08.03.2013

1000 Years of annoying the French

Manchmal kommt eben alles zusammen - da habe ich gerade erst wieder die sinnkrisenartige Suche nach dem "Was lese ich denn jetzt" beantwortet, geht uns nach Monaten einfach auch noch das "Vorlese-Buch" aus und verlangt nach Ersatz...Tragödien über Tragödien...oder so ähnlich...;-)

Wenn man sich allerdings noch erinnern kann wie unfassbar lange es her ist, dass wir den letzten...ich nenne es mal History-Comedy-Schinken ausgelesen haben, muss man immerhin sagen, es hat sich wacker geschlagen!

Als nächstes könnten wir jetzt mal wieder was vorlesen, dass nichts mit dummen Königen oder unfähigen Ministern zu tun hat, nur so zur Abwechslung, aber bis dahin erzähle ich noch kurz was zu 1000 years of annoying the French von Stephen Clarke.


Schon während meines Studiums äußerte mein "Französisch für Historiker" Professor den äußerst zitierwürigen Satz: "Es verwirrt mich, dass die Deutschen glauben Frankreich wäre ein Erbfeind. Wenn Frankreich einen Erbfeind hat, dann ist es England."
Ich glaube ihm das mal unbesehen, auch wenn ich es durchaus für möglich halte, dass man sich auch einfach mir all seinen Nachbarn nicht gut verstehen kann...;-)

Was dieses Buch also tut:
Auf recht amüsante Weise aufzeigen, dass die Beziehungen zwischen England und Frankreich nicht an den Freedom Fries gescheitert sind, nicht an der Nazi-Okkupation und auch nicht am 100jährigen Krieg...eigentlich ging alles bergab schon seit William und Harold in 1066!
Kann man darüber lachen? Ja, schon, es sei denn man gehört zu den humoramputierten Menschen, die "über Konflikte keine Witze machen" wollen. Dass die Konflikte auch von nicht-humoristischen Sichtweisen nicht besser werden, ist allerdings eine empirische Tatsache, also lassen wir das mal außen vor.
Obowhl ich gerne zugebe, dass man gerade in der "Neuzeit" Abteilung ab und zu auch mal aus Verzweiflung lachen kann...zumindest wenn man immer noch denkt die Zivilisation hätte sich moralisch und psychologisch seit der Steinzeit irgendwohin entwickelt...;-)

Was dieses Buch nicht tut:
Harte, objektive Fakten liefern, die man 1zu1 für sein nächstes Geschichts-Referat übernehmen sollte. Wer das erwartet, hat auch wieder den Kosten-Nutzen von Ironie und Humor nicht verstanden und sollte vielleicht lieber weiter Wikipedia zitieren. Was man von den grundlegenden Fakten dann in seinen Annekdoten-Pool übernimmt oder auch nicht, sei auch mal dahingestellt, aber manchmal darf man bestimmt auch Bücher lesen ohne Bildungsauftrag!;-)

Ich habe mich jedenfalls ganz gut unterhalten gefühlt und vergebe daher mal 4 von 5 Union Jacks für lustige Lektüre für Zwischendurch.

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