IT IS DONE!

Hach, ist das ein erhebendes Gefühl das nochmal zusagen...Aber es ist tatsächlich wahr, nach ca. 3 Jahren Produktionszeit habe ich Anfang des Monats (endlich!) das letzte vorgesehene Kapitel für die B(r)uchstücke fertig geschrieben!
Ich hätte in den letzten Zwischenständen nicht so non-chalant-selbstsicher behaupten sollen vor Juni eine letzte Geschichte zustande zu bringen wäre ja wohl kein Problem...;-)

Was heißt jetzt das "letzte vorgesehene"? Das bedeutet, dass ich as yet keine weiteren Geschichten mehr auf der Warteliste habe, die noch aufgenommen werden wollen - was nicht zwingend heißt, dass ich Nachzügler-Ideen die Tür vor der Nase zuschlagen würde, aber was prinzipiell erstmal als Signal für das Background Processing gedacht ist, sich doch bitte langsam mit dem nächsten Projekt zu beschäftigen!;-)

Ganz so einfach ist das aber natürlich nicht, denn mit der reinen Produktion des "Roh-Textes" fängt ja eigentlich die arbeitsintensivste Phase der Produktion erst an...es sei denn man ist von den Musen mit einem Rundum-Sorglos-Mitarbeiterstab gesegnet, aber wer ist das schon?

Während ich jetzt also darauf warte, dass meine heldenhaften Beta-Leser mir ihre (verbliebenen) Vorschläge unterbreiten und ich mir dann ein paar Wochen lang darüber den Kopf zerbrechen kann - ich habe den kompletten August dafür eingeplant, ich hoffe das wird reichen... - sollten so langsam auch an Dinge wie Layout ein paar Gedanken verschwendet werden...

Da gibt es natürlich zunächst mal das Cover, das ja schon eine grobe Struktur hat, aber noch mitnichten arbeitsfähig ist (schon allein, weil mir mal wieder eine funktionierende Photoshop-Version fehlt...) - das Foto ist zwar Lizenzfrei zu haben, Wikimedia sei gepriesen, aber will man wirklich ein schwarz/graues Cover? Lässt sich das überhaupt gut drucken? Was ist mit Color-Splash? Und was würde man da "splashen? Und in welcher Farbe? Welchen Grauton will man überhaupt?
Von den 100 Entscheidung zum Back-Cover und Klappentext mal ganz abgesehen...;-)
Dann müssen Schriftarten ausgesucht werden. Momentan sieht man hier Andalus und die erste Version des Impressums ist in Arapita (ich hoffe das schreibt man so...), eine sehr kleine Serifen-Art. Zu klein vielleicht? Welche Schritgröße setzt man überhaupt, damit es angenehm zu lesen ist, aber auch nicht wie ein Kinderbuch in Arial 12p aussieht?


Und als wäre das nicht "schlimm" genug, kann man auch noch endlose Lebenszeit-Stunden in optionales Innen-Layout stecken!;-)
Meistens macht man es sich beim Lesen nicht wirklich bewußt, aber die wenigsten Bücher sind heute wirklich nur noch von Anfang bis Ende fließend durchgedruckt, wie man eine Facharbeit abgeben würde - und wenn es nur eine abgesetzte Schriftart für die Kapitelüberschriften ist, irgendwas an Layout ist da immer drin. Zudem muss so eine Druckfahne natürlich auch dahingehend gesetzt werden, dass man am Ende ein doppelseitig-bedrucktes Ergebnis vor sich hat. Die aller-allermeisten Bücher fangen neue Kapitel nur auf der "guten" Seite, sprich rechts an, weil sich das für von Links nach Rechts lesende Kulturen so richtig anfühlt.
 Dann gibt es noch Gimmicks zum Kapitelanfang, wie z.B. Großbuchstaben über mehrere Zeilen, kleine Grafikelemente oder auch einfch eine halbe Leerseite, habe ich in letzter Zeit häufiger gesehen - letztlich erst bei Fragile Things (siehe oben)!

Und wo wir gerade bei Gaiman sind, gibt es noch ganz andere Design-Ideen für den Innenraum - hier zum Beispiel eine s/w Version des Covers als "Kapiteldeckblatt":


Man bemerke außerdem dass hier eine relativ "Times New Romaneske"-Schrift für den eigentlichen Text gewählt worden ist, während die Schriftart für die Überschriften sehr kalligraphisch-ungewöhnlich ist...ich sage euch, wenn man einmal sowas gemacht hat, blättert man Bücher nie wieder einfach nur so durch, ohne darüber nachzudenken!!;-)

Die Idee mit den Kapitel-Deckblättern hat mich irgendwie fasziniert, also habe ich mit meinem begrenzten Bildbearbeiter (Irfan View) mal versucht aus meinem Ausgangsbild eine Art "Bleistiftzeichnung" zu fabrizieren - nach wildem übereinanderlegen mehrerer Filter und Effekte, hat das sogar funktioniert (ich hoffe man kann es einigermaßen erkennen, ich habe die Tranzparenz absichtlich ziemlich hoch gesetzt...

Kommentar meiner besseren Hälfte übrigens: Naja so schwer ist das ja auch nicht...
Kaum hat man mal eine einzige Photoshop-Schulung gemacht, schon wird man vorlaut! Frechheit!;-)

Im ersten Versuch sowas in der Art von Fragile Things zu setzen, hat mir das mit den Deckblättern allerdings nicht so richtig gut gefallen...denn was man vor allem produziert, wenn man neue Kapitel sowieso nur rechts und dann auch noch mit einer "Deckseite" setzt, sind viele leere und halb-leere Seiten...vielleicht ist es das latent schlechte Gewissen aus 8Jahren Studium, in dem "Seiten schinden" immer böse war, aber irgendwie sträubt sich in mir was dagegen!;-)
Der neue Arbeitsansatz ist daher meine gefakte Zeichnung statt dessen auf die "ungeliebten" linken Seiten zu setzen, was ja auch eine Art Deckelfunktion für jedes neue Kapitel hätte...

Vielleicht versuche ich es auch mal mit der halbleeren Anfangsseite, wobei ich befürchte, das wird mit auch nicht gefallen...aber vielleicht mit irgendeinem Grafik-Schnörkel? Oder wird das irgendwann zuviel...?
Immer diese Entscheidungen!!

Man sieht also: Bevor dieses Papier-Baby flügge ist, wird noch das eine oder andere graue Haar auf meinem Haupte dazukommen...aber sonst wäre das Leben ja auch langweilig!;-)

Hmpf, da wollte ich eigentlich ganz viele schöne - sonnenbeschienene!! - Fotos von meinen neugekauften, neugepflanzten Gartenblumen machen und was ist? Bis ich Feierabend habe, regnet's immer...;-)

Naja, dann eben das Bild aus der Konserve von Wikipedia - wir sind jetzt Besitzer von zwei kleinen Hortensienbüschen (ungefähr 1/6 von denen da oben;-) in blau. Ob die dann auch blau bleiben in unserer Erde, bleibt mal abzuwarten, aber sie blühen schön und erfreuen das Auge...:-)

Aber erstmal von vorne zum Wochenauftakt:

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Ich werde zwar nicht zu alt für diesen Scheiß (siehe unten;-), aber ich bin zu allergisch für Outdoorveranstaltungen! Obwohl ich schon in weiser Vorraussicht den kompletten Sonntag nur zur "Kreislaufwiederherstellung" eingeplant hatte, bleiben mir die Spätfolgen des 12-Stunden-im-Sommer-draußen-rumrennen vom Samstag noch bis heute: Meine armen Nebenhöhlen sind immer noch geschwollen, der Schmerztablettenkonsum reißt noch nicht ab und bis sich die Haut an  Nase und Oberlippe von der Dauerbelastung durch 1,5Pakete Taschentücher erholt hat, dauert es wohl auch noch was...und das obwohl ich mir jetzt schon morgens und abends so einen sexy Heilsalben-Schnurrbart aufmale...;-)
Fazit: Hypo macht es besser - von gut kann aber keine Rede sein...
Aber einmal in 10Jahren muss sowas für Die Ärzte einfach drin sein, was soll man machen!

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Und wo wir grade beim Wetter waren: Ich mag Gewitter, aber irgendwie lieber von Drinnen!;-)
Sommergewitter sind allerdings eigentlich nicht so mein Ding, da wird die Luft vorher immer so furchtbar unerträglich...aber man muss das Positive sehen: Wenigstens muss ich so heute Abend nicht bei 30° Außentemperatur bügeln - ich habe nämlich leider keine einzige Bürotaugliche Hose mehr im Schrank!;-)

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So und zum Abschluss noch die beiden besten Seiten des Sommers: Grillfleisch und bunte Blumen!
Den Grillgeruch haben wir heute ganztätgig im Büro von unseren Nachbarn gesponsort bekommen - und dabei hatte ich ein völlig fleischloses Abendessen geplant...mal sehen was daraus wird, vielleicht ist der Schmacht stärker!;-)
Und Bilder von unseren bunten Gartenbewohnern liefere ich dann mal nach, sobald es mal nicht regnet, wenn ich nach Hause komme: Bisher blüht unsere gelbe Rose schon wie ein Weltmeister, nur fast eingeholt von der signalroten Geranie. Unsere Baumlilien sind inzwischen fast so hoch wie ich und produizieren auch Blütenstände, wie am Fließband, ich denke in 1-2Wochen kann man auf unserer Terasse in Lilienduft baden!
Nur die asiatischen Lilien haben es den langen Winter über nicht wirklich geschafft - ein paar klägliche Stengelchen wachsen zwar, aber ich denke da müssen wir im Herbst nachlegen und hoffen, dass dann nächstes Jahr wieder die "volle Ladung" sprießt!
Nur unser Kirschbaum ist leider nicht mehr zu retten gewesen...dafür steht an dem sonnigen Plätzchen jetzt mein Fliederbusch, der aber noch 1-3Jahre brauchen wird, bis er blüht...Gärtnerei ist ein Gedultsspiel!:-)

Und nun noch ein lustiges Video, dann kann die neue Woche kommen!

Prinzipiell müsste man sich ja fragen lassen, ob Punkrock-Konzerte nicht irgendwann auf die "Ich bin zu alt für diesen Scheiß"-Liste verbannt werden müssten...aber ich denke, solange man noch wenigstens 20Jahre jünger ist, als die Menschen AUF der Bühne, muss man sich da noch keine Gedanken machen!

Allerdings muss man sich ja schon fragen: Ist das noch Punkrock, wenn man alle seine Vorbands höchstpersönlich ankündigt, auf die Minute pünktlich die Show beginnt, das ganze Konzert über publikumswirksam seinem Grünen Tee trinkt und dann nach 2,5Stunden wieder pünktlich Feierabend macht?
Anwort: Wenn es Die Ärzte machen, auf jeden Fall!;-)

Ein wenig gesetzter ging es zwar auf unserem Tribünenplatz bestimmt zu - ich sage nur rote Lederpolstersitze! - aber da ich mit schon 20 nicht so der Typ für die Moshpit war, muss ich mir das nicht mal als Alterserscheinung ankreiden, nur als persönliches Bedürfnis nach personal space!;-)
Ansonsten fand ich den Umszug auf die Tribüne aber nicht weiter störend - hüpfen, springen, tanzen, feiern kann man da auch, sitzen gelieben ist eigentlich niemand und man kann bei der "Song-Erkennungs-LaOla" ganz vorne mitspielen!

Und ansonsten?
Ist ein Ärztekonzert einfach immer noch ein großer Spaß!:-) Meinetwegen hätten ein paar weniger neue Songs dabeisein dürfen (die neue CD ist nicht so ganz mein Ding) und das Set war eher "ersthaft" - will meinen eher Songs wie Der Graf, Mach die Augen zu und Ignorama als Dreitagebart und Meine Freunde, aber wenn man so eine große Auswahl hat, muss man sich vermutlich für ein K-Wort entscheiden - und zum Glück sind ja auch die "ernsteren" Ärztesongs immer noch nicht so triefend weltveresserlich!;-)
Die komplette Set-List gibt es hier!

Höhepunkte?
Die Song-Erkennungs-LaOla erwähnte ich ja schon, aber auch den Klimax-Song (Westerland) einfach mal 2Minuten unterbrechen, um dem Crowdsurfenden Eisverkäufer zuzusehen, war schon großes Damentennis - danach gab's ein Eis für Bela und den Song nochmal von vorn, alle waren glücklich.;-) Ein wenig Publikumgschoreographie gab's auch - da war die Tribüne tatsächlich mal vorteilhaft, denn 2000Leuten im Innenraum zu sehen, die bei jedem "Unrockbar" vom Boden aufspringen sieht einfach sehr beeindruckend aus - wenn man mitten in der Menge steht, kriegt man das anders mit, aber aussehen tut es besser von oben!:-)
Achso ja und: "Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht" klingt super mit dem 20.000Mann-Backgroundchor.

Leider war das Stadion nicht ausverkauft, was ich mir wirklich nicht erklären kann, es sei denn hier sind wieder böse menschen am Start, die Karten horten und dann zu unmöglichen Preisen weiterverkaufen wollen...
Aber von diesem kleinen Wehrmutstropen abgesehen, kann ich Ärztivals als Wochenendplanung nur empfehlen - von den Vorbands haben wir zwar nur La Brassbanda wirklich von Anfang bis Ende gesehen, aber als "Einheizband" sind die Jungs wirklich super und das obwohl ich ja nach Farins Ankündigung von "Techno ohne Elektronik" noch sehr sekptisch war...
Aber das hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und man kann sich irgendwie auch vorstellen, dass das Backstage am Buffet ganz lustig zugehen muss!;-)
Mein Lieblingszitat: "Wollt ihr als nächstes wieder was Bayrisches, oder mal was Gutes? - Na, wir können eh nur Bayrisch..." (den Bayernaktzent bitte dazudenken, den kann ich nicht mal schreiben...;-)

Und falls man sich jetzt fragen muss, woher man die kennt - ESC lässt grüßen!;-)

Eigentlich ist es für Frühling schon ein wenig spät - andererseits hat sich das Wetter bisher auch nicht entschieden, ob es nun Sommer sein möchte, oder nicht, also was soll's?

Also gibt es heute ein paar Tulpen, nicht aus Amsterdam, sondern aus meiner Papierkiste als perfektes Geschenk für alle, die mit lebendigen Pflanzen überfordert sind (in diesem Fall mein Papa;-), oder einfach nur  pflegeleichte Deko bevorzugen!

Schritt 1: Die Farben der Natur 
Eigentlich wollte ich noch ein paar Fotos von meinen Garten-Tulpen machen, die ich als Vorbilder benutzen wollte, aber der Nachfrost hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht...*sfz* Also halten wir fest: In unserem Garten gab es rot-gelb-gefleckte Tulpen, weiße Tulpen mit lila Blütenrändern, orage und rote Tulpen mit schwarzen Einfärbungen und Telekom-Pinke Tulpen!:-)
Und weil es das mal wieder nicht als fertig-kaufbares Papier so gab, hier die Ausgangs-"Desings" in Wasserfarbe auf Origamipapier. Manchmal ist sogar das Abfallprodukt noch fast Kunst...;-)

Schritt 2: Das gelobte Land des How To
Ich habe die Blätter nach dem Bemalen erst mal trocknen lassen, aber dann so schnell wie möglich in ein dickes Buch gepackt und mit noch mehr Büchern beschwert - ein paar Tage flach drücken lassen und schon sind eventuelle Wasserwellen im Papier Geschichte.
Danach geht es mal wieder nach Anleitung - man bemerke, dass ich die Anleitung zum "Stengel-Basteln" geflissentlich igoriert habe, was aber nicht heißt, das sie nichts taugt.



Schritt 3: Fummeln wo Fummeln sein muss... 
Dieser Trick die Blüten unten flach aufzufalten ist gar nicht so einfach, auch mit Zahnstocher - das mit dem Reinpusten funktioniert aber erstaunlich gut, wenn man den "Dreh" einmal raus hat...;-)
Trotzdem hielt ich es für opportun die doch teilweise arg mitgenommenen Unterseiten mit ein oder zwei Stückchen Tesafilm zu fixieren - sieht man nacher in der Vase sowieso nicht mehr! Als "Stengel" kommen hier diesmal einfach nur Schaschlikspieße zum Einsatz, da Tulpen ja bekanntlich mehr oder minder gerade nach oben wachsen und keine Winkel brauchen.
Allerdings waren mir für die größeren Blüten die eigentlichen Spieße zu kurz, daher sind hier noch ein paar Versatzstücke angefügt - einfach ein beliebig langes Stück von einem anderen Spieß abbrechen, glatt feilen, Ende an Ende ansetzen und eng (!) mit Tesafilm umwickeln. Ist ein wenig fummelig, lohnt sich aber, vor allem weil man so für jede Blume eine eigene Höhe erreichen kann und sich die doch ziemlich ausladenden Blüten in der Vase nacher nicht "ins Gehege kommen".:-)
Dann mit einer spitzen Schere oder Nadel ein Loch in die Tesafilmverstärkung am Blütenboden bohren, Spieß mit dem spitzen Ende voran bis in die Blütenspitze durchschieben, schon fertig. Man kann vermutlich noch ein wenig Leim bemühen, um das Ganze noch stabiler zu machen, aber eigentlich hält das auch rein durch Schwerkraft, solange man die Tulpen nicht kopfunter irgendwo aufstellen will...;-)

Schritt 4: Es grünt so grün! 
Und jetzt brauchen wir noch ein paar Blätter - die schneiden wir uns am einfachsten aus grünem Post-It-Papier, wie schon für unsere Narzissen demonstriert.
Dann einfach nur noch um die Stengel kleben, mit noch mehr Tesafilm (ja, ich weiß, was soll man machen...;-) fixieren und schon fertig.







Und schon gibt es bunte Blumen das ganze Jahr über!:-)

Mir ist mal so aufgefallen, dass in meinen letzten Rezensionen ziemlich wenig völlig abwegiger Geek-Kram dabei war...
Zum Glück können wir das jetzt schnell beheben, denn meine Bettlektüre der letzten Wochen - Kimono von Liza Dalby - war sogar für meine Verhältnisse sehr speziell!;-)

 
 Meine letzte "Begegnung" mit Kimono ist ja nun schon etwas her und leider, leider habe ich seitdem auch keine Gelegenheit mehr gehabt meinen Tomesode zu tragen - was allerdings auch ein Hauptargument des Buches unterstützt: Kimono ist eben etwas "Besonderes" und im Gegensatz zu den meisten Folklore-Kostümen nicht mal eben so anzuziehen.

Wie sich diese - teilweise sehr komplizierte und steife - "Tracht" gegen die viel bequemeren Bauernkleider durchsetzen konnte, welche offiziellen und inoffiziellen Gesetzte "Frau" heutzutage befolgt und wie "man" in Japan inzwischen zu diesem Stück Tradition steht, ist das zentrale Thema dieser sehr speziellen anthropologischen Mode-Geschichte.

In diesem Sinne hat das Buch also eigentlich genau getan, was ich vom ihm erwartet hatte: Mir aufzuzeigen was beim Auswählen, Anziehen und Tragen von Kimono alles zu beachten ist...der Detailreichtum ist allerdings selbst für mich manchmal fast zuviel gewesen!;-)
Wenn man sich einmal durch 20Seiten Farb-Zusammenstellungsregeln gelesen hat, denkt man sich als Europäer irgendwann vermutlich nur noch: Dann besser Jeans & T-Shirt!
Trotzdem hat diese Mode-Symbol-Sprache viel Faszinierendes an sich, auch wenn man schon eine gute Portion Begeisterung mitbringen sollte, um nicht mitten im Buch auszusteigen...Mal abgesehen davon, dass man ein wenig geistige Flexibilität braucht, um sich in japanische Gesellschaftsvorstellungen einzudenken. Die Alice Schwarzers dieser Welt, sollten das wohl besser lassen...;-)

Prinzipiell habe ich also gelern: Ich mache vermutlich hunderte Fehler, wenn ich versuche Kimono zu tragen. Aber: Das ist überhaupt nicht schlimm! Da Japaner es sowieso für absurd halten, wenn nicht-Japaner Kimono tragen, macht es das dann auch nicht mehr schlimmer!;-)

Für diese seeehr spezielle, aber aufwendig recherchierte und bebilderte Abhandlung vergebe ich daher überzeugte 4 von 5 Seidenblumen. Demnächst gibt's dann wieder ein wenig Frauengeschichte "zur Abwechslung" *haha*.;-)

Ja, ich weiß, für Tulpen ist es eigentlich schon ein wenig spät - ich habe grade gestern erst die ganzen verblühten Frühlingsblumen zurückgestuzt, damit jetzt mal die Sommerblumen Luft und Sonne bekommen...;-) Trotzdem kann bei dem ständigen Regen ein wenig Farbe ja nicht schaden!

Wie immer habe ich über das lange Wochenende einiges angesammelt, das noch nachgereicht werden wird - so als Teaser, es wird Papierblumen und Layout geben!;-) - aber bis dahin können wir ja mal kurz die Woche ausklingen lassen, bevor es morgen wieder losgeht:

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Gartenarbeit mitten in der Stadt ist mit einigen Tücken versehen, die man vielleicht nicht so direkt vorhersehen würde - zum Beispiel ist man ohne Auto ziemlich aufgeschmissen, wenn es um die Entsorgung von Grünabfällen geht. Unser neuer Handrasenmäher hat also gestern nach drei Wochen Dauerregen endlich mal seine Bestimmung erfüllt - Handantrieb kann man ja glücklicherweise auch an lästigen christlichen Ruhetagen anschmeißen;-) - und schon stellt sich das nächste Problem: Wohin mit dem ganzen Abfall?
Ich glaube wenn mal Zeit und Geld gekommen ist, wird unser häßliches Gartenhaus einer platzsparenderen Variante weichen müssen (schon aus ästhetischen Gründen;-), dann passt da vielleicht ja noch eine Kompostkiste daneben...ein bißchen Bio-Dünger kann ja nicht schaden und mein Keller steht nicht mehr voller Grünabfall-Tüten!!
Mal ganz davon abgesehen, dass man bei aller Mülltrennwut auf vielen Dingen einfach mal sitzen bleibt - wo gebe ich denn die Baustoffreste ab, die die netten Bauarbeiter und haben liegen lassen? Schmeiß ich die denen wieder über die Mauer? So gern ich das tun würde, ist vermutlich auch wieder verboten...Müll nervt!!

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Ich will es mal nicht zu laut beschreien, für den Fall, dass nur der Regen daran Schuld ist, aber man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Hypo-Methoden für Heuschnupfen in den letzten 15Jahren (also seit meiner letzten, ziemlich unerfolgreichen Hypo gegen Gräserpollen) doch irgendwie einen Sprung nach vorne gemacht haben. Zwar habe ich mich - zurecht!;-) - im Winter noch sehr beschwert, weil diese kondensierte 4Wochen-pro-Jahr für 3 Jahre (statt Jede-Woche-1Mal für drei Jahre) Desensibilisierung schon an die Konstitution schlägt -  so ein halbes Schnapsglas fieses Allergiezeug im Arm tut echt weh.^^ Aber wenn das Ergebnis ist, dass ich statt eine 180mg Tablette Anti-Histamine (zum vergleich, die frei-verkäuflichen haben 10mg...) pro Tag zu nehmen,  momentan bei einer Tablette pro Woche stehe, ist das doch schonmal ein Fortschritt!
Und das außerdem, obwohl mir alle möglichen Mit-Allergiker schon erzählt haben, dass es sie in diesem Jahr trotz Regen ziemlich piesackt...
Da muss man wohl sagen: Es ist nicht schön, aber wenn es wenigstens hilft...;-)

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Ich kann mit ein wenig Erleichterung vermelden, dass meine ewigen Unterhaltungen mit dem Computer-Service endlich (vorerst...nicht beschreien!) ein Ende gefunden haben!
Nach gefühlten 20 Fehlversuchen summt mein kleines Ultrabook also jetzt wieder brav - leider immer noch mit Windoofs 8, aber man kann nicht alles haben... - und hat schon einen gutes Stück zum Layout der B(r)uchstücke beigetragen. Dazu dann mehr in den Zwischenständen!;-)
Zudem haben meine Restbestände an Druckerpatronen tatsächlich ein neues Zuhause gefunden, also muss ich mich jetzt nicht mehr schlecht fühlen, wenn ich lieber einen neuen Drucker kaufe, als das dumme 80€ teure Ersatzteil...^^
(Ja, ich habe wegen sowas ein schlechtes Gewissen, weil es so nach Verschwendung aussieht ... gesellschaftliche Konditionierung ist zum Kotzen!;-)
An der Technikfront gibt es also eigentlich nur gute Neuigkeiten - wenn auch noch keinen neuen Drucker - was bedeutet man kann jetzt endlich wieder Dinge tun, die man auch tun will, statt sich immer mit Dingen rumzuschlagen, die nicht funktionieren und nur im Weg rumstehen!
Wenn das keine guten Neuigkeiten sind, weiß ich es auch nicht....;-)

Also jetzt schnell noch ein lustiges Video hinterher und alles ist gut!
(Ein Wort der Warnung: Ich kann den Originalsong nicht mehr hören, ohne an Große Alte Gallerte zu denken, wer sich dieser Gefahr also nicht aussetzen will, bitte nicht Play drücken...;-)



Ich hatte es angedroht und ich mache es wahr: Es gibt wieder neue Audible-Downloads!;-)
Bei diesem Titel habe ich mich zuerst einmal stark gefragt, ob die Anspielung an Portrait of a Lady beabsichtigt war...falls ja hat der Autor gut gewählt, die Parallelen der Geschichten sind erstaunlich!

Aber fangen wir mal vorne an - worum geht es eigentlich?

Ich denke der Titel des Buches von  Robert K. Massie Catherine the Great: Portrait of a Woman (gelesen von Mark Deakins) erklärt sich eigentlich von selbst - Biographien sind selten überraschend in ihrer Themenwahl!;-)


Meine Hauptmotivation zu diesem Buch war zu etwa 10%, dass es hervorragend in meine "historische Frauen" Biographien passt, aber zu 90% meine völlige Unwissenheit was russische/skandinavische Geschichte angeht...

Selbst wenn man den Kram studiert hat, bekommt man aus diesem (ja nicht unbedingt kleinen) Erdkreis kaum etwas geboten - Absolutismus, Grundherrschaft, Revolutionen, alles spielt sich immer eher im west-südlichen Spärenraum ab und das nicht nur in Antike und Mittelalter, sondern auch in früher bis späterer Neuzeit...
Da ist es doch ein gewinnbringender Freizeitvertreib diesen Wissenlücken mal auf die Sprünge zu helfen und Katharina die Große bietet sich da als "Einstiegsthema" einfach an!

Ich muss zugeben, ich hatte zwischendurch ein wenig Mitleid mit Mark Deakins, denn für einen englischen Sprechen sind solche schönen Titel und Orte wie Anhalt-Zerbst, Nassau-Weilburg oder auch Holstein-Gottorf eine echte Herausforderung...die russischen, österreichischen und französischen Titel und Namen noch gar nicht "eingerechnet"...
Trotzdem schlägt er sich tapfer, auch wenn es mir manchmal lieber gewesen wäre, er hätte nicht jeden Franzosen, Italiener etc. mit so einem seltsamen Akzent vorgelesen!;-)

Das Buch an sich kann ich aber uneingeschränkt empfehlen! Nicht über-trocken analytisch, aber doch differenziert und quellenkritisch und immer schön darauf hinweisend, dass Vorstellungen, Moral und soziale Akzeptanz fließend und veränderlich sind. So wie man sich ein gutes Freizeit-Sachbuch eben wünscht!

Zugegebenermaßen hat sichMr. Massie allerdings auch ein dankbares Thema ausgesucht - mehr Soap-Opera Drama, als in dieser Biographie gibt es höchstens noch im alten Rom!;-)

Ich vergebe mal uneingeschränkte 5 von 5 Pelzmützen für entspannsame Wissenvermittlung - vielleicht auch was für die Urlaubsbibliothek!

Irgendwie beschäftige ich mich in letzter Zeit sowieso ständig mit der Dynamik von Fortsetzungen, da passt es doch ganz gut, wenn wir den Sprung von Film zum Gaming noch mitnehmen, denn wie ich immer predige:
Gutes Story-Telling funktioniert nach denselben Grundprinzipien, egal in welchem Medium!:-)

Man erinnerst sich vielleicht noch an meinen Post zum ersten Teil: Abzüge in der Abwechslung und Tiefe der Haupthandlung, aber großartiges Characterplay.
Gemessen an der riesigen Fan-Base im Internet und den 95.000 Weiterführungen in Form von Fan-Fiction, Büchern, Comics, Fan-Filmen und und und, die aus Dragon Age Origins erwachsen sind, ist das vermutlich schon für Viele eine geradezu blasphemische Einschätzung, aber wer wäre ich, wenn ich ein wenig überzeugte Blasphemie nicht zu schätzen wüßte?;-)

Und wie es oft passiert, wenn der Hype um einen ersten Teil groß genug ist: Die Fortsetzung kann es eigentlich nur schlechter machen.
Nach diesem rezeptionistischen Grundgesetzt finden sich also allerlei mehr oder minder peinlich-unreflektierte Verisse zum zweiten Teil Dragon Age im Netz.
Und was tut mal als Blasphemiker aus Überzeugung, wenn man mit unreflektierten Kritiken konfrontiert wird? Richtig, man widerspricht. Aus Überzeugung, aber auch, weil es in diesem Fall noch viele andere gute Gründe gibt!;-)

Worum es geht:
Meinen Hauptkritikpunkt aus Teil 1 kann ich hier schonmal nicht übernehmen, denn die Handlung von Dragon Age 2 passt höchstens auf einen sehr großen Bierdeckel.;-) Das liegt schon daran, dass hier in drei großen Sprüngen insgesamt 7-8Jahre aus dem Leben des Haupthelden zur Debatte stehen - und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn hier erzählt sich die Geschichte in Retrospektive, was einige sehr nette Übergänge und Stilmittel verfügbar macht, die einfach in der Ich-Held-Da-Bösewicht Mechanik von Teil 1 völlig unnötig gewesen wären.
Im zweiten Teil beginnen wir aber nunmal nicht als der Ausnahme-Held, sondern als Flüchtling in einer fremden Stadt, die nicht gerade ein Paradies für Menschen ist, die sich gerne aus Problemen und Politik heraushalten.;-)
Viele Fans finden diese Unsicherheit der eigenen moralischen Persona scheinbar anstrengend, zumal auch jeder der Companions im zweitel Teil seinen eigenen Konflikt-Ballast mitbringt und nicht mehr nur als Deko im Lager herumsteht, wenn man ihn grade nicht braucht.
Ich kann nur sagen, an dieser Stelle scheidet sich der Power-Gamer vom Rollenspieler - wer eine gute, vielschichtige, moralisch ambivalente Geschichte nicht zu schätzen weiß, soll halt wieder Zombies erschießen von mir aus! Ich empfand es im Gegenteil als ein enormes Plus, dass meine NSC sich nicht mehr nur aus Ein-Adjektiv-Charakteren rekrutieren - so witzig das in Teil 1 auch war, aber "der besoffene Zwerg", "der notgeile Elf" und "die grantige Hexe" sind jetzt nicht unbedingt Labels für die interessantesten, hintergründigsten Charaktere. "Leider" bedeutet das aber auch, dass man Approval nicht mehr nur durch dumme Geschenke generieren kann, sondern sich irgendwie auf die Eigenheiten und Weltanschauungen seiner Leute ein wenig einlassen muss - oder eben auch nicht, immerhin ist es möglich völlige Loyalität auch mit 100% Rivalität zu erreichen.

Was mir nicht so gefiel:
Auf die NSC-Interaktion komme ich nacher nochmal zurück, aber vorher erstmal das riesige Minus zum Anfang: Das Spiel ist einfach halb-fertig auf den Mark geworfen worden!
Das ist mitnichten eine Einschätzung meinerseits, sondern von Bioware zugegebener Fakt: EA hatte irgendwann seine Deadline weglaufen sehen, also wurde der Abschluss der Entwicklung auf Gedeih und Verderb vorangepeitscht - und das merkt man!
Zunächst einmal sind einige der Nebenquesten leider ziemlich verbuggt - nicht an entscheidenden Stellen, aber es nervt trotzdem machmal - und auch hier hat man die Ressourcen lieber in das nächste Spiel gesteckt, als da noch den ein oder anderen Patch nachzuliefern...schlimmer als bei Awakening ist es allerdings nicht, da funktioniert ja an Companion-Interaktion nur die Hälfte, wenn man nicht vorher die Wiki auswendig gelernt hat...;-)
Lassen wir das also mal als Nachteil des Konsolenspielens an sich und nicht des Spiels im Speziellen so stehen, denn leider gibt es noch Wichtigeres zu besprechen:
Zum einen gibt es kaum noch gute Cut-Scenes, was ich extrem schade finde - es muss ja nicht immer die epischen Ausmaße von japanischen Spielen annehmen (ich sage nur 45Minuten...;-), aber gerade aus der Erzählsituation hätte sich noch mehr rausholen lassen...und ein Endgegnerkampf ohne Musik und fast ohne Cut-Scenes fühlt sich so...leer an...
Das mag eine persönliche Präferenz sein, aber es kommt noch schlimmer: Wenn man es nicht selber erlebt hat, kann man sich kaum vorstellen wie furchtbar nervig es ist 80Spielstunden lang durch immer die exakt gleichen Karten zu laufen, weil es nur eine generische Küste, eine generische Höhle, ein generisches Lagerhaus und ein generisches Anwesen gibt. Wie man auf die Idee kommen konnte, dieses Map-Recycling würde nicht so ins Gewicht fallen, ist mir un-ver-ständ-lich!!
Ich war sehr froh, dass die Signature Edition tatsächlich die drei Haupt-DLCs A Foreign Prince, Legacy & Mark of the Assassin verfügbar macht - hier passieren nämlich diese ganzen Dinge (mehr Cut-Scenes, mehr Party-Interaktion, mehr detailreiche Karten), für die im Originalspiel die Entwicklungszeit nicht mehr gereicht hat. Das hält zwar davon ab an den ewig gleichen Sets völlig zu deprimieren, aber den restlichen 60Spielstunden hilft es immer noch nicht...

Was mir gut gefiel:
Ich habe es grade schon angedeutet: Man sollte die DLCs hier unbedingt mitnehmen! Nicht nur macht Felicia Day als Elfen-Assassine einfach Spaß, auch die Einsichten und Charaktere aus den anderen Paketen sind es durchaus wert - und man bekommt wieder einen Hund!!;-)
Was Dragon Age 2 in meinen Augen rettet, ist die konsequente Ausmerzung jeglicher schwarz-weiß Entscheidungen! Egal ob es um deine eigene Geschichte geht - und auch hier geht es viel persönlicher zur Sache, als im ganzen Teil 1, festgelegter Hintergrund hin oder her! - oder um deine Beziehung mit deinen Companions oder auch um die Freundschaften&Feindschaften deiner Party untereinander, es gibt nur sehr(!) selten ein Richtig oder Falsch, nur deine Entscheidung und wie du damit umgehst.
Das führt dazu, dass sich der Hauptcharakter und auch die NSC sehr viel mehr wie eigenständige Personen anfühlen und nicht nur wie notwendige Kampftruppenverstärkung, die man im Schrank parkt, bis sie wieder benötigt wird.
Ich habe ein wenig die Gespräche am Lagerfeuer vermisst, aber dafür, dass man prinzipiell weniger Gespräche führen kann, macht der Faktor "Oh mein Gott meine Figur spricht" schon vieles besser und die Synchronsprecher (zumindest in der Englischen Fassung, die Deutsche habe ich nicht getestet) machen ihre Sache auch wirklich gut!! Von einigen würde ich mir durchaus auch ein Telefonbuch vorlesen lassen...;-)

Die "im Nachhinein"-Erzählsituation läd naürlich dazu ein viele kryptische Anspielungen zu machen, aber glücklicherweise wird das nicht überstrapaziert und die Stilmittel, die die Entwickler daraus gestrickt haben (sei es jetzt in Cut-Scenes oder "steuerbarer-erzählter-Geschichte") haben sehr viel Geniales an sich! Das liegt aber auch daran, dass der Erzähler-NSC einfach großartig ist...;-)
Und nur der Vollstädnigkeit halber. Cameo-Auftritte und Übertragung der Spielentscheidungen aus DAO & Awakening in Teil 2 funktionieren einwandfrei - ich liebe diese kleinen Details!:-)

Unterm Strich komme ich also zu der durch und durch blasphemischen Einschätzung, dass Dragon Age Origins lange nicht so fehlerlos gut war, wie alle behaupten und Dragon Age 2 lange nicht so anstrengend schlecht ist, wie alle schreien!
Ich hoffe, dass man sich für den dritten Teil nicht wieder dazu zwingen lassen wird ein unfertiges Spiel als verkaufsreif zu deklarieren - hier ist jede Kritik leider gerechtfertigt - ich hoffe aber auch, dass man sich von der kontrollbesessenen Power-Gamer-Fraktion nicht wieder in die Gradlinigkeit von DAO zurück-geifern lassen wird. Dann könnte Dragon Age Inquisition tatsächlich ein verdammt gutes Spiel werden!:-)

Für Teil 2 vergebe ich daher konsequenterweise dieselben 4,5 von 5 Hundekeksen - der Abzug im Set-Design ist zwar gravierend, aber die interessantere Handlung reißt es wieder raus - nach demselben Prinzip der anderen Fortsetzungen. Film, Spiel, Buch...eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte!;-)

Manchmal fühle ich mich sehr schlecht...
Zum Beispiel wenn ich immer erzähle wie viel Spaß ich daran habe meine kleine Kurzgeschichten-Sammlung voranzutreiben und gleichzeitig über ein Jahr brauche, um mich dazu "durchzuringen", mal eine Sammlung von jemand anderem zu lesen...und das wird nicht mal besser, wenn die Geschichen von Gaiman sind, ist das nicht erschreckend?!?;-)

Ich kann es nur immer wieder auf die Diskrepanz zwischen Produzieren und Konsumieren zurückführen - vielleicht gibt es ja da draußen bessere Menschen als mich, die an einem Thema oder einem Hobby sowohl als Ausführende, wie auch als Publikum Spaß haben, aber ich bin da leider ein unverbesserlicher Muffel...

In diesem Fall muss ich aber zumindest anmerken, dass ich 80% der Geschichten in Fragile Things sehr mochte, was mich vielleicht schon ein wenig zum Besseren bekehrt hat!;-)

Besonders interessant fand ich allerdings die Tatsache, dass viele - ich möchte fast behaupten die Meisten - der Geschichten in diesem Buch nach Selbstauskunft des Autors aus einer Art "Auftragslage" entstanden sind. Das finde ich persönlich dann wieder total faszinieren, denn das klappt bei mir meistens so gar nicht, wie die wenigen und unerfolgreichen Ausflüge in die Welt der Kurzgeschichtenwettbewerbe zeigt...

Wenn man also zu mir sagte: "Schreib uns mal eine Geschichte mit Großen Alten und Sherlock Holmes!", dann käme dabei bestimmt nicht sowas genialistisches heraus, wie A Study in Emerald - meine Lieblingsgeschichte aus der ganzen Zusammenstellung, sollte man unbedingt gelesen haben, egal ob man den Rest des Buches mag, oder nicht!:-)

Besonders im Gedächtnis gelieben ist mir auch The Day the Saucers Came, was fast noch ertaunlicher ist, denn was Lyrik angeht, bin ich der unverbesserlichste Nicht-Konsument überhaupt - aber auch hier: I stand corrected!;-)

Natürlich ist es bei einer ganzen Sammlung von Geschichten normal, dass sich manche besser lesen oder besser gefallen, als andere - vielleicht auch ein Grund, warum ich durchgehende Narrativen bevorzuge, da ist entweder alles toll oder eben nicht - aber ich finde es auch irgendwie tröstlich, dass man manchmal auch bei seinen Helden feststellt, dass nicht alles was sie schreiben glorios ist, oder?:-)

Ich vergebe daher überzeugte 4 von 5 Spiegelscherben für viele absolut lesenswerte Geschichten und ein paar, die auch gut waren!;-)

Ich weiß, die eventuelle Spoilerwarnung ist vielleicht nich so sonderlich hilfreich, aber als ein völlig un-spoiler-barer Mensch fällt es mir manchmal schwer abzuschätzen welche Informationen andere Menschen als Spoiler empfinden könnten - mit fehlen da einfach die Enzyme, oder ich bin Spoiler-Autist oder so...

Und da ich normalerweise ja auch eher die Letzte bin, die neue Filme zu sehen bekommt, fehlt mir natürlich auch die Übung!;-)

Ich hatte mir zugegebenermaßen von dem neuen Star Trek eine ganze Menge versprochen - was an sich erwähnenswert ist, weil mir die alten Star Trek Filme nebst Serien eigentlich immer ziemlich egal waren. Unterhaltsam zuweilen und manchmal unfreiwillig komisch, aber nun nichts, was ich tatsächlich aufmerksam verfolgt hätte. Aber, trotzdem, seit J.J. Abrams dieses "Genre" übernommen hat, bin ich doch froh viele der "Insider" zumindest zuordnen zu können - der Mann kann einfach Filme machen, da führt kein Weg dran vorbei...;-)

Von einer Fortsetzung des, von mir sehr gelobten, ersten Teils erwartet man also eigentlich erstmal eine Weiterführung der Charaktere - die Demontage kann man ja immer noch im dritten Film anfügen, wie wir gelernt haben;-) - und ein gewisses Größer, Weiter, Schneller, das oft einfach für einen zweiten Teil die logische Folge ist. Und tatsächlich beschäftigen sich die ersten 1,5Stunden des Films vor allem mit den Leuten an Bord und deren Beziehungen - meine Favoriten: Beziehungsstress auf Vulkanisch (funktioniert sowohl mit Frauen, als auch als Bro-Mance;-), Pille & Scotty auf dem besten Weg ins Frustrationsbewältigungsseminar und Lektionen darüber, dass man Japaner nicht ärgern sollte...
Übrigens schafft es Chris Pine tatsächlich völlig peinliche Pick-Up-Lines gelassen auszusprechen und ohne Bauchansatz so auszusehen, als würde er den Bauch einziehen, was ihn für die Rolle quasi unersetzlich macht, aber das nur am Rande.;-)

Was die Effekte und das Explosionsfeuerwerk angeht, konnte ich jetzt nicht wirklich eine Höher, Weiter, Bunter Eskalation zum ersten Teil feststellen - da explodiert ja auch schon genug... - aber was die Bild-Dramaturgie angeht, hat man hier schon noch eine erkennbare Schippe draufgelegt. Ein gutes Argument den Film im Kino zu sehen, solange es noch geht!
Interessanterweise hat man sich ja aber auch mit Benedict "Sherlock" Cumberbatch einen etwas ungewöhnlichen Schauspieler dazugeholt, um (wie ich denke) auch Story-technisch ein wenig Höher, Weiter, Tiefer zu veranstalten - das an sich lassen die meisten "2. Teile" aus, Hut ab für die gute Absicht!;-)

Ich hatte persönlich dann auch sehr viel Spaß an Sherlock-Action-Hero, aber für die Erzählstruktur des Films wäre ein "unkomplizierterer" Bösewicht vermutlich einfacher zu verpacken gewesen...
So bekommt man das Gefühl, dass in den ersten 2/3 des Films sehr wenig passiert, das sehr genau erklärt wird, während im letzten Teil alles gleichzeitig passiert und man sich die Erklärungen einfach mal spart.
Auch wenn ich das natürlich irgendwo verstehen kann, führt es leider zu so einigen kleinen Logiklöchern, die vielleicht gar keine Logikprobleme sind, sondern nur "fehlende Informationen"-Löcher, aber am Ende läuft das ja leider für den geneigten Zuschauer irgendwie auf's selbe raus...

Und ich stehe überhaupt nicht auf die Argumentation "Da kann sich dann jeder selber denken, warum das jetzt funktioniert und vorher nicht" -  ich verabscheue ja auch Autoren, die irgendwelche Löcher in ihren Geschichten naträglich in irgendwelchen Interviews stopfen wollen *hushustharrypotterhust*!;-)

Insgesamt vergebe ich aber mal dieselben 4,75 von 5 Tasern, wie für den ersten Teil - da war die Story stringenter, aber der Bösewicht nicht so wunderbar böse, das gleicht sich also wieder aus.
Aber meine persönliche Anmerkung bleibt lustigerweise auch dieselbe: Ab und zu 5Minuten mehr Film riskieren, um Hintergründe zu erklären, schadet nicht, danach kann immer noch alles in die Luft fliegen!;-)

Habe ich schonmal erwähnt, dass manche Dinge seeeehr lange in meinem Schrank verbringen, ohne fertig zu werden? In den letzten 2 Posts nicht? Gut!;-)

Zugegebenermaßen brauchen aber die meisten Dinge auch nicht ganz so lang wie dieses Projekt, um fertig zu werden - es ist sogar schon so alt, dass ich tatsächlich überlegt hatte mir den Post bis zum 1000. Eintrag oder sowas aufzuheben, denn außer seiner langen Vorlaufgeschichte ist dieses How To auch in anderer Hinsicht einzigartig:
Ich glaube es ist der erste völlig und grundlegend alltagstaugliche Post aus der Näh- und Kostüme-Ecke. Und ich bin nur zufällig drauf gekommen, weil ich vom meinem Dear Octopus Edwardian-Kleid noch soviel Stoff übrig hatte...ich bitte die Analysen der tieferen Aussage dieser Tatsache über meinen seelischen Gesamtzustand zu unterlassen!;-)

Wie man sich einen einfachen, ausgestellten Rock zusammenbastelt, hatte ich ja bei Miss Tudor schonmal erklärt - für die alltagstaugliche Variante bevorzuge ich aber den leicht ausgestellten Rock in Knielänge und mit ein paar sauberen Abmessungen. Zugbänder sollten als Verschluss nur an Trainingshosen und anderen Dingen vorkommen, die niemals im Alltag zum Einsatz kommen und/oder von 5kg anderen Stoffschichten überdeckt werden!;-)



Schritt 1: Schnittmuster
Ich weiß, Mathe ist ein Arschloch und bekanntermaßen nicht mein stärkster Punkt, aber wenn es um sauberere Abmessungen geht, kommt man eben nicht drum herum...
Zum Glück besteht das "Schnittmuster" für diesen Rock aus genau einem Stück, für das wir zunächst mal die folgenden 2 Maße brauchen:
- Taillen/Hüftumfang (da gemessen, wo man seine Röcke/Hosen gern trägt, das mag ja variieren:)
- Länge vom gewählten Bund-Punkt zum Knie (oder wo auch immer der Rock aufhören soll - ich empfehle 2cm unterm Knie, wie bei jedem guten Chanel-Kostüm;)

Dann muss man geringfügig rechnen und den gemessenen Hüftumfang durch die Anzahl von gewünschten Rock-Keilen teilen - je mehr Keile man fabriziert, desto glockenförmiger fällt der Rock, aber weniger/mehr als 4-8 sollte man wohl nicht machen. Ich habe oben 5 vernäht, 6 wären mir lieber gewesen für die Symetrie, aber ich hatte ja nur Rest-Stoff...
Also lautet die Rechnung in diesem Fall Hüftumfang : 5 = Obere Breite unseres Schnittmuster-Keils
Für die untere Breite verdoppeln wir diesen Wert.

Dann nehme man ein großes Stück Papier - oder klebe mehrere zusammen, wie hier demonstriert, weil ich grade kein Zeitungspapier hatte;-) - und zeichne die obere Breite auf. Von der Mitte(!) dieses Strichs zeichnen wir dann eine 90° Linie (!) in der Länge, die wir für Bund-Knie gemessen haben.
Der Endpunkt dieser Linie bildet die Mitte (!) unserer unteren Breite, die wir jetzt noch parallel (!) zur oberen Breite einzeichnen.
Danach vebinden wir die Endpunkte der beiden Punkte und haben unseren Rock-Keil produziert.
Ich entschuldige übrigens die inflationäre Benutzung von Ausrufezeichen an dieser Stelle, aber auch wenn Nähen keine exakte Wissenschaft ist, sollte man hier wirklich gewissenhaft messen und zeichnen - das Endergebnis wird es danken!

Schritt 2: Zuschneiden
Vieviel Stoff man für diese Rock-Variante benötigt, hängt natürlich stark von den eigenen Körpermaßen ab und auch vom Stoff (Muster sind immer tricky...), daher kann ich dazu jetzt gar nicht soviel sagen - ich fürchte man wird auch da wieder ein wenig rechnen müssen...Und immer schön an die Nahtzugaben an jeder Seite denken!:-)
Für mein Selbst-Experiement, hatte ich sowohl noch Ober-, wie auch Futterstoff übrig, also musste ich insgesamt 10 Keile ausschneiden - 5x blau und 5x beige.

Schritt 3: Form und Verschluss
Wie sich die Keile zusammenfügen, erschließt sich hoffentlich ein wenig von selbst, daher begnüge ich mich mal damit daran zu erinnern, dass es vorteilhaft ist an einer Naht ca. 10-15cm zum oeren Rand hin offen zu lassen, damit da noch der Reißverschluss eingesetzt werden kann! Am Ende dieses Arbeitsschrittes sollten wir aber erstmal 2 einzelne Röcke zusammen haben, die wir jetzt Innenseite gegen Innenseite zusammenpinnen und am oberen wie unterem Saum vernähen können.
Zuletzt kann man sich dann noch um den Reißverschluss kümmern - immer schön alle Saumzugaben umschlagen und sauber einnähen - ich bin zwischendurch auf Handarbeit umgestiegen, mir war das mit der Maschine zu fiddelig!;-)

Schritt 4: Schönheitsreparaturen
Prinzipiell sollte das eigentlich reichen, um ein tragbares Ergebnis zu prouzieren - ich hatte allerdings mit zwei Problemen zu kämpfen:
Zum einen war an einigen Stellen mein Futter-Stoff-Rock länger geraten, als der Oberstoff-Rock (kann bei schlechtem Augemaß bei den Nahtzugaben schon mal vorkommen...), was dazu führte, dass das Futter an einigen Stellen zu sehen war:

Zum anderen hatte ich leider die eine oder andere sehr unschöne Naht produziert - auch das passiert, wenn man zwar ganz genau rechnet und sein Muster zuschneidet, aber eben den Stoff nicht genauso gewissenhaft gerade zuschneidet...

Zum Glück kommen hier die zwei Prinzipien, die ich letztlich schonmal im Häkel-Post erwähnte zum vollen Einsatz:
1. Keine Sau interessiert, wie die Innenseite aussieht!
Gut, mag für Perfektionisten jetzt nicht so zutreffen, aber da ich glücklicherweise frei von solchen Behinderungen bin, habe ich die überstehenden Futterstreifen einfach umgeklappt und per Hand umgenäht - hier nur vorsichtig sein, dass man beim Nähen wirklich nur Futter an Futter fixiert, damit man am Ende nicht umschöne Stiche auf dem Oberstoff sieht!

2. Tu a bissele Borte drauf, dann wird das schon wieder!
Es geht doch nicht, über ein wenig Spitze, Posament oder andere nette Aufnäher, um so zu tun, als wäre eine schiefe Naht total Absicht gewesen...;-)
In diesem Fall fand ich Borte sah komisch aus, daher sind es kleine Schmertterlings-Aufnäher geworden - gibt es zum Aufbügeln als Flicken in 10.000 denkbaren Varianten, Blumen,Tiere, Logos, Totenköpfe, was immer gerade gefällt.
Ich traue dem Aufbügel-Prinzip nicht wirklich, aber ein paar Stiche stellen auch hier sicher, dass beim Waschen alles bleibt, wo es soll.

Und "schon" fertig! Ehrlich, ich weiß auch nicht, warum sowas immer solche Ewigkeiten in irgendwelchen Ecken verschwindet...soviel zu tun und so wenig Zeit vermutlich!

Vielleicht mache ich ja aus dieser neuen Alltagtauglichkeit einen neuen Trend...Wär ja mal was Neues!;-)

Wochenend' und Weltuntergang? Irgendwie könnte man beim anhaltenden Monsun in dieser Woche fast daran glauben, dass es bald wieder zeit für die nächste Arche wird, oder?;-)

Um aber beim Prinzip der positiven Verstärkung zu bleiben - immerhin werden so die Bäume wieder grün und für Allergiker ist Regen ja sowieso eigentlich nicht so verkehrt.
Nur für das lange Wochenende muss man sich eventuell andere Beschäftigungen suchen, denn in der Sonne liegen wie letzte Woche wird wohl eher schwierig...

Da ist es doch nur legitim nochmal kurz die allgemeine Stimmung zu prüfen - und ein lustiges Video kann ja auch nie schaden!;-)

-
Man verstehe mich nicht falsch: Ich habe beinahe unendliches Verständnis und Mitgefühl für alle Menschen, die im Kundensupport arbeiten müssen! Mir reicht es schon, wenn ich mich mit Kunden und Zulieferern rumschlagen muss, die zusätzlichen Dümmsten-anzunehmenden-Anwender zu bespaßen, stelle ich mir daher eigentlich ein wenig wie den Vorhof zur Hölle vor...
Aber - natürlich würde es ein Aber geben;-) - manchmal frage ich mich doch, ob bei der "Standardisierung der Support-Qualität" nicht viel verschlimmbessert wird. Ich unterhalte mich jetzt schon seit ca. 14Tagen mit dem Kundensupport meines Coperherstellers, weil mir mein Windows8 gecrasht und daher mein schönes, kleines Ultrabook unbenutzbar ist. Und je länger diese Diskussion dauert, desto mehr frage ich mich: Warum muss ich soviel Zeit und Mühe in eine Unterhaltung investieren, in der außer Frage steht, dass ich ein Anrecht auf Serviceleistung habe?
Dass man darüber streiten kann, OB der hersteller überhaupt zuständig ist, verstehe ich ja - das stand aber nie zur Debatte. Statt dessen hängt die komplette Diskussion an der 0815-Stirchlisten-Vorgehensweise, die dem Service-Center scheinbar vorgegeben ist. Und wenn man ein enigermaßen mündiger Kunde ist, dann laufen solche Gespräche schnell so ab, als würde man mit einem Papagei sprechen, weil es scheinbar verboten ist, auf Eigenrecherche des Kunden zur Fehlerbehebung einzugehen und von dem 0815-Weg zur Fehlerbehebung abzuweichen.
Das finde ich persönlich etwas ineffektiv und überbürokratisch, denn es hätte mir schon 3 "war mir klar, dass das nicht funktionieren KANN" Versuche das System wiederherzustellen erspart, wenn man mir einfach mal glauben würde, dass ich in der Lage bin ein Windows-Forum zu benutzen und nach der Lösung für mein Problem zu suchen!;-)
Mal ganz davon abgesehen, dass ich persönlich Emails hasse, in denen die Einleitungs- und Schlusspassagen "Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung und nehmen Ihr Problem ernst.... blaa" immer gleich sind und man eigentlich nach der 2. Mail nur noch bis zu dem einen wichtigen, von einem realen Menschen geschriebenen Satz vorscrollt...fühlt sich irgendwer mehr wertgeschätzt durch Copy&Paste Textbausteine...? Ich glaube nicht, Tim!

o
Mein kleiner Zensor hatte in letzter Zeit wieder viel Grund mit mir zu schimpfen: Mein "Trainingspensum" ist seit Erkältung und Mini-OP wieder bei 0 angekommen, die Steuererklärung für 2012 ist immer noch nichtmal angefangen und das dumme letzte Kapitel für die Bruchstücke dümpelt immer noch bei 300Worten vor sich hin...
Aber der Mai ist ja bekanntlich ein guter Monat für Neuanfänge, gute Vorsätze etc. - so von wegen neue Wachstumsphase, Licht, Sonne und so ;-) - und daher habe ich mir für die nächsten zwei langen Wochenenden so einiges an Experimenten und Abschlüssen vorgenommen...
Die Hoffnung stirbt ja zuletzt!;-)

+
Zwei Dinge, an denen man sich aber auch an einem verregneten Wochenende ohne Laptop erfreuen kann: Urlaubsplanung und neue Kinofilme!;-)
Normalerweise bin ich ja ein ziemlicher Kino-Muffel, aber in diesem Jahr laufen irgendwie eine Menge Filme an, die auf der großen Leinwand einfach mehr Spaß machen - mit Iron Man (siehe unten) haben wir ja schon gut angefangen, heute Abend kommt dann der neue Star Trek dazu (Bericht folgt natürlich!:-), dann gibt es den zweiten Teil von RED, den ich ja auch mochte wie man sich erinnert, und im Winter dann noch ein neuer Thor (yummy!) und natürlich der zweite Hobbit...
Insgesamt werde ich also am Ende des Jahres genauso oft im Kino gewesen sein, wie in den letzten 3 Jahren zusammen...Weird!;-)
Und apropos Urlaub: Sollte irgendwer darüber nachgedacht haben, dass ich eine Überraschungsparty zu meinem 30. Geburtstag wollen könnte...Pech gehabt, da bin ich einfach mal weg!;-)

Und jetzt noch ein lustiges Video und die gute Laune ist trotz graumen Regenwetter ganz einfach wieder hergestellt!;-)


Es ist scheinbar ein ungeschiebenes Gesetz der "Helden-Gesschichte", dass auf den Bad-Ass Aufstieg der Helden-Persona unweigerlich irgendwann die Demontage folgen muss. Wir hatten dieses Phänomen ja letztlich erst im Kontext von James Bond und auch andere Superhelden wie Batman, Spiderman oder Superman mussten sich schonmal den mehr oder weniger sehenswerten Versuch antun lassen, herauszufinden was von ihrem Helden-Ego noch übrig bleibt, wenn man Fähigkeiten, Ressourcen und Gadgets subtrahiert.

Oft - wie im Fall James Bond - ist das Ergebnis für die Hauptfigur eher traurig, eine kaputte Persönlichkeit mit Alkoholproblem und Bindungsangst wird einfach weniger interessant, wenn man ihr das Ass-Kicking madig macht.;-)


Interessanterweise macht die Demontation des Helden aber aus Iron Man 3, den fast stärksten Film der Reihe - zugegeben ich mochte auch Teil 2, weil ich auch ohne tieferen Sinn Spaß an Explosionen und AC/DC haben kann, aber das steht ja auf einem anderen Zettel!;-)
Vielleicht liegt es daran, dass man das Helden-Ego eines Ironman kaum noch weiter steigern konnte, ohne dass es völlig albern und/oder nervig geworden wäre, aber die Dialog- und Drehbuchschreiber haben sich im Laufe des Filmes viele kleine, goldene Gummipunkte bei mir verdient, weil sie es schaffen die Demontage völlig in-character zu halten, also stellenweise lustig und sogar slap-sticky, aber eben ohne ins Lächerliche abzudriften.
Und irgendwie macht es Tony Stark als Person umso symphatischer je weniger die Dinge so laufen, wie er das gerne hätte...könnte man auch fast traurig finden, ist es aber nicht!
Übrigens mag es auch der Story-Teller in mir sehr gern, dass hier auch eine nette Verknüpfung zwischen den Avengers-Helden und dem zugehörigen Film stattfindet. Diese Details sind vielleicht nicht unbedingt notwendig für die Story - man kann den Film auch verstehen ohne Avengers und/oder Thor etc. gesehen zu haben - aber sie tragen zur Atomsphäre der Hintergrundwelt bei. Und Liebe zu kleinen/unnötigen Details kommt bei mir immer gut an!;-)
Und was die goldenen Dialog-Gummipunkte angeht, empfehle ich übrigens den Abspann abzuwarten - eine Lektion, die immer noch niemand gelernt zu haben scheint... -  denn ich persönlich würde gern dem Schreiberling dieses One-Liners
"I don't have the t..."
"Time?"
"...temperament!"
eine persönliche Glückwunschkarte schicken...Ich verrate mal nicht mehr, es gibt js bekanntlich Menschen, die an die Existenz von Spoilern glauben!;-)

Vielleicht liegt der Charm dieser Helden-Persona aber auch darin, dass er ohne seine Gadgets als Person fast besser funktioniert - Self-Reliance ist zwar prinzipiell so ein Wort, das bei mir schauderhafte Erinnerungen an endlose Amerikanistik-Seminare wachruft, aber irgendwie kann man sich des kleinen Respectness-Punktes für einen Helden nicht erwehren, der 2/3 seines Filmes ohne seinen Anzug auskommen muss und dabei mehr Chaos mit Dünger-gefüllten Christbaumkugeln anrichtet, als manch anderer mit einem ganzen Arsenal...never underestimate Scientists...;-)

Nach der kurzen Recherche zu meiner Bewertung von Teil 2, muss ich hier eigentlich die vollen 5 von 5 Osterhasen vergeben...kleinere Kritikpunkte in puncto interner Logik (ich sage nur: Pepper Potts Instant Superhero? ...Wtf??;-), igoniere ich dafür einfach mal und verweise auf die Moral der Helden-Demontage: Nobody's Perfect!:-)

Irgendwie könnte man den Eindruck gewinnen, dass nicht nur die Blog-Befüllung Achterbahnmäßig verläuft, sondern auch vieles andere im Leben - mein Audible Abo zum Beispiel...;-)

Aber nur um das kurz mal zu erklären: Wenn ich länger keine neuen Bücher oder Hörbücher in den Blog stelle, liegt das mitnichten daran, dass ich meinen Konsum zurück geschraubt hätte, nur daran, dass der Konsum von Neuheiten gerade ausbleibt...
Gerade wenn im Hörbuch-Bereich gerade wieder eine Serie "durchläuft" (Pratchetts, Harry Potter, Narnia etc.), kann das ja schonmal 4-8Bücher lang dauern, bis wieder was Neues auf die Ohren kommen kann und dann stapeln sich plötzlich Guthaben bei Audible und DANN kommt wieder ganze viel Neues...ein Teufelskreis!;-)

Als letztes habe ich dann nochmal zu einem "ewig nicht mehr gelesen" Pratchett gegriffen: Mort (gelesen, anders als auf dem Cover angegeben, von Stephen Briggs)

Nun muss man über die Vorzüge und Nachteile von Briggs-Hörbüchern denke ich nicht mehr viel sagen, aber es war trotzdem nochmal lustig diesen "Klassiker" zu hören - immerhin verwursteten wir die Vorlage noch bei der Wissenschaftsnacht 2011 und ich sprach damals, glaube ich...;-), sogar für den Mort vor...
Am Ende war ich dann sogar in der Szene aus dem Buch, nur eben nicht als Mort, aber trotzdem!;-)

Mit dem Lese-Erlebnis noch firsch im Hinterkopf muss ich allerdings sagen, wir haben dem Stoff an sich in der Szenenauswahl für die WiNa keinen Gefallen getan...Irgedwie hatte ich im Kopf (und die Szenen aus dem Theaterscript haben mich darin bestätigt), dass das einer der älteren, noch unausgereifteren Pratchetts ist - nett aber nicht großartig.
Das muss ich zurücknehmen! Im größeren Kontext hat das Buch und das Thema "Tod und wie Menschen damit umgehen" doch mehr Tiefe, als die haha-lustig-Szenen, die wir so rausgepickt haben...;-)

Zumal das Thema "Warum ein Mensch den Job von Tod niemals machen sollte/könnte" ja auch in anderen Kontexten immer wieder gerne genommen wird - ich erinnere mich an eine Supernatural Folge, die doch stark an Morts Dilemma erinnerte...

Am Ende muss man eben der Wahrheit ins Auge sehen: There is no Justice, there is only Death.
Ich vergebe also mal reumütige 4 von 5 Sanduhren für ein lange zu Unrecht unterschätzes Frühwerk!

Als nächstes gibt es dann wieder was aus dem bereich Non-Fiction für die Nicht-Pratchettianer...;-)

Manchmal ist so ein Blog ein sehr praktisches Zeitfenster! So konnte ich gerade eben mal bequem nachvollziehen, wann ich denn das erste Mal darüber gesprochen hatte diesen Schal zu häkeln - et voila am 7. April!
Zugegeben hatte ich da aber schon angefangen, also setzen wir mal Anfang April voraus, dann hat es tatsächlich nur etwas mehr als einen Monat gedauert diese 4 Knäuel Wolle in einen Schal zu verwandeln...fühlte sich länger an!!;-)

Nein im Ernst, natürlich sind 5-6Wochen objektiv betrachtet keine lange Zeit, ich muss aber sagen, dass ich auch sehr diszipliniert war und wirklich fast jeden Tag mindestens 2-3Reihen gehäkelt habe - meistens mehr, zumindest sind 1,5 Staffeln Dr. Who nebenher gelaufen...;-)

Und kaum ist das Ergebnis krumm und schief, aber fertig und beim Empfänger angekommen, ergibt sich das nächste Problem: Eigentlich kann ich da gar kein herkömmliches How To draus machen, denn zu erklären gibt es bei den Basics eigentlich nicht viel...
Wie man eine Reihe Luftmaschen macht und darauf dann Maschen aufbaut, erklärt schon Wikipedia, dem gibt es auch wenig hinzuzufügen.

Ich steuere also einfach mal ein paar Erfahrungsberichte und eine Design-Idee bei und hoffe das hilft!;-)

1. Die Sache mit dem Wenden...
Wie man schön an meinen ersten Versuchen erkennen kann, ist mir das mit dem "Reihen Wenden" am Anfang mir zumindest nicht so einfach von der Hand gegangen. Zum einen kann man sich dabei in der Masche "vertun" und in die Luftmasche stechen, statt in die letzte Feste Masche, was dann zu diesen lustigen "Beulen" führt; zum anderen kann eine zu "fest" gehäkelte Reihe kürzer aussehen, als eine locker gehäkelte. Bis man da also ein wenig Routine hat, bekommt man so eine nette Berg- und Talfahrt-Kante...gegen Ende hin hatte ich das ziemlich gut raus mit den geraden Kanten, aber das hilft dem Anfang nun auch nicht mehr, wie man sieht...Es ist krumm, aber mit Liebe gemacht!;-)


2. Die Sache mit den Farb- und Knäuelwechseln...
Die einfachste Methode von einem auslaufenden Wollknäuel auf ein anderes zu wechseln, ist beide Enden verknoten, den Knoten mit "einhäkeln" und danach die Enden beischneiden. Ein kleiner, aber vernachlässigbarer Knubbeln bleibt zwar zurück, aber stört weder den optischen Eindruck noch den Tragekomfort!;-)
Diese Methode führt aber natürlich dazu, dass bei unterschiedlich gefärbter Wolle die Farbübergänge auch schonmal mitten in der Reihe vorkommen können. Für die "sauberen" Übergänge am Ende der Reihe habe ich die Reihe jeweils komplett geschlossen und dann die nächste wieder neu angesetzt - also einmal durch die "neue" Masche, durch die letzte "alte", Luftmasche, Wenden, Weitermachen wie gehabt. Funktioniert gut, ist aber erstmal ziemlich fiddelig...natürlich hätte man recherchieren können, ob es noch eine bessere Option gibt, aber hey - wo wären wir denn ohne Trial&Error?;-)



3. Die Sache mit den Enden...
Nein, ich habe mir immer noch keine vernünftige Wollnadel gekauft und webe meine Fadenenden daher immer noch mit Stopfnadeln ein, aber das tut eigentlich nicht so viel zur Sache, wenn es auch manchmal das Leben etwas erleichtern würde...;-)
Die Frage, die sich mir aber irgendwann stellte, war diese: Was tun, wenn ein Fadenende einfach viel zu kurz ist, um sich noch einfädeln und dann vernähen zu lassen - sei es weil man selber es verpeilt hat, oder weil man Haustiere hat, die so ein frei hängendes Stück Wolle als Zwischensnack missbrauchen...^^
Ich habe in diesen Fällen einfach eine normale Nadel bemüht, aus einem normalen Stück Faden eine Schlaufe gemacht, Wollende eingeklemmt und so zumindest die Stückchen, die man mir noch gelassen hatte im Gewebe untergebracht...Hat vielleicht nicht jeder das Problem mit Fresswütigen Mitbewohnern, aber falls doch...;-)

  
 
4. Die Sache mit dem Wieder-Aufmachen...
Lasst es euch gesagt sein: Kommt niemals auf die Idee ein Stück gegen die Häkelrichtung wieder aufzuribbeln!! Ich weiß auch nicht mehr, wie ich auf diese blöde Idee gekommen war, aber ich vermute mir war das erste Stück nach einer Weile dann einfach zu krumm und schief im Vergleich zum besser-werdenden Rest...
Endergebnis: 4 (!) Stunden Frickelei und eine völlig auseinandergepflückte Anschlussreihe mit riesigen Löchern und/oder geknubbelter Wolle...
Zum Glück hilft auch hier eine Weisheit aus der Näh-Erfahrung: Tu a bissele Borte drauf, dann wird das schon wieder!;-)



5. Und noch was Schönes zum Abschluss!
Nach den ganzen How NOT to do it, also zum Abschluss noch ein kleiner Design-Einfall am Rande:
Nachdem ich ja auf sauberen Farbwechseln bestanden habe, hatte ich logischerweise jede Menge Woll-Reste rumliegen...und warum auch immer ist mir dazu eingefallen, dass man nach dem Prinzip des Haarnetzes damit bestimmt auch Blümchen häkeln kann...
Ehrlich wahr, ist mir wirklich selber eingefallen, auch wenn ich danach feststellen musste, dass 10.000Menschen diese Idee schon vor mir kannten - nennt mich Kolumbus!;-)
Also drehen wir 5-8Luftmaschen zu einem Ring und machen danach ein hübsches Blümchen, Kleeblat, Wasauchimmer daraus - Restverwertung einfach gemacht!
Zum Aufnähen habe ich erstmal die beiden "Enden" der Blümchen fest verknotet und das Kürzere danach abgeschnitten - das lässt ein langes Ende übrig, das dann einfach an der gewünschten Stelle durch eine Masche des Schals gezogen werden kann. Dann ein paar Mal Hin-und-Her (oder wie hier einen Knopf zum Befestigen nehmen, ich fand das sah hübsch aus:-) und auf der Hinterseite wie normales Garn verknoten - fertig!
Hier sagt uns die Näh-Erfahrung zwar, dass es niemanden interessiert, wie die Innenseite aussieht, in diesem Fall, sollte man aber schon darauf achten, dass man die Stiche eng beieinander setzt, damit das nicht komisch aussieht - bei einem Schal kann es ja doch schonmal sein, dass auch die "Innenseite" zu sehen ist...;-)



Und "schon" sind wir fertig mit dem Gesamtprodukt - ich hoffe es gefällt - und mein Hirn denkt schon am nächsten Projekt herum, um einen so lange geübten Skill jetzt nicht wieder ungenutzt verkommen zu lassen...vielleicht wird das mit dem Pullover ja doch noch was...man wird es erleben!!;-)


Wo wir grade von Sonnenschein und Grillen sprachen noch ein kleiner Beitrag aus der Koch-Ecke hinterher: Hauseigener Nudelsalat

Nun ist diese Bezeichnung nicht ganz fair, denn eigentlich habe ich sowohl meinen Kartoffel- als auch meinen Nudelsalat während unserer Oberstufen-Futterparties von zu 90% von N. geklaut,  aber ich hoffe sie wird es mir verzeihen...;-)
Eigentlich müsste ich mal das How To zu unserer 20x40x15cm "Pizza mit Allem" posten...aber dafür müsste ich erstmal wieder 5-8Leute finden, die sowas mitessen würden...;-)

Wie dem auch sei, jedenfalls ist dieses Nudelsalat-Rezept seitdem mein bevorzugtes Grill&Party-Mitbringsel, weil es schnell geht, für viele Leute reicht und gut schmeckt - und was kann man mehr wollen?

Zutaten (für die Party-Portion):
500g Nudeln (Fusilli am besten)
1 Glas Salat-Mayonnaise
1 Bund Frühlingszwiebeln
1Gurke
500-700g Tomaten
200-400g Fleischwurst

Salz, Pfeffer, Salatkräuter, Essig (hell)

Die Nudeln erst einmal nach Packungsangabe kochen und abkühlen lassen (mehr als lauwarm ist schlecht für das Mayo-Dressing!;-).
In der Zwischenzeit die Salatmayo aus dem Glas in eine große Schüssel bugsieren. Die Reste im Glas kann man mit Essig und ein wenig Wasser mischen, Deckel wieder aufs Glas und schütteln - voila.;-)
Mit Essig, Wasser, Salz. Pfeffer und den Salatkräutern (getrocknet, tiefgekühlt oder frisch nach Belieben) rühren wir dann auch das Dressing "glatt" - hier aber lieber ein wenig mit dem Wasser sparen, Tomaten und Gurke geben noch genug ab!
Dann die Frühlingszwiebeln, Wurst (ich empfehle die Geflügel-Variante) Tomaten und Gurke klein gewürfelt dazu, am Ende die Nudeln unterheben und das Ganze dann mindestens 2-3Stunden "ziehen lassen".

Schon fertig!
Ist nicht unbedingt was für Diät-Halter und/oder Vegetarier, aber das ist eine Grillparty im Allgemeinen soweiso nicht...;-)
Guten Hunger!

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