02.11.2011

Stardust

Ja, ich weiss, drei Filme in einer Woche sowas kommt vor....;)
Zumindest wenn die Abende wieder dunkler werden und Schwiegermutter gerade eine große Tüte DVDs spendiert hat.
Gestern gab' es aus der Film Wundertüte ein "modernes Märchen" - Stardust, dt. Titel "Der Sternwanderer", was es nicht ganz trifft, aber man hat auch schon schlimmere Übersetzungen gesehen.

Wie bei Büchern ist es ja oft so, dass man sich unnötigerweise auf den Klappentext verlässt - das sollte man hier besser nicht tun, denn in den knappen Worten der Klappentexter, klingt der Film furchtbar kitschig - ich möchte erwähnen, dass mein Mann die DVDs in der Tüte ausgesucht hat...;)
In einem abgelegenen Winkel Englands liegt das Dörfchen Wall. Seinen Namen verdankt es einer mächtigen grauen Steinmauer, die ein außergewöhnliches Geheimnis birgt - den Durchgang zu einer anderen Welt. Eines Tages zu Beginn des viktorianischen Zeitalters wagt sich der junge Dunstan verbotenerweise durch die einzige Lücke in der Mauer und taucht auf der anderen Seite in die magische Welt des Königreichs Stormhold ein. Aus einer Liebesnacht mit einer Prinzessin entspringt sein Sohn Tristan, der ebenso wie sein Vater im Alter von 18 Jahren die abenteuerliche Reise in die Welt hinter der Mauer wagt. Eigentlich will er seiner Angebeteten eine Sternschnuppe zum Geschenk machen. Doch der gefallene Stern entpuppt sich als wunderschönes Mädchen namens Yvaine, das überhaupt nichts davon hält, in Ketten gelegt und verschenkt zu werden. Zu allem Überfluss haben es auch die Oberhexe Lamia, die mit Yvaines Herz ihre Schönheit zurückzugewinnen will, sowie die Söhne des verstorbenen Königs, die miteinander im Kampf um die Thronfolge liegen, auf die Macht des Stern abgesehen. Unversehens findet sich Tristan als Yvaines Beschützer wieder und kann sich der Schönheit des Sternenmädchens schließlich nicht mehr entziehen.

Na...ja...möchte man denken, bis einen dann das Aufgebot an Schauspielern (Michelle Pfeiffer, Robert de Niro, Rupert Everett, Ian McKellen, Claire Danes, Ricky Gervais) und der Hinweis auf das Screenplay von Neil Gaiman doch überzeugt den Film zu sehen - zum Glück!

Denn ja, es ist ein wenig kitschig und ja, es ist Fantasy und ja, es kommen Hexen und fliegende Schiffe drin vor, aber als bildgewaltiger Märchenfilm funktioniert das alles einfach hervorragend!
Robert de Niro und Michelle Pfeiffer habe ich selten in lustigeren Rollen gesehen, der junge Held ist einfach total putzig und die Liebesgeschichte bis zum unvermeidlichen Happy End eigentlich sehr unaufdringlich - dazu kommen dann noch Ian McKellen als Erzähler und viele unheimlich witzige Nebencharaktere und schon hat man einen Abend lang sehr viel Spaß - ist auch was für Mädelsabende!;)
Den einzigen Abzug von mir gibt es für den etwas gemächlichen Anfang - es dauert ein bißchen bis die Story wirklich in Fahrt kommt, aber spätestens nach dem ersten Auftritt von Captain Shakespeare (Mr. de Niro), schaltet man nicht mehr aus!;)

Von mir gibt's dafür mal solide 4,5 von 5 Schneeglöckchen!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Sehr schöner Film! Den hab ich vor Jahren gesehen... finde ich großartig ;)

Pat

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