25.11.2014

Nachtrag: 28 Tage/Wochen Zombies

Mein Hirn ist ein Arschloch manchmal, oder zumindest ein verdammter Besserwisser!
Nachdem ich also meine tapferen Testleser mit der Aussage in die Winterpause geschickt hatte, dass ich erstmal ein bißchen Vorlauf brauche, bevor die ersten 50% Elysion fertig werden können, hatte ich mich wirklich auf ein wenig Entspannung gefreut, denn die lezten paar Arbeitsstunden an Kapiteln 7 und 8 waren echt zäh und anstrengend (ich hoffe nur man merkt es dem Ergebnis nicht an). Aber ich werde sabotiert und statt wunderschönem Nichtstun bombaridert mich mein dummes Hirn mit 500 Ideen, die zu "Papier" zu bringen ich gar nicht die Zeit habe.
Aber wehe, ich will mal sinnvoll was tun, dann fällt mir gar nichts ein...vielleicht soll es eine Lektion sein!;-)

Um also das Monster ein bißchen ruhig zu stellen bis zum nächsten Wochenende, können wir noch kurz über Zombies zu Halloween sprechen, auch wenn das schon ein wenig länger her ist.

Wir hatten quasi durch einen Zufallskauf meinerseits zu Hallowenn gleich das doppelte Vergnügen - zuerst 28 Tage Zombies in großer Runde und am nächsten Tag haben der Ehemann und ich die 28 Wochen der Vollständigkeit halber noch nachgeschoben.

Nun sind beide Filme beileibe nicht neu, ich werde mich also mal ausnahmsweise weniger mit Plot und Spoilern aufhalten, sondern was zur Philosophie der Filme sagen. Wer sich an der Stelle über den Zusammenhang von Philosophie und Zombies wundert, hat offensichtlich nur den Film zu WWZ gesehen. ;-)
Tatsächlich finde ich das Thema Philosophie im Angesicht von Untoten total spannend, weswegen ich mir letztlich auch den entsprechenden Band der Popculture Library dazu gekauft habe. Aus reinen "Recherchezwecken" für Elysion werde ich vermutlich vor Weihnachten eher noch The Magicians lesen, aber danach steht das Buch fest auf der To Read Liste!

In den 28 Tagen und Wochen begegnet man so den üblichen Motiven - Film 1 agiert nach dem Motto: "Stell dir vor du wachst auf und alle sind tot." und Film 2 reiht sich ein wenig in WWZ (Buch!) ein, aber hat eine etwas andere Prämisse. Dabei fand ich besonders 2 Aspekte interessant:
1. Fressen um zu überleben?
Inheränt in beiden Teilen ist die Tatsache, dass die Zombies ihre Opfer offensichtlich nicht auffressen und irgendwann verhungern - was man ja normalerweise nicht vorraussetzen würde. Statt dessen sind sie mit einem "Wut" Virus befallen, dass scheinbar unkontrollierbaren Hass auslöst, aus dem dann alle (Selbst-) Zerstörung resultiert. Das Survial of the Fittest, das man bei Vampiren ja manchmal so findet, ist hier also komplett ausgeschaltet - was die Frage aufwirft, ob der Virus böse macht, oder ob er nur den kleinen Switch ausschaltet, der uns alle vom Amok laufen abhält...?;-)

2. The Evil within?
Diese Frage spielt dann direkt dem Leitbild der Filme in die Hände - die wirklich "Bösen" sind eigentlich die Nichtinfizierten. Im ersten Film die out of controll Soldaten und dann irgendwie auch der out of controll Hauptheld und im zweiten Film der feige Typ, der seine Familie erst im Stich lässt, dann anlügt und schließlich umbringen will (gut da ist er infiziert, aber trotzdem!). Während also die Wut-Infizierten offensichtlich nur noch triebgesteuert sind, sind die eigentlich "vernunftbegabten" Menschen viel schlimmer. Brave New World!

Ich ziehe beim zweiten Film allerdings einen dicken Logik-Punkt ab, weil es keiner der wenigen übrigbleibenden Erwachsenen für nötig hält den Kindern von ihrer Immunität gegen das Virus zu erzählen - oder sie darüber aufzuklären, dass sie trotzdem Zwischenwirte sein können, was das Ende des Films überhaupt erst möglich macht. Das macht keinen Sinn und gibt Abzüge in der B Note!;-)

Trotzdem würde ich sagen bleiben 4,5 und 3,5 Gehirne für nette Action mit angenehm pessimistischer Weltsicht übrig. Kann man machen!

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