehen, dass man es vielleicht ein wenig befremdlich findet Reiseführer erst zu lesen nachdem man wieder Zuhause ist und das dann auch noch als Bettlektüre zu deklarieren.
Mein Gegenargument? Trust me, I know what I'm doing!;)

Zu Punkt eins wäre erstmal zu berücksichtigen, dass London einfach sehr groß und unübersichtlich ist, wenn man zum ersten Mal da ist - das kam mir nicht als der beste Zeitpunkt vor ungebremst meinem eigenen Geektum zu frönen. Zu sowas sollte man vielleicht bei Besuch 2 oder 3 übergehen, wenn man den ganzen Touri-Kram schon satt hat!;)

Und zu Punkt zwei kann ich nur sagen, dass sich dieses kleine Büchlein einfach sehr angenehm liest - man muss sich ja nicht gleich alles merken wollen.;)
Die Autorinnen nehmen sich in thematischen Blöcken der Sehenswürdigkeiten an, die sich im zentralen Stadtgebiet so finden lassen und vermitteln dabei durchaus das eine oder andere an Hintergrundwissen und eine große Portion an Begeisterung.

Mich hat ein wenig gestört, dass die historischen Überblicke in keinerlei chronologischem Zusammenhang stehen, was teilweise ein wenig verwirrend sein kann, wenn man die dynastische Vorliebe bedenkt immer nur zwischen 2-3 Vornamen hin und her zu pendeln.;) Außerdem entschuldigen sich die Schreiberinnen für meinen Geschmack ein wenig zu oft dafür, dass sie manchmal auch in die römische und Stuartzeit abdriften - historische Epochen schweben schließlich nicht zusammenhangslos im Raum, das könnte man auch als Amateur-Historiker wissen.;)

Prinzipiell kann ich also sagen: Eine gute Investition für Fellow-Geeks, oder solche, die es werden wollen - wer substantielle Infos haben möchte, sollte aber eher zu einem klassischen Geschichtsbuch greifen!:)
Von mir gibt es dafür 3,5 von 5 Daumenschrauben!

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