02.08.2009

Rise of the Silver Surfer und Transformers I

Ok ihr merkt es schon...in den lezten 2 Wochen stand wegen Stresslevel und Schmerzmittelbetäubung eher leichte Kost auf dem DVD Plan...trotz Akademiker-Abschluss muss man ja nicht so tun als würde man nie tumbe Actionfilme kuken!;D

Trotzdem fasse ich die Rezis mal zusammen, denn eigentlich sind sich die Filmchen in vielerlei Hinsicht erschreckend ähnlich: Alien-Roboter-Dingsis, eine heiße Quotenfrau für die "under 16s" und jede Menge technische Gadgets und Explosionen in Zeitlupe für den Rest der Männlichkeit...naja gut so leicht wollen wir es uns dann doch nicht machen;):

Rise of the Silver Surfer

Das es hier um mehr geht als "Hollywood's next likely comic adaption" wird nirgendwo behauptet und das ist auch gut so, denn sonst würde dem Film jegliche Glaubwürdigkeit abhanden kommen. Nach dem ersten Teil "Powers you never knew you had and what to do with them now you've wised up" konnte es im zweiten Film ja eigentlich nur darum gehen, wie es einem als Superhelden ergeht, wenn man sich nicht die Mühe macht sich eine vernünftige Geheimidentiät zuzulegen und was die Bewunderung von Millionen mit kleinen männlichen Ego's so anstellen kann.
Das klingt jetzt natürlich härter als es gemeint ist, der Film hat schon seine lustigen und auch gut gemachten Momente, schade ist nur, dass die Geschichte, die im Titel angedeutet wird - also das mit dem Silver Surfer ihr erinnert euch? - in dem ganzen Große Kraft gleich große Verantwortung, Einer für Alle, Personal is NOT the same as important, There is no ME in Team blabla leider ein bißchen zu kurz kommt. Da wird die Hintergrundstory des Alien-Apokalypseboten mal in 2 kryptischen Andeutungen und 3 Flashbacks abgehandelt und der große Sinneswandel, der die Erde rettet, findet leider in 20 Sekunden unbewegter Animationsmiene mit "wiederholtem Aphorismus" Echo statt...

Mal ehrlich warum kommt eigentlich kein Hollywood Film mehr ohne dieses abgelutschte Stilmittel aus? Gut, als geneigter Kenner von dramaturgischen Strukturen und Abläufen kann man sich noch damit amüsieren "Aphorismus suchen" zu spielen, dafür muss man nur nach einem möglichst griffigen Slogan im ersten Teil des Filmes ausschau halten, der möglichst beiläufig erwähnt wird...schon kann man eigentlich sein Raumschiff drauf verwetten das eben jener Spruch im entscheidenen Moment wieder auftaucht - sei es als schicksalsschwere Mahnung eines Protagonisten, oder als unheilschwangeres Echo in den letzten Presswehen. Damit wird der Held wieder motiviert und der Tag ist gerettet...und das meist sogar noch ohne den Zuschauer mit tatsächlichem Tiefgang zu langweilen!
"Es gibt immer einen anderen Weg!" aus Silver Surfer wird so zu "Kein Sieg ohne Opfer!" in...

Transformers I

Die erste Frage, die sich mir bei diesem Film aufdrängte war: Wer glaubt eigentlich wirklich, dass amerikanische High-School Teenies aussehen wie Megan Fox?!?
Mal ehrlich, ich will das hier nicht als Neid ausgelegt wissen, aber den pubertierenden End-Zehner nimmt man ihr nun wirklich nicht mehr ab...außerdem möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass keine Frau dreckverschmiert so aussieht und sich so über ein kaputtes Auto beugen würde...nur um da jegliche Männerhoffnung mal im Keim zu ersticken!;)
Ihr Spielpartner der gute Shia hat's da etwas leichter - er sieht zwar auch zu alt aus, aber seine hektische Carry Grant Art zu spielen, lässt ihn wenigstens den hormongesteuerten Trottel ganz gut rüberbringen.;) Auch hier rückt aber leider die Story etwas in den Hintergrund, weil man zu sehr darauf bedacht ist die Space-Roboter von Daddys englischem Rasen fernzuhalten...lustig, aber sinnlos.
Ansonsten ist alles beim alten, der Held ist planlos, aber mutig, die Frau scharf, aber mutig, die GI's sind hart, der Verteidigungsminister uneingeweiht, die Geheimdienstler Arschlöcher, die guten Roboter gut und die bösen Roboter böse...kleine schwarze Logiklöcher in der Handlung ignoriert man am besten, denn hier geht's um Special Effects (und manchmal um Optimus Primes dunkle, mysteriumsumwaberte Sinnsprüche;). Die sind dann aber wieder gut und auch wenn man nicht immer erkennt, welcher Roboter jetzt welcher ist, macht das eigentlich auch nichts mehr, Hauptsache es explodiert viel, Menschen laufen in Zeitlupe von A nach B und die Stadt liegt nacher in Schutt und Asche.
Im Gegensatz zum 2. Teil ist das aber noch ganz angenehm geschnitten und die Dialoge sind nicht so schlecht, wie sie sein könnten - immer im Hinterkopf behalten, dass man es hier nicht mal mehr mit Comic Verfilmungen, sondern mit der Hollywood Version einer Spielzeugwerbung zu tun hat!;)

Für beide Filme vergebe ich daher 1,5 von 5 Alienköpfen, weil ich mich völlig ohne geistige Anstrengung 2 Stunden unterhalten lassen konnte. Hätte schlimmer...hätte aber auch besser sein können!!!;)
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