16.05.2009

Schlimmer als Fremdschämen...

Was ist eigentlich schlimmer als Fremdschämen? Richtig: Eigenschämen!
Warum mir das einfällt? Weil ich auf die Linkliste den Amazon Link für den Rosenfriedhof gesetzt habe, was mich daran erinnert, dass ich den A. schon lange ausgeliehen haben wollte, was mich dran erinnert, dass ich seit über einem jahr vorhatte diese Jugendsünde mal einer gründlichen Überarbeitung zuzuführen...*sfz* Und warum tut mans nicht? Weils so viel zu tun ist, dass man gar nicht weis, wo anfangen, wie das immer so ist!
Ich möchte jetzt nicht wieder anfangen mich über unfähige Lektoren und unhilfreiche Verlage aufzuregen, aber es würde schon helfen zu wissen, dass man 500 Seiten nicht nur inhaltlich, stilistisch und mit Hinblick auf die inzwischen gewonnenen Erkenntnisse über Urheberrechte hin lesen muss, sondern auch noch Zeichensetzung und Grammatik korrigieren sollte...hatte ich schonmal erwähnt, dass meine Deutsch LK Klausur zu 15 zeichenfehlern auf 3 Seiten kam? Und das war vor der Rechtschreibreform...obwohl...vielleicht grad deswegen?!?!;)
However ich lege jetzt hiermit die Kategorie "Sadistic Authors Club" an mit der Absicht meine kreativen Schreib-Tätigkeiten zu dokumentieren - auch so ein Selbstexperiement, aber vielleicht funktioniert es ja!;)

Und wer weis, vielleicht fällt mir ja auch, dass Dinge, die man mit 19 geschrieben hat, heute immer noch wahr sind....

1 Kommentar:

tine hat gesagt…

Ah, jetzt klappts.

Und... ich kenn das Gefühl. Also, das mit dem schämen für alten Geschichten, die man mal für so genial hielt.
Ich hab dann aber festgestellt, dass die Wirklichkeit so ein Mix ist aus Stellen, die wirklich nur mit *facepalm* kommentierbar waren, und Stellen, von denen ich doch ernsthaft beeindruckt war, weil ich mich nicht erinnern konnte, doch so löblich formuliert, disponiert und geplottet zu haben.
Also, keine Furcht, holde Maid, und keine Scham. Für unser Alter und unsere Vorerfahrung haben wir seinerzeit echte Kracher verfasst. Der einzige Grund dafür, dass wir teilweise ins Klo gegriffen haben ist der, dass andere Autoren in dem Alter - die dann auch noch Erfolg haben -.- - über Teenager und ihre Teenagerprobleme schreiben, am besten noch die Teenagerprobleme, die sie selber grad durchmachen. Und wie wir alle wissen, ist es immer am einfachsten, sich selbst zu spielen.
Wir hingegen haben über Menschen geschrieben, die älter sind als wir, reifer, und Probleme zu bewältigen haben, die keinerlei Pubertätsbezug haben. Ein edles Ansinnen, und da es hier und da beim Versuch geblieben ist, sollte nicht den Fakt entstellen, dass es uns in mindestens genau so vielen Szenen wirklich gut gelungen ist, unsere Charaktere, ihre Welt und ihre Konflikte lebendig werden zu lassen.

Amen :-D

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