21.04.2014

Cpt. America - The Winter Soldier (vorsicht Spoiler)

Ich muss gestehen, ich finde nicht viel an Superhelden, wie Cpt. America oder Superman, sie sind mir zu...Charackterlos. Irgendwie eine Funktion ohne viel dahinter.
Im Rollenspiel finde ich diese Schwarz-Weiß Malerei manchmal ganz entspannend - wir sind die Helden, da sind die Bösen, hingehen, platt machen, fertig. Aber das hat den Bonus von Produzieren vs. Konsumieren und macht Spaß - aber als Film ist es mir doch ein wenig dünn...und wenn ich das schon sage, heißt das ja was!;-)

Den ersten Cpt. America Film fand ich daher auch ungewöhnlich schwach für die Avenger Serie, die eigentlich die Entwicklung ihrer Characktere und Handlungsstränge ganz nett umsetzt - immer im Umfeld eines Popcorn-Actionsfilms, aber immerhin.;-) Vielleicht war die Vorgeschichte zu Cpt. America da ein wenig undankbar, weil man 60 Jahre zurück gehen und sich wieder mal mit Nazis rumschlagen musste, aber man hatte sich ja mit Stark Sen. schon eine nette Zusatzfigur ausgedacht, da hätte man sich ruhig auch noch ein paar vernünftige Dialoge gönnen können...


Anyway, die Vorerfahrung bedingte es jedenfalls, dass ich mich zum Kinobesuch für den 2. Teil nur schwer entschließen konnte, aber Menschen, deren Filmgeschmack meinem normalerweise entspricht, hatten mir gesagt der zweite Teil sei besser als der erste, also hab' ich mich dann mal einladen lassen.;-)
Und wie war's nun?
Ich muss gestehen die letzten 30Minuten des Films habe ich nicht mehr wirklich aufmerksam verfolgt, weil neben mit unter der Stoffbespannung des Kinosaals irgendein Viech meinte die Wände rauf und runterkrabbeln zu müssen, das fand ich etwas ablenkend...aber zu diesem Zeitpunkt waren wir glaube ich auch schon bei den "Viele Dinge explodieren auf einmal" Showdowns angekommen, da verpasst man gewöhnlich an treibender Handlung nicht mehr so sonderlich viel.;-)
Prinzipiell kann man aber festhalten - ja, der zweite Film ist besser als der erste.

Robert Pferdeflüsterer Redford gibt tatsächlich einen besseren Bösewicht ab, als Plastik-Elrond im ersten Film (und das an sich sagt viel über den ersten Film aus;-) und das Prinzip "nehmen wir dem Helden fast alles weg, was er kann und ist und dann lassen wir ihn mal sehen wie er zurecht kommt" hat schon im dritten Iron Man gut funktioniert. Der prinzipielle Charackterkonflikt (Wer sind die Bösen, bei den Nazis war das einfacher) und die versuchte Gesellschaftskritik ("Sicherheit" vs. Freiheit) waren mir immer noch ein wenig zu sehr Holzhammer, aber wenn man schon einen Hollywood Film macht, in dem Amerikaner die Bösen sind, dann kann das scheinbar nicht subtil ablaufen. Und eigentlich sind es ja auch wieder nur die bösen Terroristen, die aber irgendwie auch Amerikaner sind, also irgendwie auch egal...
Und dann gibt es noch ein wenig Amnesie-Freundschaft und Weltkriegsnostalgie, warum auch nicht - Gemetzel war viel schöner, als die Bösen noch wirklich böse waren.

Einen Pluspunkt bekommt der Film für Black Widow - in Actionfilmen kommen selten irgendwelche interessanten, nützlichen Frauen vor, da muss man für jede Minute Screentime dankbar sein - die ein paar der weniger holzhammerigen Momente bekommt. Und der neue Sidekick ist zwar auch so ein "die besten der besten der besten, Sir" Army-Typ, aber steuert dabei wenigstens ein bißchen Galgenhumor bei.

Unterm Strich vergebe ich mal 3,5 von 5 Panzerfäusten und setze meine Hoffnungen für die nächsten 5 von 5 auf den nächsten Avengers Film.;-)

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