25.08.2009

The Joy of Documentaries

Letztlich diskutierten wir noch im Büro darüber, dass Google, Wikipedia und Co die Suche nach Informationen so vereinfacht haben, dass man kaum noch zufällig auf Dinge stößt, während man gerade nach etwas ganz anderem sucht.

Sonntag Abend habe ich den Gegenbeweis angetreten!
Man findet doch noch Information, die man nicht gesucht hat, wenn auch vielleicht nicht mehr beim durchblättern des Brockhaus, sondern statt dessen beim Zapping im Sonntag-Abend Programm.

Sonntag abends fernsehen ist immer ein Unterfangen taken at applicant's own risk, denn das gebotene Unterhaltungsprogramm schwankt meistens zwischen schlecht und schlechter, zumindest bis um 22 Uhr (nach Rosamunde Pilcher^^) im ZDF die guten Krimis anfangen.;)
An diesem Wochenende hauptsächlich handarbeitlich beschäftigt, konnte ich einen guten Überblick über das Wochenend-Programm bekommen und während es mir am Samstag noch gelungen ist, mich zu den Helden meiner Kindheit - Asterix in Amerika - zu flüchten, blieb mir Sonntag die Auswahl zwischen dem Perfekten Promi Dinner mit Peter Orloff, Indianer-Gemetzel von Mel Gibson und der Tatort-Wiederholung...

Beim lustlosen Hin-und-Her schalten durch die Kanäle bin ich dann schließlich bei Phoenix hängen geblieben. Unter der Woche meist furchtbar langweilig und mit Debatten im Bundestag und Nazis beschäftigt, lieferte der Sender mir zu meiner großen Freude in einer Reihe Dokus über Elisabeth von Österreich, Historische Vampirlegenden und Tiere in den Pyrenäen! Womit ich wieder ein bißchen schlauer bin als vorher und das in 2 von 3 Fällen in Themengebieten, die ich sonst wohl nicht aktiv verfolgt hätte. (Bei der Habsburger-Doku konnte ich teilweise die Briefzitate mitsprechen, aber das ist halt persönliches Geektum.;)

Das mag jetzt nicht jedem als perfekte Abendunterhaltung vorkommen, aber ich stehe dazu: wenn schon Fernsehen, dann entweder richtig bescheuert (das Kinder-Nachmittagsprogramm ist da sehr zu empfehlen, Pokemon rules!;D) oder Dokus...über irgendwas, am besten Geschichte, Technik oder Tiere, Hauptsache keine dummen, echten Menschen mit dummen , ausgedachten Problemen in schlecht geschriebenen Pseudo-Dokus!;)

So kann man auch heute noch Dinge lernen, die man nie wissen wollte - Überhangswissen nennt man das glaube ich...ich nenn es jedenfalls so!;) - aber man weiß ja nie, irgendwann sitzt man bei Günther Jauch und die eine Doku, die man zuviel gesehen hat, ist plötzlich tausende von Euro wert!;)

Kommentare:

Robert Kosten hat gesagt…

Du hast noch nie den Random Article auf Wikipedia ausprobiert, oder? Ich verschachtele mich regelmäßig in wortwörtlich hunderten von Tabs (Oh, das sieht auch nach einem interessanten Link aus *imhintergrundöffne*) und bin dann stundenlang damit beschäftigt neue, naja, letzlich meist Trivia, in mich hineinzulesen. Ich weiß, was ein Paradoxurus hermaphroditus ist (und was er mit Kaffee zu tun hat), kannte Nicholas Flamel schon lange bevor ich Harry Potter gelesen habe (aber nicht vor Madame Blavatsky, daran sind meine Bücher über Parawissenschaften schuld) und habe auf diese Weise den eklatanten Mangel eines Artikels über die gemeine Mundbirne in der deutschen Ausgabe bemerkt (und behoben).

Sobald ich damit gegen Ben endlich mal gewinne gehe ich zum Jauch und werde reich :-P Bis dahin lese ich weiter Ayn Rand, natürlich auch kürzlich erzufallt.

^Ela^ hat gesagt…

*g* Ja kennen tu ich diese Funktion, aber ich hab immer wenig Gedult mit Internetsurfen, vielleicht hab ich deswegen noch nie die Cross-Refrences durchgeklickt - muss son Anachronismus Ding sein, im Lexikon blättern früher fühlte sich nich so nach "ich sollte lieber was sinnvolles tun" an...;)

Robert Kosten hat gesagt…

Hm, ist das der Zeitpunkt zuzugeben, daß man das "große Volkslexikon" vor Jahren mal komplett (10 Bände) gelesen hat?

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