03.01.2010

Parallelwelten

An imagination is a terrible thing to bring along...

Ich war ja schon immer der Meinung, dass man bei Pratchett viele tiefere Weisheiten finden kann, aber ich habe die obere aus einem aktuellen Grund ausgewählt - ein Erlebniss der dritten Art quasi, dass uns gestern befiel, als wir den ganz und gar unschuldigen Vorsatz verfolgten von Aachen nach Langerwehe und zurück mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.
Ein völlig harmloser Vorgang, aaaber wie man ja weiss, wenn man auch nur ein bißchen Gespür für Storylines und Erzählstruktur hat: Es fängt immer harmlos an!;)

Für uns fing es also damit an, dass schon auf der Hinfahrt diverses Hin-und-Her telefonieren nötig wurde, nur um festzustellen, dass manchmal eine Telefonleitung auch einfach deswegen nicht erreichbar ist, weil der Mensch, den man anrufen will gerade telefoniert...kann man ja nicht von ausgehen, über Netzfehlfunktionen oder Telefonausfälle nachzudenken ist doch viel naheliegender!;) Und dann geht es los:
Ich: Vielleicht ist ja auch Langerwehe in eine seltsame Paralleldimension verschoben worden, in der Telefone nicht funbktionieren.
Sie: Uhhh das wäre ja toll...oh...und gleich ist das diese Stimme im Kopf, die sagt 'Noch lachst du...'...
Eine lebhafte Fantasie ist wirklich manchmal abträglich!;)

Unser Abholdienst hat sich dann aber gefunden, wir hatten einen schönen Abend, viiiiel gutes Essen, einen lustigen Film und irgendwann so vor Mitternacht fuhr dann auch ein Zug zurück nach Aachen, den wir genau rechtzeitig erreichten.
Da standen wir also auf dem Gleis Richtung Aachen, der Zug, den wir vorher im Netz rausgesucht hatten, fuhr pünktlichst ein, Einsteigen, Losfahren, alles super...oder nicht?
Nach ca. 2 Minuten wechselt der Zug plötzlich in eine andere Spur und über unserem Kopf blinkt "nächster Halt: Düren". Zuerst denkt man sich ja noch, vielleicht funktioniert einfach die Anzeige nicht richtig. Wenn dann allerdings nach 5 Minuten die Durchsage kommt: "Nächste Haltestelle Düren, unser Zgu endet dort, bitte aussteigen!" muss man sich von dieser Hoffnung leider verabschieden.
Da standen wir also in Düren - mit nur noch einer letzen Verbindung nach Aachen in über einer Stunde, bei Minusgraden und wussten nicht so genau, wie wir da jetzt gelandet waren...
Blieb uns nichts anderes übrig als einen Hilferuf abzusetzen und darauf zu warten von O., unserem strahlenden Ritter im roten Kleinwagen, gerettet zu werden. Ein Telefonat mit meinem Göttergatten zwischendurch ergab nur: Um 23.45Uhr hätte der Zug nach Aachen fahren sollen, eine Verbindung, die um diese Zeit von Langerwehe nach Düren fährt, wird von der Bahn nicht angeboten...

Wir sind also mit einem Zug gefahren, den es nicht gibt - zumindest nicht in unserer Dimension.;) Und wenn man dann im Auto sitzt und feststellt, dass alle Insassen viel zu viel Silent Hill und oder Kult gespielt haben in ihrem Leben, führt das dann auch zu interessanten Unterhaltungen...
Er: Ich hab keine Ahnung wie das passiert ist - der Lokführer hat vielleicht einfach gepennt!
Sie: Oder wir sind in einer Zeitschleife, wenn wir gleich auf die Autobahn fahren und nach 5 Minuten wieder in Düren stehen, sollten wir uns langsam Sorgen machen!
Ich: Also ich sage euch eins, wenn hier gleich irgendwo ein Fliegeralarm losgeht oder grün-angeleuchtete Hochhäuser auftauchen, werde ich anfangen zu schreien! Wirklich!

Eine lebhafte Fantasie ist wirklich manchmal eine Bürde!;D

Kommentare:

Lue Cha hat gesagt…

Und dann kam da auch noch dieser Tannenbaum, der GRÜN angestrahlt wurde!
Sehr gespentisch! :)

Anonym hat gesagt…

Das hast Du herrlich beschrieben, Ela! *breit grins* Jaja, noch lache ich ...

Liebe Grüße

Thalassa

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