09.11.2009

Ich und die weiße Wand


Ich hoffe mal, O. ist mir nicht böse, dass mein Post Titel ganz frech von seinem Blog geklaut ist!;)

Aber da ich ja nur ein interessierter Laie im ganzen Feld Zen und Meditation bin, würde es sich für mich glaube ich auch nicht lohnen einen ganzen Blog-Tag dafür einzurichten...
Trotzdem ist mir gestern mal wieder aufgefallen was für eine Stütze in allen Lebenslagen "Einfach mal die Fresse halten" sein kann. Wer das noch nicht ausprobiert hat, sollte das unbedingt mal machen - oder O.'s Blog lesen!:)

Ich habe ja nun von der Hintergrund-Mythologie von Zen wenig bis gar keine Ahnung und verfolge auch kein besonderes Trainingsziel - mit so ca. einer Trainingseinheit pro Quartal auch schiwerig.;) Aber manchmal kann es einfach unheimlich entspannend sein, nicht nur die Außenwelt abzuschalten, sondern auch mal innerlich "runterzufahren". Zum Glück kann man ja auch ganz hervorragend "halbgar" meditieren, ohne dabei Ahnung von Buddhismus zu haben - oder so wie ich nur sehr unzuordbare mit ganz viel anderem Esokram vermischte Vorstellungen von sowas wie seelischer Ruhe und Energiearbeit!;)
Am besten fängt man mal klein an - zumindest wenn man den Ehrgeiz hat so eine Lotus- oder knieende Stellung auszuprobieren tut's auch ein wenig weh irgendwann...zumindest bis die entsprechenden Körperteile eingeschlafen sind. Die ersten Effekte lassen aber auch, zumindest bei mir, gar nicht lange auf sich warten. Ich bemerke z.B. immer wie schnell ich entspannt, aber grade sitze - für mich als Rückenkrüppel schon mal erstaunlich!
Das klappt übrigens sowohl mit als auch ohne Musik, habe ich festgestellt - gemeinhin sagt man ja absolute Stille und so, aber wenn dein Göttergatte im Nebenzimmer fiese PS2 Spiele spielt, oder ein Stakkato auf der Computertastatur hinlegt, find ich ein bißchen ausgesuchte Entspannungsmusik die bessere Alternative!;)
Bevor jetzt Jemand fragt, nein, mir ist es auch noch nie gelungen an "Nichts" zu denken - ich glaube das ist eher eine Aufgabe für die wirklich Erleuchtung Suchenden!;) Trotzdem kann man das "Loslassen" hervorragend üben und die ersten Erfolgserlebnisse stellen sich dabei eigentlich schon recht früh ein: Nicht "Nichts" denken, sondern einfach mal nicht grübeln...einen Gedanken haben, betrachten und dann weiterziehen lassen.
Manchmal ist es schon auch faszinieren, wie sich da plötzlich neue Sichtweisen eröffnen, ich fühl mich nach 20-30min "Sitzen" - man kann ja auch gehen, liegen, stehen;) - immer so, als hätte ich mein Hirn aufgeräumt, die ganzen rumfliegenden Akten abgeheftet, meine To-Do Liste aktualisiert und nebenbei noch 3 Konflikte geschlichtet...oder so!;) Komisch nur, dass ich trotzdem auch immer wieder in die altbekannte Ausrede verfalle "keine Zeit, keine Lust, zuviel Stress". Denn eigentlich ist das ja eine Milchmädchen Rechnung - mit noch weniger Entspannung ist man ja irgendwann nur noch gestresster! Ein Teufelskreis...;)

Ich glaube zur Feier dieser wiedergewonnenen Erkenntnis werd ich gleich noch ein Date mit meinm Buddah ausmachen, mein Sitzkissen is grad wieder so schön in From gesessen!;D

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