11.06.2015

Klappenkrampf... (Zwischenstände - vorsicht lang!)

Irgendwie kam ich mir am verlängerten Wochenende wieder so vor, als würde ich eine Szene bzw. eine Szenenfolge einfach zum Verrecken nicht fertig kriegen. Das passiert immer schonmal und manchmal versuche ich dann meine Muse zu treten - die sich dann meistens (und auch hier) damit rächt, dass sie mir eine arbeitsfähige Idee präsentiert...zu einer anderen Szene in einem anderen Kapitel, oder zusätzlich zu der Szenenfolge, die eh schon nicht fertig wird.

Musen sind halt bitches. Irgenwann habe ich es dann aber doch mit viel Gedult noch geschafft Kapitel 14 niederzuringen, nur um dann mal wieder festzustellen, dass es gar nicht so viel anstrengender war als üblich, sondern nur einfach doppelt so lang geworden ist...ich bin also gar nicht langsam, ich brauche nur zuviele Worte!;-)
Das veranlasste mich dann mal dazu vorsichtig nachzuzählen und tatsächlich kommt das Manuskript inzwischen auf 169 Seiten DINA4 in 14/20 Kapiteln. Wenn man davon ausgeht, dass ich normalerweise in DINA5 layoute und noch ein bißchen Layout-Kram dazukommt, der den Text etwas streckt, wird das also unter 400-500 Seiten nicht zu machen sein, wie's aussieht.
Kein Wunder, dass das nicht fertig wird!;-)

Jetzt bin ich prinzipiell kein Feind von langen Büchern, ich hoffe dann nur es wird nicht auch lang-weilig, aber damit dürfen sich ja meine fleißigen Beta-Leser beschäftigen, während ich mir demnächst mal abschließend überlegen muss, welche Figuren den Plot den überleben dürfen - bisher ist da noch so ziemlich alles offen, mein Konzept für den Epilog lässt sich von Maximum Drama zu Happy End adaptieren und ich ziele auf irgendwas dazwischen. Vielleicht lasse ich meine Beta-Crew mal Wünsche und Vorschläge einreichen, das wäre doch mal spannend...;-)

Auf der positiven Seite, habe ich gerade mal kurz im Blog nachgeschaut und ich arbeite tatsächlich erst seit etwas über einem Jahr an dem Schinken - ich war irgendwie davon ausgegangen, dass ich schon 2013 damit angefangen hatte, also bin ich ja so für "Ich komm nur am Wochenende mal dazu" Verhältnisse gar nicht so lahmarschig, wie ich immer meine.;-P
Aber seit mehr als einem Jahr hat das Kind auch noch keinen Klappentext, also habe ich mich diese Woche mal gezwungen über einen nachzudenken...ich hasse es!

Ich hasse schlecht gemachte Klappentexte, aber gleichzeitig hasse ich auch meine eigenen Geschichten auf 5-10 Zeilen zu komprimieren...hmpf!;-)
Ich habe dann mal versucht es positiv zu sehen und mit lustiger Bilder-Bastelei zu verbinden, denn Photoshop macht mir schon mehr Spaß und ein endgültiges Cover fehlt uns ja auch noch, der erste Versuch sieht nur in winzig nicht nach Pixelsalat aus und ist definitiv nicht druckfähig.

(Leider war es mir bisher nicht möglich mehr als ein "Schwert steckt irgendwo drin" und "Drache fliegt irgendwo drüber" Klischee zu produzieren, ich habe das also jetzt mal ein bißchen outgesourced an J., deren künstlerisches Talent meinem um mehrere 1000% überlegen ist. Aber ein bißchen trial and error mit Photoshop war's trotzdem schonmal.;-)

Irgendwo im Netz, als ich "Wie bastle ich einen verf**** Klappentext" oder sowas ähnliches gegoogled habe, fand ich dann die Idee erstmal nach DEM Zitat aus dem Text zu suchen. Zitate irgendwo drüberzubasteln finde ich immer gut, habe ich in sämtlichen Uni-Arbeiten immer drauf zurückgegriffen, aber bevor man sowas finden kann, muss man sich ja erstmal fragen, was ist denn DER Satz/Absatz, der den ganzen Plot repräsentiert?
Auch nicht einfacher, aber immerhin hat es die Idee geliefert, vielleicht erst einmal ein paar Textstellen gegenüber zu stellen, die den Konflikt deutlich machen - das Ding heißt ja nun bisher Krieg den Schatten, also muss der Konflikt wohl irgendwo erwähnt werden!;-)

"Am Anfang waren der Himmel und die Sterne und sie waren unendlich und uralt. Doch eines Tages wurde die Götting Gaya geboren und sie beschloss, dass es eine Welt geben müsse, in dem Feuer und Wasser, Wind und Erde existieren müssten, denn alles was der Himmel und die Sterne ihr bieten konnten, waren Licht und Dunkelheit."
"Manche glauben vielleicht, dass es ein unbedeutender Zufall war, der die Lichtmaschine in unsere Hände spielte. Aber wir folgen dem Schicksal! Morgen erobern wir nur eine Stadt, aber übermorgen die Zukunft!" 
"Die Sterne formten eine Sonne und gaben ihr die Aufgabe die eine Seite des neuen Planeten zu erleuchten und zu erwärmen. Der Himmel dagegen formte den Mond und bestimmte, dass er den anderen Teil erleuchten sollte. So entstand das Schattenreich, ein Land der ewigen Dunkelheit."
"Eine Apparatur, die das Licht in die Herzen der Dämonen trug. Wer hätte sich ausmalen können, dass ein solches Experiment gelingen könnte?" 
"Den Großteil der Oberfläche bedeckte sie mit klarem Wasser, dann streute sie den Wind über Ebenen und Berge und legte das Wesen des Feuers in den Kern der Felsen." 
"Eine dunkle Bedrohung rollt auf unser Land zu und die Götter schweigen! Diesmal wird sich die Göttin nicht für uns erheben, denn wir haben ihren Namen vergessen und ihre Gesänge vernachlässigt. Die Dunkelheit kommt, also bereitet eure Seelen auf das Ende vor." 
"Sie entschied, sich selbst in ihrer Schöpfung aufzulösen, und wurde zu den Geistern der Elemente und des Ewigen Daseins, den die Steinweisen aufnahmen." 
"Und nun schwiegen die Weisen und die Welt stürzte ins Chaos." 
"Wenn die Götter uns gewogen sind, werden wir die Dämonen mit Licht und Schwert in die Dunkelheit zurücktreiben aus der sie gekommen sind." 

Fand ich schonmal interessant, aber ist natürlich viiiiiieeeel zu lang und außerdem auch kein "Klappentext" in dem Sinne. Auf dem Weg diese Zitate zusammenzusammeln ist mir aber noch ein kleiner Absatz eingefallen, mehr eine Zusammenfassung der Ausgangssituation, aber das macht ja nichts:

Elysion ist ein Kontinent im Gleichgewicht von Licht und Schatten. Im Lichtreich wachen die Steinweisen über den Frieden und die Priesterschaft verehrt die Geister der Elemente. Im Schattenreich herrschen die Jormundr über die mächtigen Familien der dunklen Völker. Seit Jahrtausenden hielten sich diese Kräfte gegenseitig in Balance. Jetzt muss sich diese Welt verändern. Eine ungewöhnliche Apparatur, ein wilder Drache, die Drohung eines undenkbaren Krieges und eine unvorhergesehene Liebesgeschichte werden sie dazu zwingen. 

Damit bin ich schon zu beinahme 55% zufrieden - was nicht heißt, das mir evt. auch nichts Besseres mehr einfällt, bis das Baby publiziert wird;-) - und zusammen mit dem obersten Zitat macht es sich auch ganz gut auf dem Backcover (Schriftsatz und Konsorten müssen noch feinjustiert werden, aber so allein von der Länge, Aufteilung etc., kann man damit arbeiten:-).


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