11.07.2015

Foxglove Summer

So, da ist es also, das vorerst letzte Buch der Reihe und natürlich gibt es ein paar düstere Andeutungen und ein offenes Ende, damit wir gar nicht erst auf die Idee kommen nicht vor Vorfreude auf den nächsten Band zu vergehen...naja ganz so schlimm ist es dann vermutlich doch nicht;-)

Ich finde es gerade noch sehr entspannend wieder mal zu einem dicken Geschichtsbuch zurückzukommen, das ich schon ewig lesen wollte. Sachbücher lesen ist manchmal so Hirnentspannend, wie alte Folgen einer liebgewonnenen Serie - keine unschönen Überraschungen.;-) Aber vielleicht bin ich auch einfach seltsam in der Hinsicht.

Vorher aber noch schnell - worum geht es denn jetzt im Foxglove Summer?

When two young girls go missing in rural Herefordshire, police constable and wizard-in-training Peter Grant is sent out of London to check that nothing supernatural is involved.
It’s purely routine—Nightingale, Peter’s superior, thinks he’ll be done in less than a day. But Peter’s never been one to walk away from someone in trouble, so when nothing overtly magical turns up he volunteers his services to the local police, who need all the help they can get. But because the universe likes a joke as much as the next sadistic megalomaniac, Peter soon comes to realize that dark secrets underlie the picturesque fields and villages of the countryside and there might just be work for Britain’s most junior wizard after all.
Soon Peter’s in a vicious race against time, in a world where the boundaries between reality and fairy have never been less clear....
Wie man schon sieht, hat man sich von den qualitativ hochwertigeren Klappentexten wieder verabschiedet, aber immerhin stimmt die Faktenlage soweit.;-)

Ehrlichgessagt, ich hatte darauf gewettet, wann man zu den Archetypen vom Midsummer Night's Dream vordringen würde. Keine Serie, die irgendwas mit Übernatürlich zu tun hat - vor allem in den britischen Hinterlanden - kann vermutlich ohne Feenringe, Faerie Queens und Gypsy Fairs auskommen.
In diesem Zusammenhang lässt sich der Plot auch ganz gut an, aber irgendwie kommt die snappy Spannungskurve nicht mehr so richtig in Gang, das setzt sich leider vom letzten Band fort, auch wenn hier die kleine Landgemeinde den possierlichen Background bildet und nicht mehr die graue Betonsiedlung.

Die Feenkönigin inklusive ernsthafter Action lässt sich auch ein wenig lange bitten und die Kinder finden sich ein wenig zu schnell, was für meinen Geschmack ein wenig zu viel Zeit für Insider-Rumgequatsche über Polizeiinterna übrig lässt. Ist ja nett, dass sich der Autor da auskennt, oder gut recherchiert hat, aber guess what? Irgendwas einzubauen, nur weil man es zufällig weiß, ist die ungefähr schlechteste Art Recherche umzusetzen - ich weiß es ist schwer sich zurückzuhalten, wenn man soviel gelesen hat, aber man sollte es doch tun. Niemand mag einen Besserwisser.;-)

Ich bleibe also bei den 3,5 Punkten inklusive goldenem Gummipunkt für fiese Einhörner, aber mehr ist leider nicht drin. Hoffen wir mal auf Band 6!;-)

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