Sonntag, 22. November 2009

2012 (vorsicht Spoiler!;)

Yeii Eintrag 101 für meinen bescheidenen Blog!:)

Da passt es doch hervorragend, dass ich gleich mal vermelden kann, dass ich seit Eeeeewigkeiten nochmal im Kino war - ich glaube das letzte Mal war Indi Jones 4....also schon was her!;).
Ich muss ja gestehen, ich bin nicht so der Kinogänger. Nicht weil ich irgendwas besonderes gegen Kinosäle oder Ähnliches habe, aber weil sich mein kleiner, innerer Budgetplaner immer dagegen wehrt für Filme ála "Zwei Frauen gehen 10min schweigend durch den Park, bis eine sagt 'Isch 'abe Bertrand betrogen!'" fast 10€ auszugeben, um sie einmal zu sehen, wenn ich sie 4Monate später für fast dasselbe Geld 5x kuken (Videothek) oder kaufen kann.
Die Tatsache bleibt aber bestehen, manche Filme sehen auf dem eigenen Fernseher einfach nicht so gut aus, wie im Kino...Fluch der Karibik war so ein Fall, Indiana Jones und als wir jetzt beschlossen hatten 2012 zu sehen, stellte sich die Frage einfach nicht...den Film muss man im Kino gesehen haben!;)

Das hat "leider" auch was damit zu tun, dass man ihn wegen seiner ausgefeilten Handlung oder psychologisch tiefgehenden Dialoge nicht sehen wollen sollte...zumindest nicht, wenn man nicht enttäuscht werden will...;) Ich habe deswegen mal die Spoiler-Warnung vorneweg gestellt, denn die Handlung zusammenfassen, ohne was zu verraten, geht ungefähr so: Die Maya haben vorrausgesagt, dass die Welt 2012 untergeht und 2009 findet man heraus, sie hatten Recht. Die Welt geht unter, kann man die Menschheit retten?

Mehr Handlung gibt's erstmal nicht, wenn man von den Nebenplots absieht. Da muss natürlich eine amerikanische Patchwork-Familie ihre Differenzen überwinden, Mami und Daddy am Ende wieder zueinander finden, die Kinder ihr Scheidungstrauma verarbeiten und aus dramatischen Gründen Mami's neuer Freund ein völliger Vollpfosten sein.
Außerdem gibt es noch lustige, ganz tief aus der Klischee-Kiste gekratze Russen (die besten One-Liner!;), weise, aber nutzlose Ratschläge aus dem Buddhisten Kloster (immerhin die beste Todesszene), heroische US-Präsidenten ("Obamaized" Danny Glover) und einen hässlichen kleinen Hund.

Und rundherum expodiert der Yellowstone, versinkt Las Vegas im Meer und überspült ein Tsunami den Mount Everest...großes Kino also!;) Nein mal im Ernst, ich fand der Film hätte schlimmer sein können. Handlung und Personen sind schonmal eine ganze Ecke relevanter, als bei früheren Krach-Bumm Filmen wie Übermorgen, die "wir warten auf das Ende, denn Weglaufen bringt eh nichts" Szenen machen schon Gänsehaut (mich nimmt sowas immer furchtbar mit, sogar bei so Nulpenfilmen wie Titanic;) und die "Gastauftritte" der globalen Prominenz sind schon niedlich. So entscheidet sich der italienische Premier sich nicht retten zu lassen, und lieber auf den Papst zu vertrauen (...muss ich erwähnen, wie das ausgeht?;), die Queen hoppelt samt Korgies auf die Arche und die deutsche Kanzlerin (viel zu sexy für Angie^^) darf den Befehl geben, soviele Menschen wie möglich zu retten, auch wenn das heißt den wertvollen Sauerstoff zu teilen.

Alles in allem hätte die globale "wer wird gerettet, wie rettet man die Welt und wer entscheidet das eigentlich" Problematik für mich noch ein bißchen ausgefeilter sein können, das hätte noch mehr Tiefgang-Potential gehabt. Dafür hätte die "kriegen sich Mami&Daddy und darf der junge, aufstrebende Wissenschaftler am Ende noch die Präsidententochter abgreifen" Story für mich etwas weniger prominent sein dürfen. Tortzdem fand ich jetzt meinen Kinoeintritt nicht verschwendet, die Effekte waren verdammt gut, die grenz-peinlichen Actionszenen sehr vereinzelt und allein für den Russen hat es sich gelohnt!;)

In diesem Sinne gibt es von mir 2,5 von 5 Bentleys!;D

Nachtrag III: Trauzeugin zum 1.;)

Auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame (Hallo N.!;) muss ich noch einen kleinen Nachtrag einschieben, und ein paar kurze Eindrücke von M.&O. Hochzeit nachreichen.

(Wer Dear Octopus gesehen hat - ja das Kleid kann einem bekannt vorkommen, aaaaber ich möchte darauf hinweisen, dass ich's für die Hochzeit gekauft und dann fürs Theater umfunktioniert habe...wär ja sonst noch schöner!;)

Ich hatte ja in diesem Jahr das Privileg gleich 2x in 3 Wochen Trauzeugin zu sein, aber leider gibt es nur von dieser Feier auch Foto-Beweise - müsst ihr mir halt so glauben!;)
2009 war sowieso angefüllt mit Hochzeiten - ich allein war zu 3 eingeladen und wußte von 12;) - ich glaube wir kommen so langsam in das Alter...mal sehen ob dann in 2 Jahren der Baby-Boom folgt...obwohl...dann wär ich ja schon lange fällig, aber bisher hab ich da keine Neuigkeiten zu vermelden.;D

Donnerstag, 19. November 2009

Neue Begleiter...

Seit letzter Woche habe ich gleich zwei neue, ständige Begleiter - leider kann man nur mit einem kuscheln!;)

Zuerstmal ist am Sonntag mein neustes Lieblingsstofftier eingezogen - so lobe ich mir das ja, Geburtstagsparties, bei denen man als Gast was geschenkt bekommt!;D - damit ich eine ständigen Reminder habe, dass mein "offizielles" Totemtier in diesem Jahr der Pinguin ist -zumindest laut Halloween Orakel.;) Mein leider noch namenloser Freund (DANKE V.!!!!!:) ist weich und flauschig und macht sich farblich außerdem hervorragend auf dem Sofa - siehe unten!

Wenn jemand einen hübschen Namen hat - Pingu hab ich schon ;) - dann immer her damit!

Außerdem muss ich seit Montag wieder Tagebuch führen, da werden alte Erinnerungen wach!;) Leider hat mein neuer, ärztlich verschriebener Kopfschmerzkalender nicht viel mit schmalzigen Gedichten, bösen Träumen und dem neusten Mitschüler zu tun (ja ich hatte ein eher archetypisches Teenie-Verhältnis zu meinem Tagebuch, warum?;), sondern macht leider noch mehr Arbeit - nu hab ich nich nur Kopfweh, sondern muss mir auch noch merken wann, wo und wie...naja wenns hilft, solls mir Recht sein, aber erstmal musste ich fast noch ein Studium anhängen, um überhaupt zu kapieren, wie das Ding ausgefüllt wird!;)

Oder ich hab einfach eine genetische Unverträglichkeit mit Statistik, das kann auch sein...Jetzt warte ich nur noch gespannt, dass mein Elektrogenerator ankommt!
Dann darf ich meine Schultern erstmal für 3Monate jeden Abend Reizstrom-behandeln...noch nie gehört, aber auch da, wenns dazu führt, dass der Kalender nicht mehr so voll aussieht, solls einem ja Recht sein!:)

Eigentlich habe ich also demnächst sogar drei neue Begleiter, aber ich glaube ich werde darauf verzichten den Pinguin und den Elektroschocker spazieren zu führen!;D

Sonntag, 15. November 2009

Nachtrag II: Josephine & Napoleon

Vielleicht hat man's an meinem Versailles Hintergrund schon erkannt - ich muss ja noch berichten, wie meine Josephine Bücher waren!;)

Eigentlich allerdings bräuchte man dazu gar nicht mehr viel sagen, wenn man sich kurz vergegenwärtigt, dass ich am 5.11. das "erste Buch noch auslesen" musste und am 11.11. den letzen Band aus der Hand gelegt habe - das macht ca. 1400 Seiten in 10 Tagen...war wohl spannend, würd' ich so behaupten.;) Mein Mann meint allerdings ich sollte solche tragischen Geschichten nicht mehr lesen, er hätte dann immer die Arbeit mich wieder aufzuheitern...^^
Ich kann ja nichts dafür, andere weinen eben über Soapoperas, oder dumme Schnulzenfilme und trotzdem kukt/liest man's immer wieder...es muss nicht immer alles Sinn machen, was Frauen so tun!;) Da diese Feststellung alleine als Rezi aber noch nicht viel taugt, geb' ich mir mal was Mühe! Aaalso:

Die Josephine Triologie von Sandra Gulland erzählt in Tagebuch Form die Geschichte von Rose "Josephine" Tascher, die als junges Mädchen von Martinique nach Paris verheiratet wird, im Terror der Revolution verwitwed, einen verheirateten Mann liebt und schließlich einen seltsamen, kleinen Korsen heiratet, der den Plan hat Herrscher der Welt zu werden.
Sie wird die "Siegesgöttin", der "Barmherzige Engel" und Kaiserin der Franzosen, aber sie ist 6 Jahre älter als Napoleon - was im damaligen Diktus heißt "unfruchtbar".
Auf dem Höhepunkt des "neuen Kaiserreiches" wird sie daher aus politischem Kalkül zur Scheidung und Abdankung gezwungen, um Platz für eine jüngere, fruchtbare Königstochter zu schaffen, die endlich den ersehnten Kronprinzen zur Welt bringen soll.

Dass die Geschichte tragisch endet, brauche ich wohl niemandem zu erzählen, der einmal den Wikipedia Artikel zu Napoleon gelesen hat. Die erste Schlacht, die Napoleon ohne seine "Siegesgöttin" schlägt, nennt man bis heute die "russische Katastrophe" und Josephine musste zum Glück die Verbannung nach St. Helena nicht mehr miterleben. Sie starb - in der damaligen Zeit medizinisch nicht ungewöhnlich - an "vernichtender Melancholie" und gebrochenem Herzen. Wie ein Zeitgenosse von Napoleon sagte: "Da wird er ans Ende der Welt verbannt und hat vorher die einzige Frau verstoßen, die sogar dieses Schicksal erträglich gemacht hätte."

Und trotzdem schafft die rein subjektive Perspektive, die die Tagebuch Form herausfbeschwört, einen erfrischend neuen Blick auf altbekannte Tatsachen. Manchmal bleiben die historischen Fakten - trotz guter Recherche - ein wenig vage (subjektiv eben), aber dafür kann man ja im Anschluss ein Sachbuch lesen!;)
Einen einzigen Abzug muss ich allerdings geben: Ich finde nicht, dass Fußnoten mit Hintergrundfakten in ein belletristisches Buch gehören. Von mir aus kann man Endnoten machen, wenn es denn unbedingt sein muss, aber in einer Ich-perspektivischen Erzählung plötzlich mit Fußnoten anzukommen, wie "Hier spricht sie übrigens von demunddem, der hat damals blabla" wirkt für mich einfach plump...Ich bin allerdings auch kein Freund der Vermaktungsstrategie "Ich bin gar nicht der Autor, ich gebe hier die 'Wahren Erzählungen' wieder, die bei meiner Oma zufällig auf dem Dachboden herumlagen blabla" für rein fiktionale Werke - historisch-fiktional ist immer noch fiktional. Wenn man was geschrieben hat, soll man auch dazu stehen - gut, Walter Moers und seinen Blaubär mag ich trotzdem, aber das ist auch ein etwas anderes Genre!;)

Also gibt es von mir 4,5 von 5 Standarten für eine wirklich gut erzählte Geschichte in 3 Teilen. Bitte für den letzten Band die Taschentücher nicht vergessen!;)

Freitag, 13. November 2009

Nachtrag: Segeln auf dem Ruhrsee!:)


Soooo was lange währt, wird endlich gut, sagt man ja, deswegen kommt hier jetzt - nach erfolgreicher Sicherstellung der dazugehörenden Fotos;) - der Eintrag zum Ruhrseesegeln vom September!:)

Erstmal sollte man dazu sagen: Ich war vorher noch nie wirklich "segeln", also so in einem kleinen Boot mit Segeln und so weiter. Sich auf dem Wasser fortbewegen war für mich bisher immer eher eine gemächliche, ziemlich unspektakuläre Methode das schöne Wetter zu genießen!;)
Daher überrascht es vielleicht nicht, dass ich erstmal ein wenig überrascht war, dass Segeln tatsächlich ein Sport ist, und eigentlich sehr wenig mit gemächlich rumschippern zu tun hat...aber dazu später!

Nachdem wir es erfolgreich geschafft hatten - weibliche Tetris-Packkünste!;) - alles Gepäck, Zelt und Freizeitartikel im Kofferraum zu verstauen, ging es erstmal über die Ruhrsee Serpentinen zum Ort des Geschehens.
Beobachtung 1: Ja, von den ganzen Kurven wird mir immer noch schlecht, das hat mit dem fortgeschrittenen Alter nichts zu tun!;)
Danach gab's Prüfung 2: Zelt aufbauen
Das ging überraschend schnell, dafür, dass ich das das letzte Mal so vor...8 Jahren gemacht habe. Hatte ich erwähnt, dass ich nicht so der Camper bin?!?;)
Trotzdem mussten wir den Erfolg gleich mal fotografisch festhalten!
Und dann ging's auch schon auf's Wasser und das bei eigentlich sehr schönem Septemberwetter - das hätte uns schlimmer treffen können, am Tag vorher und eigentlich auch am Tag nacher war's ziemlich durchwachsen bis eeeklig!;)

Irgendwas auf/um/mit Wasser kann bei mir ja gar nicht so verkehrt sein, trotzdem war ich leicht schockiert, als so gefühlte 20 Sekunden nach dem Ablegen das Bot erstmal so im 85° Winkel im Wasser lag...Hallo-Wach-Effekt mit inbegriffen!;) Wie gesagt, ich hatte nicht wirklich eine Vorstellung davon, dass Segeln anders läuft als Schippern mit den Ruhrseebooten...ja, sagt einfach nichts, ich erhalte mir einfach ein bißchen kindliche Naivität!;D
An diese Aktionen und das Hin-&Her Schwanken musste ich mich erstmal gewöhnen - ich bilde mir zwar ein ein ziemlich guter Schwimmer zu sein, aber auf einen Ausflug in 10° kaltes Seewasser in den einzigen Klamotten, die ich mitgenommen hatte, hatte ich trotzdem nicht sooo Lust...
Dann ging mir allerdings irgendwann auf, dass eigentlich ja nicht soviel schief gehen dürfte, wenn man mit dem Segellehrer mitfährt!;)

Abends gabs dann Grillgut und selbstgemachten Kartoffelsalat - den alle bis auf die Köchin lecker fanden!^^ Allerdings erwies sich das Würstchen grillen als erstaunlich schwierig...
Beobachtung 2: Grillmuffel und Fast-Vegetarier sind nicht die besten Grillmeister, die man sich so vorstellen kann...
Aber satt geworden sind wir ja trotzdem, auch weil wir doch ein wenig mit Alkohol nachhelfen mussten, als es dann abends doch empfindlich kühl wurde. Sieben Bier sind auch ein Schnitzel und so.;) Dafür hat so ein kleiner Stammtisch in der Segelhalle viel rustikalen Charme - inklusive Hornissen-Nest!
Beobachtung 3: Ich mag Hornissen lieber als Wespen, weil sie sich nicht für Menschen interessieren! Leben und leben lassen!;)

Das mit den fallenden Temperaturen war allerdings dann auch nachts leider ein wenig unentspannt - bei 2° aufs Klo laufen müssen...hatte ich erwähnt, dass ich nicht so der Camper bin?!? So war der Nachtschlaf leider nicht so entspannt, wie erhofft und der Sonntag ein bißchen tranig, was aber auch mit dem fiesen Wetter zu tun hatte...kalt und Sonne ist ja in Ordnung, aber kalt und Regen? Neee...

Trotzdem haben wir noch ein paar Stündchen am Wasser verbracht - und leider gegen die Männer beim Boule verloren...das schreit noch nach Revange, soviel Emanze muss sein!;D - und die letzten Würstchen verputzt - und das trotz ewig langem und ausgiebigem Frühstück!
Ein bißchen Segeln waren wir auch noch, aber davon gibts leider keine Fotos mehr - die wären aber auch hauptsächlich grau, daher...;)
Beobachtung 4: Wassersport mit Wasser von oben = brrrrr....

Dafür gab's als Entschädigung noch ein Eis auf dem Heimweg und eine heiße Badewanne für die müden Knochen und schon war alles wieder gut!;)
Beobachtung 5: Ich bin nicht so der Camper...
Insgesamt aber ein sehr schönes Wochenende!
Nächstes Jahr machen wir das mal, wenn's auch warm ist, so dass man noch schwimmen gehen kann! (Das hat sich dann schlußendlich doch keiner getraut...;)

Montag, 9. November 2009

Ich und die weiße Wand


Ich hoffe mal, O. ist mir nicht böse, dass mein Post Titel ganz frech von seinem Blog geklaut ist!;)

Aber da ich ja nur ein interessierter Laie im ganzen Feld Zen und Meditation bin, würde es sich für mich glaube ich auch nicht lohnen einen ganzen Blog-Tag dafür einzurichten...
Trotzdem ist mir gestern mal wieder aufgefallen was für eine Stütze in allen Lebenslagen "Einfach mal die Fresse halten" sein kann. Wer das noch nicht ausprobiert hat, sollte das unbedingt mal machen - oder O.'s Blog lesen!:)

Ich habe ja nun von der Hintergrund-Mythologie von Zen wenig bis gar keine Ahnung und verfolge auch kein besonderes Trainingsziel - mit so ca. einer Trainingseinheit pro Quartal auch schiwerig.;) Aber manchmal kann es einfach unheimlich entspannend sein, nicht nur die Außenwelt abzuschalten, sondern auch mal innerlich "runterzufahren". Zum Glück kann man ja auch ganz hervorragend "halbgar" meditieren, ohne dabei Ahnung von Buddhismus zu haben - oder so wie ich nur sehr unzuordbare mit ganz viel anderem Esokram vermischte Vorstellungen von sowas wie seelischer Ruhe und Energiearbeit!;)
Am besten fängt man mal klein an - zumindest wenn man den Ehrgeiz hat so eine Lotus- oder knieende Stellung auszuprobieren tut's auch ein wenig weh irgendwann...zumindest bis die entsprechenden Körperteile eingeschlafen sind. Die ersten Effekte lassen aber auch, zumindest bei mir, gar nicht lange auf sich warten. Ich bemerke z.B. immer wie schnell ich entspannt, aber grade sitze - für mich als Rückenkrüppel schon mal erstaunlich!
Das klappt übrigens sowohl mit als auch ohne Musik, habe ich festgestellt - gemeinhin sagt man ja absolute Stille und so, aber wenn dein Göttergatte im Nebenzimmer fiese PS2 Spiele spielt, oder ein Stakkato auf der Computertastatur hinlegt, find ich ein bißchen ausgesuchte Entspannungsmusik die bessere Alternative!;)
Bevor jetzt Jemand fragt, nein, mir ist es auch noch nie gelungen an "Nichts" zu denken - ich glaube das ist eher eine Aufgabe für die wirklich Erleuchtung Suchenden!;) Trotzdem kann man das "Loslassen" hervorragend üben und die ersten Erfolgserlebnisse stellen sich dabei eigentlich schon recht früh ein: Nicht "Nichts" denken, sondern einfach mal nicht grübeln...einen Gedanken haben, betrachten und dann weiterziehen lassen.
Manchmal ist es schon auch faszinieren, wie sich da plötzlich neue Sichtweisen eröffnen, ich fühl mich nach 20-30min "Sitzen" - man kann ja auch gehen, liegen, stehen;) - immer so, als hätte ich mein Hirn aufgeräumt, die ganzen rumfliegenden Akten abgeheftet, meine To-Do Liste aktualisiert und nebenbei noch 3 Konflikte geschlichtet...oder so!;) Komisch nur, dass ich trotzdem auch immer wieder in die altbekannte Ausrede verfalle "keine Zeit, keine Lust, zuviel Stress". Denn eigentlich ist das ja eine Milchmädchen Rechnung - mit noch weniger Entspannung ist man ja irgendwann nur noch gestresster! Ein Teufelskreis...;)

Ich glaube zur Feier dieser wiedergewonnenen Erkenntnis werd ich gleich noch ein Date mit meinm Buddah ausmachen, mein Sitzkissen is grad wieder so schön in From gesessen!;D

Samstag, 7. November 2009

I love you BBC!

Ja ich muss mich mal outen: Ich liebe BBC Dokus - ich bin immer noch sehr traurig, dass VOX die aus dem Programm genommen hat - und ich liebe britischen Humor, was dazu führt, dass ich BBC Comedy einfach zum brüllen finde!;)

Pride and Racial Prejudice (auch ausgestrahlt von BBC) kennt ihr ja schon und jetzt habe ich gestern - danke T.! - die Horrible Histories für mich entdeckt. Und ich glaube die folgenden Auszüge daraus (es gibt noch viiiel mehr), sind nicht nur lustig, wenn man Geschichte studiert hat! Watch this!;)











And there is mooooore....;)

Donnerstag, 5. November 2009

Betrachtungen zum mündigen Bürgertum

Vielen Menschen mag es noch nie aufgefallen sein, aber eigentlich beschäftigen wir uns tagtäglich mit den Auswirkungen der französischen Revolution.

Nein, keine Angst ich bin nicht irgendwie komisch ver-geekt über Nacht, aber ich lese gerade eine Buchreihe von Sandra Gulland über Josephine (die von Napoleon, nicht die Stripperin mit den Bananen;), die in Tagebuch Form geschrieben ist. Auch wenn sich vieles - und vieles mit Recht - gegen diesen Stil einwenden lässt, kommen, wenn man es gut macht, manchmal durchaus spannende Bücher dabei heraus. Der erste Band, den ich momentan noch auslesen muss, beschäftigt sich vor allem mit dem Ende des Ancien Regime und der Zeit der Revolution. Manche können das Thema vielleicht aus Schultrauma Gründen nicht mehr hören - mein Geschichtsunterricht war glücklicherweise immer so einschläfernt, dass ich keine schädlichen Nebenwirkungen davongetragen habe.;) Trotzdem bleibt die Tatsache bestehen, dass die ganzen schönen Grundrechte auf die wir uns heute so gerne berufen und auch so selbstverständliche Dinge, wie der sprichwörtliche "gesunde Menschenverstand", freie Bildung, die Trennung von Kriche und Staat (ein anthropologisches Weltbild, wenn man so will), die Grundzüge der Gleichberechtigung, Sklavenbefreiung und was weiß ich noch, in Europa nunmal zuerst von den Revolutionären gedacht, gesagt und verteidigt worden sind.

Wer hat's erfunden? Die Franzosen, jaja...Naja gut sie habens dann auch gleich selber wieder versaut und sich nach dem Massaker von Robbespierre und Konsorten den Mann zum Kaiser - wer will schon König sein^^ - "gewählt", dessen militärische Karriere vor allem darauf aufbaute, dass er allein bereit war mit Kanonen auf Zivilisten zu feuern, aber gut...Erste Versuche gehen halt schonmal in die Hose, frag mal die Chinesen, die haben das mit den Grundrechten bis heute nicht kapiert.

Heute im Laufe des Tages habe ich mich allerdings mal gefragt, ob sich die ganze Mühe und die vielen Menschenleben überhaupt gelohnt haben? Ich kann von dem vielgerühmten aufgeklärten, mündigem Bürgertum manchmal nicht so viel entdecken und freie Bildung scheint ja auch nicht zu funktionieren, unsere neuen Minister mussten nach ihrer Vereidigung gleich mal zum Gottesdienst - medienwirksam natürlich - und über die freie Presse fange ich erst gar nicht, dann wird das hier der nächste Roman!;) Wie die Illias vielleicht "40.000 Zeilen Groll" (so titelte mal die FAZ und ich finds immer noch schön!;)...

Ich saß heute beispielsweise in einem Unternehmberverbandtreffen als schmückendes Beiwerk & Übersetzer für meinen Chef und das war für mich als Tochter und Enkelin von jahrzentelangen Gewerkschaftlern schon recht spannend...man muss kurz den Impuls unterdrücken sich als Klassenverräter zu fühlen.;) Wie zu erwarten schimpfen und lästern natürlich Arbeitgeberverbände über Arbeitsgerichte und Gewerkschaften, ich glaube auf Gewerkschaftstreffen wird das nicht anders laufen. Arschlöcher und wirklich engagierte Menschen mit guten Ideen gibt es wie immer überall.
Trotzdem konnte ich nicht umhin bei einigen Urteilen und neuen Regelungen, die uns vorgestellt wurden stark an dem Sinn und Zweck einer Demokratie zu zweifeln (aber gut ich bin ja auch Royalist, daher;).

So wies man uns beispielsweise darauf hin, dass wir der Polizei keine Einsicht in unsere Personalakten geben müssen, wenn sie keinen Durchsuchungsbefehl mitbringen. Gut, ich als jahrelange Konsumentin von CSI und Tatort wusste das, aber scheinbar lag das Problem auch eher darin, dass in dem konkreten Fall die Polizei selber das nicht wusste bzw darauf bestand, dass es dieses Gesetz nicht gibt. Wenn jetzt schon dein Freund und Helfer anfängt dich zu bescheißen...?^^
Außerdem wurden wir darüber aufgeklärt, dass es "uns" auch bei kompletter Arbeitsverweigerung (sprich stundenlange Privattelefonate, beleidigendes Verhalten etc) eines Praktikanten nicht gestattet ist das Praktikum als "nicht bestanden" zu werten, noch ein schlechtes Zeugniss zu schreiben - genau wie bei Arbeitszeugnissen eben - es sei denn du kannst minutiös jede Telefonminute und jede Beleidigung nachweisen. Da ist man doch gerne Arbeitgeber.
Zu guter letzt - und jetzt bin ich doch bei der Presse, aber das ist einfach eine zu gute Story - warnte man uns mehr oder weniger offiziell davor in nächster Zeit Interview-Anfragen zu Themen wie Kurzarbeit oder Leiharbeit anzunehmen, da davon auszugehen wäre, dass die Berichterstattung zu diesen Themen zu 100% negativ ausfiele.
Mehrere Beiträge, die der WDR beispielsweise zu diesen Themen senden wollte und zu denen auch Interviews mit anwesenden Personalchefs geführt worden waren, entfielen deshalb, weil man keine Arbeitnehmer gefunden hat, die bereit waren sich negativ zu äußern - und positive Beiträge zu sinnvollen Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise entsprächen nicht dem "Zeitgeist" und würden deshalb nicht gesendet.

Gut, mich persönlich überrascht das jetzt wenig, ich glaube die anwesenden Herren und Damen Personalleiter sind vielleicht noch von mehr jugendlicher Begeisterung für unsere schöne neue Medienwelt beseelt, dass sie darauf so pikiert reagiert haben. Meinungen werden heute eben gemacht und nicht mehr ausgelöst, Information ist eine Ware und unterliegt daher dem Grundsatz des Angebots und Nachfrage Prinzips - wenn grade keiner hören will, dass Kurzarbeit gar keine so schlechte Idee ist, weil sie Arbeitsplätze sichert und nicht alle Unternehmenschefs blutsaugende Monster sind, dann sendet man halt nichts Positives, auch wenn das der neutralen Berichterstattung dienen würde.
Wenn die arme Kassiererin sich medienwirksam bei Beckmann dazu auslässt, dass sie ja nur 1,20€ geklaut hat und das dazu noch von ihrer Kollegin und nicht von ihrem Arbeitgeber an sich und dass sie deswegen gar nicht verstehen kann, warum sie wegen Fehlverhaltens und gestörtem Vertrauensverhältnisses gekündigt wird, dann ist plötzlich die Opferrolle ganz neu besetzt und keiner fragt sich mehr wie eigentlich Gesetze formuliert werden müssten, in denen der Diebstahl von 1€ nicht bestraft wird, der von 100€ aber schon? Ich bin ja kein Jurist, aber so eine Entscheidung müsste mit einer großen roten Geschenkschleife mit "Missbrauchseinladung" drauf umwickelt werden.
Scheibar darf man ja auch Kinder vergewaltigen, wenn man nur berühmt genug ist und die ganze Kunstwelt ist dann empört wenn man ein "Genie" vor sowas eklig trivial unästhetisches wie ein Gericht zerren möchte. Da sind wir vom Ancien Regime nicht mehr weit entfernt, nur dass man heute für die Sonderbehandlung nur noch Geld und keinen Titel mehr braucht.

Dass sich allerdings die öffentlich-rechtlichen Medien bei dieser einseitigen Meinungsmache so vordergründig beteiligen, finde ich schon etwas schade. Von RTL Punkt 12 ertwartet man jetzt irgendwie nix anderes, aber vielleicht haben die's auch schon ganz aufgegeben sich mit so schwierigen Dingen wie Tagespolitik zu beschäftigen, wenn die 50ste Schwangerschaft von Heidi Klum und die 5000ste Schönheits-OP von Nicole Kidman ja soviel spannender sind.

Der Personaler von Saint-Gobain brachte das schön auf den Punkt: Und dafür bezahlen wir GEZ für unabhängige Medien?
Ja tun wir. Ich glaube das mit dem mündigen Bürgertum hat sich Rosseau irgendwie einfacher vorgestellt.

Steckbrief

Ok dann schließe ich mich mal an - meine Güte sowas hab ich seit der Mittelstufe nich mehr ausgefüllt!;D


1. Sechs Namen auf die du hörst?
Ela, Manuela, Schatz, Frau Sonntag, Schlampige Person (mein Papa, früher war's Schlampe, aber dann hab ich ihn auf die Implikationen hingewiesen, daraufhin hat er's abgewandelt, ist das nicht nett?^^), Süße (nur von ausgesuchten FreundINNEN allerdings, soviel Emanze muss sein!;)

2. Drei Dinge die du gerade trägst?
Pyjama, waaarme Socken, ein Ding, dass mal meine Frisur war

3. Drei Dinge die du dir wünscht?
Mehr Schlaf, mehr Zeit, keine Sorgen bis an mein Lebensende;)

4. Drei Dinge die du gestern, gestern Nacht und heute getan hast?
Gestern: arbeiten von 9-18uhr, Probe von 19-22Uhr, Zuhause um 23Uhr, tot, schlafen;)
Heute: 4Stunden Notizen machen für Chef, danach Einkaufen und jetzt gemütlich Fernsehen mit Weißwein und Käseplatte (man gönnt sich ja sonst nix!;)

5. Zwei Dinge die du heute gegessen hast?
Tomatenbrot (selbstgemacht, danke Backautomat!;), Maaaarzipanstollen

6. Zwei Leute mit denen du zuletzt telefoniert hast?
Meine Mama und P. (herzlichen Glückwunsch zum 30., Süße!:)

7. Zwei Dinge die du morgen tun wirst?
Meine Notizen von heute auf Englisch übersetzen und abends Essen gehen und vielleicht Salsa-Party!:)

8. Drei Lieblingsgetränke?
Milch, Bier, Multivitaminsaft

Sooo das wars schon und jetzt müssen das 5 Leute auch machen?
Ja Jungs und Mädels mit Blogs, dann macht mal!!!:D

Sonntag, 1. November 2009

This is it. Oder: Halloween 2009

Auferstanden aus Ruinen...

Sorry das hatte ich heute zwischendurch wirklich im Kopf und es trifft so ein bißchen meine Nach-Party Kondition!;) Es ist wirklich tragisch, aber mal eben so von Freitag-Sonntag Abend durchsaufen ist einfach nicht mehr so drin *sfz*. Der nächte Bierabend muss daher nicht mehr unbedingt einen Tag vor Halloween stattfinden, mein Kater (der mit dem Fell^^;) wird sonst eifersüchtig.
Die dritte "Party" in 3 tagen musste daher heute leider ausfallen, mein Kopf wollte nicht aus dem Bett...;)
Trotzdem habe ich mich gestern hervorragend amüsiert und hoffe alle anderen hatten auch soviel Spaß! Gemessen an der Tatsache, dass ich erst so gegen halb 6 im Bett war, gehen ich aber verstärkt davon aus!...Erinnert mich doch bitte daran, dass ich mir Abschminktücher kaufe, bevor ich mir das nächste mal 5 Schichten Fett-Make-up ins Gesicht schmieren lasse (DANKE A.!), dann brauch ich keine Stunde im Bad zu verbringen morgens früh...;D

Leider habe ich dieses Mal gar keine eigenen Fotos gemacht, aber weil ich immer nicht weiss, wie die Vernetzungen untereinander so funktionieren und wir dieses Jahr wirklich so viele geniale Kostüme dabei hatten, stelle ich euch mal ein "Best of" online aus den gesammelten Eindrücken, bisher gesponsort von Tanja R. und Oliver O., demnächst auch hoffentlich mit den restlichen Schnappschüssen aus den restliches Kameras des Abends!:)

Vielen Dank nochmal für die schöne Party und guten Rutsch in die Vorweihnachtszeit!:D

Freitag, 30. Oktober 2009

Meine kleine Schrumpfkopfarmee!

Fall ihr immer schon mal wissen wolltet was ich so mit meinen Donnerstag-Abenden Anfange: Manchmal mache ich Schrumpfköpfe!;D

Nein mal im Ernst, eigentlich wollte ich ja mal wieder so einen richtig schönen Halloween-Kürbis schnitzen, das hab ich schon seit mind. 3 Jahren nicht mehr gemacht und es ist doch schade, wenn alte Traditionen so aussterben!
Das Problem: Ich musste das Aussuchen/Kaufen eines geeigneten Kürbisses natürlich bis zur letzten Minute verschieben, weil meine Woche momentan immer zuwenig Tage hat...oder zuviel, wenn man so will, weil das Wochenende immer so eeeewig weit weg ist!;)
Also gab's natürlich gestern keine großen, glatten Kürbisse (versucht nie diese geriffelten zu schnitzen, alle Gesichter darauf schielen^^), sondern nur Hokaido, so ungefähr Handballgroß.
Also gibts dieses Jahr den Angriff der Schrumpfköpfe und ich muss sagen...eigentlich sind sie doch ganz niedlich oder?;)



Subtrahiere Grusel- und Addiere Niedlichkeitsfaktor, macht insgesamt doch eine nette Deko für die Party morgen!
UND Hokaido ist auch als Abendessen total lecker, deswegen gibt's nacher Kartoffel-Kürbis Suppe! Yammmm!:D

Montag, 26. Oktober 2009

Geisha (mal wieder;)

Jaja ich weiss vermutlich geht das Thema schon jedem außer mir auf die Nerven, aber Fakt ist, eine Buchbesprechung fehlt noch!;)

Leider hat es ziemlich lange gedauert, bis ich die letzten paar Kapitel endlich mal ausgelesen hatte, was nichts über die Qualität des Buches, sondern nur was über mein Stresslevel aussagt!;)
Trotzdem bleibt natürlich die berechtigte Frage: Warum muss/sollte man soviele Bücher zum selben Thema lesen und unterscheidet sich Geisha von Lesley Downer tatsächlich signifikant von seinen Vorgängern?Die erste Frage ist natürlich schnell beantwortet, wenn man wie ich zu 100% literaturlastige Studiengänge hinter sich hat!;) Auch wenn sich ein Buch zu 99% auf ein anderes beruft, ist vielleicht trotzdem das 1% Neuinformation die Sache wert, wer hätte das beim wissenschaftlichen Arbeiten noch nicht erlebt?
Bei Lesley Downer ist es aber zum Glück nicht ganz so schlimm, da sie glücklicherweise auf die Arbeiten von Dalby oder Bücher wie Memoirs of a Geisha direkt Bezug nimmt und daher die Überschneidungsquote nicht über 30% liegen dürfte.;)
Ich würde sagen, dass dieses Geisha Buch genau das richtige ist, für alle, denen die anthropologische Studie zu kulturellen Entwicklungen etc. zu unpersönlich ist, denn Downer arbeit viel mit persönlichen Interviews, zeitgenössischer Literatur, urbanen Legenden und dem ganzen Feld der personal history analysis.

Das führt automatisch dazu, dass sie sich viel intensiver mit der Trennlinie zwischen Geisha und Prostitution beschäftigt, mit den verschiedenen Auffassungen von Weiblichkeit, Sex und Geschlechterrollen (hier vor allem die Unterschiede und das Neben- und Gegeneinander von Geisha und Ehefrau). Natürlich finden sich auch historische Exkurse, aber hier steht die Entwicklung der Geisha von einer besseren Prostituierten hin zu einer Künstlerin mit Entertainment Aufgaben im Vordergrund.
Da sie außerdem sehr viele verschiedene Städte und Geisha-Viertel besucht, ist sie auch hier ihren Vorgängern einen Schritt vorraus, die sich meist intensiver, aber dafür ausschließlich mit einer Art von Geisha-Gemeinschaft beschäftigen.
So kann sie auch verschiedene Modelle von "modernen" Geisha vorstellen und verschiedene Auswege aus dem scheinbar vorprogrmmierten Ende dieser Tradition für die sich zuwenige - und vor allem zuwenige reiche - junge Männer in Japan noch beigeistern können.

Ich würde empfehlen beide Sachbücher zu lesen, das eine für die Fakten und das andere für das Gefühl für eine ganz andere Kultur und die spannenden Interviews!;)

4 von 5 Tanzfächern

Sonntag, 25. Oktober 2009

Verschleisserscheinungen 2.0

Es ist Sonntag Nachmittag und ich habe gerade fast eine Stunde damit zugebracht einen 10seitigen "Kopfschmerz- und Migräne" Fragebogen für meinen neuen Hausarzt auszufüllen, damit ich zu meinem Schmerztherapie-Termin in zwei Wochen "vorbereitet" kommen kann.

Ist das nicht traurig, wenn man sich das mal wirklich überlegt? Immerhin könnte ich mich mit ein bißchen gutem Willen noch als "Mitte Zwanzig" ausgeben!

Was man da alles auswendig wissen muss: Erstmaliges Auftreten, bisherigen Behandlungen, OPs, "Nebenerkrankungen", tägliche Tablettendosis und was weiss ich noch...Und das Schlimme ist, ich weiss das tatsächlich fast alles inzwischen auswendig, kommt automatisch, wenn man zum 2.Mal in 4Jahren den Arzt wehselt und den ganzen Sermon wieder runterbeten muss. Irgendwann kommt man sich vor, wie in Emergency Room, weil man nur noch mit tollen Fachbegriffen um sich wirft und dabei sitzt einem nicht mal George Clooney gegenüber (gemeine Welt!;).
Und was noch schlimmer ist: Ich persönlich halte mich noch für einen relativ gesunden Menschen!
Ich war noch nie in irgendeiner Therapie (und schon damit fühle ich mich manchmal sehr einsam;), habe keine angeborenen Krankheiten, keinen Krebs oder sonst irgendwas.
"Nur" ein paar chronische Allergien mit der Option auf Asthma (ich sage das so, weil in unserer schönen neuen Gesundheitswelt die wirklich wirksamen Tabletten erst dann von der Kasse bezahlt werden, wenn man schon Asthma hat, weswegen ich das wohl noch kriegen werde^^), einen unrettbar kaputten Rücken inklusive Hüftfehlstellung, vererbte Migräne (danke Mama;) und meine Schilddrüse funktioniert aus bisher ungeklärten Gründen nicht richtig (die Ärtzeschaft streitet seit 2 Jahren, ob das nun "chronisch" ist und wenn ja warum...) was meine tägliche Tablettendosis etwas in die höhe treibt.
Und das macht mich mit 26 zu einem "chronischen Schmerzpatienten", wenn man sich da nicht alt fühlt, weiss ich's auch nicht!^^
Muss ich bald eine private Akte über meinen Krankenverlauf führen? Wie machen das Leute, die wirklich chronische Krankheiten und/oder psychische Probleme haben? Verbringen die ihre Freizeit dann komplett in Arztpraxen? Mich nervt das "ständige" zum Arzt gerenne schon und ich muss nur alle 1-2Monate mal hin...wenn nicht grade wieder akkut irgendwas streikt, dann kann das schonmal 1-2 die Woche werden.

Verschleissen die Leute heute jünger als früher, oder hat man sich früher nur "nicht so angestellt"?
Das würde ich wirklich mal gerne wissen, denn ich kann genau sagen, als mein Vater zur Kur musste mit "gerade mal" Ende Dreißig musste man damals mit der Krankenkasse wirklich noch streiten, ob ein so junger Mensch das überhaupt braucht.
Und heute könnte ich sowas schon 10Jahre früher machen (und auch gut gebrauchen^^), weil es inzwischen schon Herzinfarkt-Patienten mit 20 gibt und der kaputte Rücken mit 25 ist auch schon fast normal. Von den ganzen "Burn-Outs" und den Tablettenabhängigen mal gar nicht zu reden.

Ist das die schöne neue globale Wirtschaftswelt? Schnell leben, immer funktionieren, früh Krüppel sein und am besten auf dem Weg noch Schmerzmittelsüchtig werden?

Na schönen Dank!

Mittwoch, 21. Oktober 2009

I get high with a little help from my friends...

...I'm gonna try with a little help from my friends...
Sorry aber ich hab schon den ganzen Tag diesen Beatles Song im Kopf...;)

Aber es stimmt ja auch irgendwie, seit ich diese Woche - Skoliose sei Dank - in regelmäßigen Abständen das Bett - oder wie gerade - die Couch hüte und endlich mal dazu komme mich um die ganzen halfertigen Neu- und Wiederveröffentlichungen zu kümmern, die noch so ausstehen, merke ich erst wie sehr man doch mit allen möglichen Leuten vernetzt ist, die immer wieder hier und da Beiträge zum sog. "kreativen Prozess" leisten.

Ich möchte also mal die Gelegenheit ergreifen mich in aller Form für die Mitarbeit in jeglicher Form zu bedanken!:)

Bei meinen fleißigen Lektoren und allerbesten Kritikern T.&T. (nein, nicht M&M;), die mich immer mit sovielen genialen Einfällen und guten Ratschlägen (und besserer Zeichensetzung^^) versorgen, dass ich nie alle umsetzen kann und die mir dafür fast nie böse sind!:)
Außerdem muss natürlich erwähnt werden, dass T. auch das wunderschöne Schweinebild für "Perlen für die Säue" designed hat, das natürlich auch auf dem Cover der 2. Ausgabe zu sehen sein wird - ich liebe den Doktorhut, das war eine ganz eigene kreative Sternstunde von uns!;)

Bei K.&A. muss ich mich bedanken für das neue Covergemälde für den "Rosenfriedhof", ohne das das Cover bestimmt wieder genauso düster, mystisch, wie die alte Ausgabe geworden wäre. Dabei gefallen mir die hellen Farben im Nachhinein viel besser und als eycatcher sind sie in jedem Fall auch top!:)

Schlussendlich muss ich mich bei den lieben Sinnstiftern (siehe Linkliste) bedanken dafür, dass ich jetzt kostenlos - und hoffentlich nicht umsonst;D - auf der hübschen Seite gefeatured (jaja neu-deutsch ich weiss;) werde und dank des regen Interesses das Cross-Referencing und die kreative Zusammenarbeit sich ganz spannend anlässt. Ich bin sehr gespannt was daraus noch wird!:)

Und als allerletztes muss ich mich bei lulu.com und Amazon bedanken, dass sie es nach 7Wochen tatsächlich mal geschafft haben meine fertig verlegte Magisterarbeit (siehe Linkliste) bei Amazon.de online zu bringen. (Amazon.com führt zwar den Titel, aber bestellen kann man's noch nicht, mal sehen...^^)
Aber dafür dass das verlegen bei lulu bis auf die Kosten für das Korrekturexemplar völlig kostenlos ist, sollte man sich wohl nicht beschweren, wenns ab und zu mal in bißchen länger dauert.

Dafür gibts ja Snickers!;D

Montag, 19. Oktober 2009

Abschied von Schmetterling, Blumenzwerg und Co.

Klar war der Morgen und unsere Herzen frohgemut, als wir auszogen ein episches Abenteuer zu einem denkwürdigen Abschluss zu bringen!

Will heißen: Nach über einem Jahr ist unsere Earthdawn-Kampagne am Sonntag in einem Sonnenuntergang beschienenen Happy-End zuende gegangen!;)
Normalerweise bin ich ja kein Freund von rosaroten Happy-Ends, aber in diesem Fall fand ich es mal wirklich schön, einen Charakter zur Seite zu legen in dem Bewusstsein, dass ich ihn in einem Jahr oder in zwei ohne Probleme wieder vorholen und weiterspielen kann...war man ja von KULT anders gewohnt...

Trotzdem werde ich meinen kleinen Schmetterling (aka Windlingsmagier;) vermissen. Irgendwie ist es ja schon immer ein kleiner Abschied, wenn man einen Charakter solange gespielt hat und irgendwie hat man ja doch immer das Gefühl, dass es graaade anfängt Spaß zu machen...;)
Aber zum Glück kann man ja noch weitere Jahren von den Wiederholungen der heroischen Episoden leben! Manchmal finde ich es wirklich schade, dass ich nicht zeichnen kann, dann würd ich ein paar Comics machen, um die schönsten Momente festzuhalten: Norg in full-flow mit einem Ork in der Hand, den er dem 2. Ork grade auf den Kopf schlägt (Body-Count ist gar kein Ausdruck!;), Charon "der Obs", als Fels in der Brandung mit der Tundrabestie vor den Füßen, die sich an ihm leider den Kopf eingerannt hat, Olgana (aka Blumenzwerg) in ihrem pilzbewachsenen Blümchenkleid, nebst Pudel beim erzwungenen Bad im Fluss, Thanorra (Spitzname Langohr, aber nur wenn sie's grad nicht gehört hat;) als Löwenbezwingerin, oder mit einer Hand voll Fleisch auf der Flucht vor dem Bären und der Wasserfreak (einen Vornamen hatte der Charakter auch, aber wir haben ihn nur liebevoll "Freak" genannt;) bei seinem Schwertraining im Herbergszimmer (obwohl die Gesichter der "Umliegenden" wohl lustiger zu zeichnen wären;).

Naja jetzt haben unsere Charaktere ihre Ausbildungs- und Fortbildungspause wohl verdient, währnd wir eine Runde Cyber-Punk einschieben. Das hat den Vorteil, dass mich das Magier-Dasein schon wieder langweilt und ich mal wieder einen Charakter mit zwei Pistolen in jeder Hand spielen kann!;D
Außerdem ist dann meine Rollenspielsammlung fast komplett, dann habe ich für jedes größere System einen Charakter gemacht...nur für KULT muss ich einen neuen machen, meine kleine Japanerin ist etwas zu sehr von der Rolle nach 3 Jahren Blut, Tod und Wahnsinn...das schreit förmlich nach einer neuen, armen Seele, die noch unverdorben in die Verdammnis rennen kann!;D

Ich freu mich schon!

Dienstag, 13. Oktober 2009

Großstadtgeflüster

Heute habe ich von M. in der Bib ein wunderschönes Lied gezeigt bekommen, dass mal wieder wie Faust auf's Auge auf meinen Tag passt.

Großstadgeflüster - Nein, muss ich nicht

Das musst du gesehen haben

Nein muss ich nicht!

Das musst du gelesen haben

Nein muss ich nicht!

Das musst du probieren

Nein muss ich nicht!

Das musst du demonstrieren
Nein muss ich nicht!

Da musst du auch reingehen

Nein muss ich nicht!

Das musst du doch einsehen

Nein muss ich nicht!

Du musst mit dir harmonie
ren
Nein muss ich nicht!
Du musst mit maschieren

Nein muss ich nicht!

Ich muss gar nichts ausser schlafen, trinken, atmen und ficken
und nach meinen selbstgeschriebenen Regeln ticken

Ich muss gar nichts ausser schlafen, trinken, atmen und ficken
und gelegentlich um vier Uhr früh n Burger verdrücken

Ich muss gar nichts ausser
schlafen, trinken, atmen und ficken
und nach meinen selbstgeschriebenen Regeln ticken

Ich muss gar nichts ausser
schlafen, trinken, atmen und ficken
und so pünktlich, wie es geht, meine Steuer abschicken


Da must du unbedingt mal hin
Nein muss ich nicht!

Du musst sie sein, die Siegerin

Nein muss sich nicht!
Das musst du doch verstehen

Nein muss ich nicht!
Das musst du auch mal anders sehen

Nein muss ich nicht!
Da musst
du drüber nachdenken

Nein muss ich nicht!

Du musst dich auch mal ablenken

Nein muss ich nicht!

Das musst du dringend hinkriegen

Nein muss ich nicht!

Das musst du wieder grade biegen
Nein muss ich nicht!




Da hatte ich mich morgens noch darüber aufgeregt, dass es mir auch mit 26 noch passiert, dass irgendwelche aufgeblasenen Säcke mir kleinem Kind mal erklären wollen, wie denn die Welt funktioniert. Und das auch noch in den schlimmsten und abgedroschensten Formen sozialen Zwangsverhaltens: "Man muss das ja auch so sehen", "Heutzutage muss man ja", "Man kann ja nicht einfach" usw usw...traurig aber wahr, es gibt immer noch Menschen, die ihr ganzes Leben danach ausrichten was "man" halt so macht oder nicht macht und die dir das dann auch noch als die große Lebensweisheit verkaufen wollen, die du ja einfach noch nicht verstanden hast.
Es gibt eigentlich nichts, was mir die Nackenhaare so schnell zu Berge treibt, außer wenn ich es dann auch noch mit völlig unreflektierten Menschen zu tun habe, die Fehler prinzipiell nur bei Anderen suchen, nicht für 1 Sekunde in der Lage sind ihr eigenes Verhalten objektiv zu betrachten, oder gar zu hinterfragen und dann auch die Frechheit haben sich in ihrem eigenen Selbstmitleid zu suhlen, bis einem das Frühstück wieder hochkommt.

Erschreckenderweise trifft man solche Menschen immer wieder im Leben und fragt sich manchmal, warum ihnen eigentlich nicht auffällt, dass der beste Weg an ihrem ach so verkorksten Dasein etwas zu ändern, wäre sich selbst zu ändern, anstatt immer zu versuchen andere Menschen umzuerziehen. Klappt sowieso nie, ist wie mit der self-fullfilling prophecy: Wenn ich mir die ganze Zeit einrede, dass ich sowieso vom Pech verfolgt bin, dann bin ich das auch, Einbildung ist auch eine Bildung.

Das nächste Mal wenn ich also in solchen Disskusionen stecken bleibe - mit den Jahren hab ich ja gelernt sowas eigentlich zu umgehen und statt dessen lieber mit Leuten zu verkehren, deren geistiges Alter die Pubertät hinter sich gelassen hat - werde ich mir einfach ein bißchen Großstadtgeflüster anhören.;) Bestimmt keine Perle deutschen Liedgutes, aber zumindest der Refrain stimmt zu 98% mit meiner Lebensphilosophie überein - ich würde nur noch gerne "essen" ergänzen, denn Nahrungsentzug macht mich persönlich genauso grummelig und unausstehlich, wie Entzug der anderen Grundbedürfnisse...Ein Glück, dass mein Schatzi das inzwischen weiss und mir erstmal was zu essen macht, wenn ich total genervt nach Hause komme!;D

Montag, 12. Oktober 2009

There and back again - "Kurzurlaub" in den bayrischen Untiefen;)

So wir haben es geschafft!
Hin und zurück aus den bayrischen Untiefen in nur 4 Tagen - das nennt sich bei unsereins dann Urlaub, denn mehr Urlaub gibt's dieses Jahr nicht!;)

Wobei ich festgestellt habe, dass ich das vermutlich besser abkann, als so manch anderer Globe-Trotter, ich bin eh so ein Zuhause-Bleib-Typ. Das sieht man schon daran, dass ich z.B. noch nie Flugzeug geflogen bin und bis Donnerstag war ich auch noch nie ICE gefahren (gut, nicht, dass man da jetzt soviel verpassen würde;). Aber immerhin war unsere Hinfahrt sehr ereignislos, was man dann zu schätzen lernt, wenn die Rückfahrt das komplette Bahn-Entertainment Programm enthält: Personenschaden, Verspätung, Verpasster Anschluss, Überfüllter Zug, Patzige Schaffner und Unbequme Sitzgelegenheiten auf dem Fußboden inklusive.^^
Da lobt man sich doch die völlige Ruhe einer ICE Fahrt durch die Nacht, in der man so gaaaar nichts Spannendes zu tun hat. Da kann einen dann sogar der eine oder andere lyrische Anfall überkommen und man hat gleich was für den nächsten Gedichtwettbewerb!;)

Am Bahnhof

Kleine Leben in Koffern
verschleppt, verstellt, vertauscht, verloren
wohin es sie führt
Ans Ende der Reise
oder doch nur im Kreis

Fremde Blicke hinter Glas
und ewig die Frage
Was wäre wenn
Wie wäre ich du
Wozu wärest du ich
An einem Ort
an dem sich Geschichten kreuzen

Bleibt manches zurück
wenn Menschen
schneller als Gedanken kreisen

Natürlich haben wir auch ein bißchen was von Nürnberg sehen können, z.B. waren wir auf der Burg, am höchsten Punkt der Stadt und da noch auf dem alten Aussichtsturm (400m Wendeltreppe, gar nicht gut für Höhenangst!!!;). In Nürnberg so stellen wir fest, sind alle Dächer rot, in Aachen weniger.;) Außerdem hat Nürnberg noch eine Stadmauer mit Graben...allerdings heutzutage mit Bäumen statt Wasser drin und einer sehr hübschen Rundstraße, die bestimmt den meisten Inline-Skatern spontane Orgasmen abringen würde.

Außerdem waren wir Flocke im Zoo besuchen - was trotz, oder gerade durch den Dauerregen ganz angenehm war, weil nicht soviele schreiende, plärende Kinder unterwegs waren! Nach fast 4 Stunden wandern im kühlen Herbstwetter hatten wir dann aber doch genug, auch wenn ich persönlich zumindest den bekloppten Seelöwenabys beim Spielen stundenlang hätte zuschauen können - die spielen erstaunlicherweise genau wie unsere Katzen...nur unter Wasser natürlich.;)

Mal sehen vielleicht fahren wir ja nächstes Jahr mal an richtig exotische Orte...so wie Hamburg oder München!;D

Sonntag, 4. Oktober 2009

How to: Kimono (vorsicht lang, aber mit Fotos!;)

Jaja ich weiss, ich hab's schon 1000x erzählt und alle Menschen, die sich regelmäßig mit mir ungeben, können es vermutlich schon nicht mehr hören: Ich habe mir einen Kimono gekauft!
Und ja, ich freue mich immer noch (nach...3 Wochen?) darüber, wie ein Kind an Weihnachten!;)

Und weil ich mich wie ein Schneekönig darüber freue wie schön dieses Ding ist und außerdem an Halloween eine perfekte Ausrede habe es auch zu tragen, folgt hier nach 3 Wochen harter Arbeit, mehreren Muskelkatern und Stunden von Improvisierarbeit das "How to" zum Kimono tragen, weil ich das so in deutsch nirgendwo gefunden habe und weil ich es voll spannend finde - womit ich vermutlich alleine bin, aber wozu wäre ein Blog sonst gut, wenn nicht, um Dinge zu erzählen, die sonst keine Sau interessieren?!Falls sich doch Freunde und Liebhaber japanischer Kultur finden, besucht niemals den Ichiroya Flea Market, wenn ihr gerade pleite seit!;) Es sei denn um die lehreichen Erklärungen zu den verschiedenen Kimono und Obi Arten zu lesen. Meine Kommunikation mit Yuka und Yoko aus dem Versand habe ich ja an anderer Stelle schon beschrieben und kann den Laden was den Kundenservice angeht nur wärmstens empfehlen - allerdings muss man zu den Shipping-Kosten noch ca. 8-10% Zollgebühren rechnen.

Dafür bekommt man allerdings auch teilweise historische Einzelstücke zu Preisen, zu denen sich das trotzdem noch lohnt (meine Schönheit ist aus den 1920gern und bis auf ein paar winzige Flecken einwandfrei erhalten). Um Klugscheißer und andere Geeks aber gleich mal zu beruhigen, ja ich weiss, dass es strenge Regeln gibt zu welcher Jahreszeit welche Muster getragen werden dürfen und dass es mir als verheirateter Frau eigentlich nicht mehr ansteht die langen Furisode-Ärmel zu tragen...ich tu's nur trotzdem, weil es in Europa eh niemanden stört und es mir einfach besser gefällt!;)
Wenn dann das Paket angekommen ist, geht es an's üben, denn Kimono ist kein Kleidungsstück, dass man einfach so überzieht und fertig. Manche Menschen machen tatsächlich Seminare dazu, aber ich war ja schon immer eher autodidaktisch veranlagt.;)
Man beginnt also mit der Sammlung von 4Schals/Bändern/Gürteln, die zur Fixierung gebraucht werden. Diese sind nacher nicht zu sehen und daher ist es ziemlich egal, wie sie aussehen. Dann noch 2Bänder/Schals, die möglichst hübsch sein sollten, weil sie als Obiage (Brusttuch) und Obijime (Obikordel) gebraucht werden und damit sichtbar bleiben. Dann fehlt noch das Obimakura, ein kleines Ploster für den Obi-Knoten, dass traditionell mit rohem Reis gefüllt war. Meins besteht aus Stoff/Füllwatteresten und einer alten Strumpfhose (Improvisation ist alles!;).
Außerdem gehört zur Ausstattung ein Unterkleid, oder eine Komibnation aus Hadajuban (Unterhemd) und Koshimaki (Hüfttuch). Meine Kombi besteht aus meinem Satin-Morgenmantel und einem Hüfttuch, dass mal eine Gardine war, ein normaler Pareo tuts aber auch.;) Dann brauchen wir nur noch ein paar Sicherheitsnadeln und 1-2Handtücher, den eigentlichen Kimono (vorsicht schwerer als er aussieht!) und den 4m langen Obi und "schon" kann's losgehen.

Wie die Prozedur dann vor sich geht, lasse ich mal Yuka erklären, die kann das sicher besser als ich:




Wie ihr seht, sehen meine Zwischenergebnisse schon recht ähnlich aus, nur den 2. Part, in dem es ums Obi binden geht, habe ich nicht von Yuka übernommen, da sie sich nur mit Nagoya Obi beschäftigt, ich aber einen Fukuro Obi habe (weil ich die schöner finde;), die etwas anders gebunden werden, wie ihr hier seht:



Von Yuka habe ich allerdings übernommen, dass ich meinen Obi vorne binde und dann am Schluss auf den Rücken ziehe (glaubt mir das ist schon schwer genug und es sieht in dem Video wirklich 100x einfacher aus!;).
So kommen wir zum vorläufigen Endergebniss, nach 3 Wochen langer Übungsarbeit - wirklich ungelogen da gehen Abende für drauf sich immer wieder aus- und einzuwickeln, bis alles so halbwegs sitzt. Den hier angewendeten Obi-Knoten nennt man übrigens Taiko, weil er ein bißchen so aussieht wie eine kleine Trommel (ja in Japan sind Trommeln manchmal viereckig;), was vielleicht erklärt, warum er mir leichter fällt, so als ehem. Drummer...haha ja Spitzenwitz ich weiss...;)













Was jetzt noch fehlt sind die letzten Acsessoirs: Tabi (Socken mit abgeteiltem großen Zeh), Zori (Reisstrohschuhe, hier die etwas stylischere Variante mit 2 Riemen;) und Haarstäbchen (echt französisch, weil's so gut passt;)


Und dann kann dem großen Auftritt wirklich nichts mehr im Wege stehen...zumindest bis man weitere Strecken laufen, auf niedrigen Sofas sitzen, oder auf's Klo gehen soll, dahin bin ich noch nicht vorgedrungen!;D

Freitag, 2. Oktober 2009

Das Arschloch Buch

So endlich hab ich es mal geschafft mein "Wie ich ein Arschloch wurde und dabei reich und glücklich"-Buch auszulesen.
Hat ja lange genug gedauert,aber ich dachte mir, wenn man eh schon von der Welt genervt ist, braucht man nicht auch noch einen Arschloch-Workshop...oder vielleicht grade dann?;D

Ganz im Allgemeinen geht es um Marty, der ein netter Kerl ist und deswegen von Niemandem ernst genommen wird - weder von seinen Nachbarn, noch seiner Frau, seinem Hund oder seiner Chefin. Also beschließt er in einem selbst entworfenen 10-Punkte Programm ein rücksichtsloses Alpha-Männchen zu werden, um seine Karriere und sein Sozialleben komplett umzukrempeln. Was dann folgt würde vermutlich in einem Film mit Adam Sandler und Robert De Niro hervorragend funktionieren und lässt stark an Bridget Jones für Männer denken.;)
Tortzdem kann das auch für Menschen mit einer eher "filmischen" Fantasie ziemlich lustig sein, auch wenn die großen psychologischen Erkenntnisse ausbleiben.

Am Ende einigt man sich doch wieder darauf, dass rücksichtlose Karrieremenschen eben auch nicht glücklich werden, dass man zuerst sich selbst lieb haben muss, um erfolgreich zu sein, Selbstwert und Selbstvertrauen zwar mit Selbst aber nichts mit Ego zu tun haben und Ehefrauen einem sowieso nie nach der Pfeife tanzen.;)

Von mir gibt's 2 von 5 Dollarscheinen für nette, aber nicht überragende Spaßliteratur.

The Shakespeare-Thing...

An meinem Blog-Thema in den letzten Wochen hat man es vielleicht gesehen - ja, nach gefühlten 20 Jahren spielen wir dieses Jahr endlich mal Shakespeare. Und nicht nur das, nein, es ist sogar der Sommernachtstaum geworden!
Was wieder beweist, wenn man ein Stück in dieser Gruppe nur lange genug (also 6 Jahre^^) vorschlägt, dann klappt das auch irgendwann!;)

Ich finde das sehr aufregend, wir haben ein sehr spannendes Konzept und keine Liebe-Licht-Flatter Elfen mit spitzen Ohren - gut, was fast dasselbe ist, aber trotzdem nochmal gesagt werden muss, finde ich!;)

Lustigerweise haben wir uns ja jahrelang um den großen S. zu drücken versucht mit der Ausrede, dass wir kein Publikum dafür finden und jetzt sind alle plötzlich total begeistert. Sogar meine Familie fand's total toll, auch wenn mich die Unterhaltung mit meiner Mama leicht stutzig gemacht hat:
M: Was spielt iht denn? Shakespeare oder?
Ich: Ja Mittsommernachtstraum.
M: Dein Bruder sagt "Cool". Was spielst du denn?
Ich: Helena.
M: Aha, ist das wieder so eine alte Tante?
Ich: Nein, ein junges Mädchen.
M: Echt?...A*** deine Schwester spielt diesmal keine alte Tante!
Stimme aus dem Off: Nein? Ist sie wenigstens zicking und hat einen Fächer?
Ich: Ähmm nein, eigentlich eher klein und niedlich und einen Fächer wüsste ich nicht wo einzubauen...
M: [Übersetzt das]
Stimme aus dem Off: NEIN?! Kann die das?
Ich: *grummelgrummelgrmpf* Ich hoffe!

Ich glaube ich muss meine Rollenauswahl in den letzten Jahren für die Zukunft nochmal überdenken, wenn da solche Unterhaltungen bei rumkommen!!!;D
Aber jetzt wird ja alles anders und ich kann mal jemanden ohne Falten spielen, den zumindest ein paar der anderen Charaktere auch mögen...obwohl na gut außer Dora mochten Belle ja eigentlich auch die Meisten und Dora Charleston war auch ok...aber trotzdem!;)
Jetzt muss ich nur noch einn Mittelweg zwischen mir und diesen Damen hier finden, dann kann die große Party losgehen:




Für alle, die es sich schonmal rot im Kalender anstreichen wollen: 28.-31. Januar, Ludwig Forum!
Be there or be a rectangular thing!;D

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