2014-08-18

How To: Altes T-Shirt, Neues Top (Restverwertung Teil 3)

Ich gebe zu, dieser Post wird ausnahmsweise mal nur für Diejenigen interessant sein, die einen Partner (Bruder, Kumpel oder Mitbewohner geht vermutlich auch, wenn man nicht fies aufeinander ist) haben, der in regelmäßigen Abständen alte T-Shirts produziert und auch noch ein Stück größer ist...für alle anderen gibt's dann beim nächsten Mal wieder was zum Nachmachen, sorry!;-)

Nachdem wir also diesen Preclaimer mal vorweggeschickt haben: Worum geht es?
Es geht darum alte T-Shirts, die meistens aus einem sehr pflegeleichten und angenehm zu tragenden Stoff gemacht sind, nicht gleich wegzuschmeißen, weil sie an Kragen, Ärmeln oder Achseln unansehlich und/oder kaputt und ausgefranst sind.

Mit ein bißchen Reststoff kann man aus so einem alten T-Shirt nämlich ohne viel Aufwand (schätze mal 2-4Stunden je nach Variante) ein völlig funktionsfähiges Top machen.:-)

Schritt 1: Zuschnitt
Erstmal entfernen wir von unserem T-Shirt alles von den Achseln aufwärts - also die Abnutzungsanfälligen Teile;-) - und messen mal den Umfang der so entstandenen  Stoffröhre. Dann suchen wir uns einen passenden Stoffrest - hier z.B. der Rest von einer Gardine - und schneiden eine entsprechend lange Bahn davon zu. Die Breite der Stoffbahn richtet sich dabei vor allem danach, wie lang unser Top am Ende sein soll: (Stoffbreite : 2) + Länge des T-Shirt Rests = Länge des Tops

Schritt 2: Bügeln und Pinnen
Ich fand es hilfreich die Stoffbahn an den unteren Kanten nicht zu säumen, sondern einfach einen Saum zu bügeln. Das reduziert die Anzahl von Nähten, denn danach können wir die Oberkante unseres T-Shirts dazwischen einklemmen und mit nur einer Naht alle drei Stoffkanten zusammenpinnen. T-Shirt Stoff ist ziemlich ausfransfrei, also macht es auch nichts, dass wir den vorher nicht gesäumt haben.

Schritt3: Zügeln
Eigentlich brauchen wir jetzt für ein halterloses Top nur noch einen Gummizug einziehen und dann unsere Stoffbahn zusammennähen. Ende Variante 1!
Ich mag keine halterlosen Tops, also habe ich noch ein wenig mehr Reststoff verbraucht und ein Zugband daraus genäht - auch hier hätte man auch ein Band fertig kaufen können - das zusätzlich zum Gummizug (sich ist sicher;-) durch den Stoffbahntunnel gezogen wird.

Vorsicht danach beim Zunähen der Stoffbahn, nicht das Zugband mit festnähen, lieber ein wenig großzügiger Platz lassen, sonst zieht das nirgendwo mehr hin!;-)
Damit haben wir ein Neckholder-Top fabriziert. Ende Variante 2!



Schritt 4: Variante 3
Warum jetzt noch weiter machen? Eigentlich gibt es dafür keinen guten Grund, außer man mag wie ich keine Neckholder-Tops. ;-)
Ich finde an einem nicht unbedingt langen Hals sehen die sehr unvorteilhaft aus und machen mir außerdem Nackenschmerzen...
Also nehmen wir noch einen kleineren Stoffrest - ja, hier wird alles restlos aufgebraucht!;-) - und nähen daraus eine Schlaufe. Diese bringe man dann ähnlich einem Ettikett am momentan noch Rückenteil unseres Neckholder-Tops an und schon kann man das ganze Ding auch umdrehen, beide Enden vom Zugband durchfädeln und vorne knoten. Ende Variante 3!

Mit einem Sacko, oder einem Bolerojäckchen sogar Bürotauglich, aber bestimmt was für den nächsten Sommer und Materialkosten = 0. Was will man mehr? :-)

Kommentare:

tine hat gesagt…

Hm, also die beiden Tops die ich mir aus T-Shirts gemacht habe, sehen nicht halb so edel aus. Irgendwas mach ich falsch :)))

Ela Sonntag hat gesagt…

Es hilft vermutlich, wenn man etliche Stoffreste rumliegen hat, das ergibt sich so mit den Jahren...;-)

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