24.04.2014

Aquarellmalen der 1. Versuch

Eigentlich denke ich ja man muss nicht alle seine mehr oder minder gewagten Selbstversuche ins Netz pusten, aber da sonst noch der Eindruck entstehen könnte, dass ich außer Fernsehen gerade nichts auf die Reihe bekomme, teile ich doch einfach mal mein neustes "Farben-Matsch-Experiment" mit der Welt.;-)

Irgendwann im letzten Jahr hatte ich angefangen meine Mal-Utensilien zu durchwühlen, irgendwie sammelt sich ja immer so viel Kram an, den mal "im Winter" mal benutzen könnte.;-)
Ein paar meiner Leinwände konnte ich ja schon verweden, aber die Stapel Aquarellpapier liegen leider immer noch herum und verstauben. Aus diesem Grund habe ich mir zu meinem Frühjahrsurlaub ein paar neue Bleistifte und eine kleine Palette Aquarellfarben gegönnt.


Schritt 1: Warum eigentlich Dom?
Tja, auf die Frage weiß ich so richtig auch keine Antwort, irgendwie kam mir bei einer Stadtführung mit meinen Kollegen die Idee mal ein Urlaubsfoto zu verkünstlern...und was Urlaubsfotos angeht sind bei mir Kirchen und Kirchenfenster ganz weit vorne, wie man weiß.;-)
Ohne jetzt über die Implikationen von Kirchenaustritt und architektonischer Begeisterung abzuschweifen, ließ sich aber erschreckenderweise kein Foto in meiner Sammlung finden, bei dem es irgendwie Klick gemacht hätte...
Also dachte ich, ich versuche es mal mit Lokalbezug und Wikipedia hatte das linksseitige nette Bildchen dazu. Die Menschen und Eiscremebuden have ich allerdings weggelassen, das Motiv war für Anfänger eh schon gewagt genug...;-)

Schritt 2: Viele, viele, schwarze Bleistifte...
Ich liebe Bleistiftzeichnen - ich kann es nicht, aber ich finde es toll!;-)
Und als stolzer Besitzer von einem neuen Bleistiftset durch alle Stärken, konnte ich mich da auch mal austoben - man verzichte bitte an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass mir jegliche Perspektivische Genauigkeit abgeht, das weiß ich schon...*sfz* ;-)

Schritt 3: Ähmm...schwarz?
Man hätte es aus dem Amazon Kommentaren herauslesen können, aber da habe ich nicht genau genug hingeschaut: Die Cotman Aquarellfarben haben eine schöne Auswahl an Basisfarben zum mischen und sich daran erfreuen, inklusive weiß...aber kein Schwarz...
Was ich erst für Schwarz hielt, stellte sich als Dunkelblau und - besonders witzig - Hellgrün heraus. Also stand die weitere Arbeit an diesem Bild unter dem inoffiziellen Motto "50 Ways to Shade Grey" - denn natürlich kann man grau, sogar auch dunkelgrau mischen, wenn man alle Grundfarben zusammen hat...aaaber das wird doch etwas uneinheitlich, wie man sieht, vor allem, wenn man über einen längeren Zeitraum arbeitet (die megafeine-Pinsel-strichel-Technik macht zwar nette "Mauerwerk" Effekte, aber auch einen steifen Nacken...;-).

Schritt 4: Weiß + Wasser = Fenster
Eigentlich war mein Plan bei den Kirchenfenstern mal in die Vollen zu greifen, was die knalligeren Farben des Kastens angeht - immerhin ist das hier alles noch ein "Wir testen das Equipment" Bild und keine große Plankunst. Aber irgendwie gefiel mir das Ergebnis nicht...ich fand das sah so nach "Grundschulbildern aus meiner Stadt" aus und auch als unbegabter Mensch darf man schon ein paar Ansprüche haben.;-)
Also den guten Cutter rausgeholt, die Flächen ausgeschnitten und nochmal von vorne - etwas gewagt vielleicht, aber sämtliche "In ein fertiges Bild schneiden"-Ängste habe ich mir bei den Patchwork-Bildern abgewöhnt. Negative Verbesserung hilft!;-)
Die "Löcher" im Bild habe ich dann mit feinen Bleistiftstrichen auf ein leeres Blatt übertragen - man hätte auch ein ganzes Blat bemalen können, wäre bestimmt auch spannend gewesen, aber ich wollte mit den neuen Farben nicht gleich wieder nachkaufen müssen...
Für die neuen Fenster habe ich ein anderes Aquarellpapier genommen, dass ein wenig stärker gemustert war - kommt auf den Fotos nicht so raus, aber hat wegen der größeren Dichte sehr geholfen, mit viiiiiieeeel Wasser zu arbeiten.
Dann noch ein paar "Scheiben" mit der weißen Farbe angedeutet, trocknen lassen, aufeinander kleben, ein paar Tage pressen (ein Glück, dass wir so viele dicke Bücher haben;-) und dann den weißen Rand abschneiden - schon fertig.

Große Kunst ist es immer noch nicht und das mit den Proportionen üben wir nochmal, aber als Test für die Farb-Palette auf jeden Fall brauchbar. Und der unfreiwillige 3d Effekt gefällt mir eigentlich sogar fast am Besten - unverhofft kommt oft!
Nächstes Mal kann man dann ja mal wieder "Was mit Blumen" machen, oder so...;-)


 

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